Pisten-Wahnsinn mit musikalischer Zugabe
Ski-Weltcup Auftakt in Sölden: Spannende Rennen, heiße Partys und ein singender Skistar
Der Ski-Weltcup in Sölden ist bekanntlich ja nicht nur für uns Ötztaler weit mehr als ein sportlicher Saisonauftakt. Wenn die weltbesten Skifahrerinnen und Skifahrer am Rettenbachferner um Hundertstelsekunden kämpfen, geht es auch abseits der Rennstrecke ordentlich rund. So auch am vergangenen Wochenende: An beiden Renntagen pilgerten jeweils rund 14.000 Zuschauer auf den Gletscher. Und wer nach den Rennen noch genügend Energie hatte, konnte diese im Dorf problemlos loswerden. Dort war nämlich – Same Time, Same Station – wieder einiges geboten.
27. Oktober 2026
Das Objekt der Begierde der besten Skisportler der Welt: der Zieleinlauf und der Steilhang am Rettenbachferner. Foto: Hablitzel
Für die richtige Stimmung sorgten einmal mehr die zahlreichen Fanclubs aus dem In- und Ausland. Mit Fahnen, Trommeln, Kuhglocken, Transparenten und jeder Menge Stimmgewalt feuerten sie ihre Lieblinge an. Dabei wurde aber nicht nur auf den Tribünen am Gletscher ordentlich Gas gegeben. Auch bei den Startnummernauslosungen am Parkplatz der Giggijochbahn herrschte beste Stimmung bei den schon winterlichen Temperaturen. Dort konnten die Fans die Crème de la Crème der Skiwelt hautnah erleben. Anschließend verlagerte sich das Geschehen in die zahlreichen Lokale und Bars im Dorf. Und dort wurde mancherorts mindestens so ausdauernd gefeiert – zumindest bis zur ersten Zwischenzeit – wie zuvor auf der Piste um jede Hundertstelsekunde gekämpft worden war. Dass dabei einige Feierfreudige etwas zu tief ins Glas schauten, gehört wohl ebenfalls zum Weltcup-Wochenende. Nicht jeder dürfte am nächsten Morgen ganz so schwungvoll aus den Federn gekommen sein wie die topfitten Athleten aus dem Starthaus.
VOM RENNANZUG AUF DIE BÜHNE. Für eine besonders knackige Einlage sorgte die Kroatin Zrinka Ljutić. Die 22-Jährige ist nicht nur eine ausgezeichnete Skifahrerin, sondern auch eine leidenschaftliche Musikerin. Ihren elften Platz im Riesentorlauf feierte sie kurzerhand mit einem kleinen Konzert in der Live-Bar – übrigens bei Mineralwasser. Statt Ski und Stöcken gab die sympathische Rennläuferin, mit Unterstützung lokaler Musiker, Einblick in ihr musikalisches Können. Eine spontane Zugabe zum Weltcup-Wochenende, die bei den Gästen und Fans jedenfalls bestens ankam.
UND ÜBRIGENS: SKI GEFAHREN WURDE AUCH. Die ausgelassene Stimmung beschränkte sich dabei freilich nicht nur auf das Dorf. Auch auf dem Rettenbachferner ging es richtig zur Sache – dort wurde allerdings nicht nur gefeiert, da wurde Weltklasse-Skisport auf höchstem Niveau geboten. Bei den beiden Riesentorläufen gab es übrigens auch aus Sicht des Bezirks Imst durchaus Erfreuliches zu berichten. Lokalmatadorin Franziska Gritsch aus Sölden zeigte vor heimischem Publikum eine starke Leistung. Sie verbesserte sich im zweiten Durchgang vom 15. auf den neunten Platz und war damit die einzige Österreicherin in den Punkterängen. Tags darauf sorgte der Pitztaler Joshua Sturm für ein weiteres erfreuliches Ergebnis aus heimischer Sicht. Mit Rang 17 sammelte er wichtige Weltcuppunkte. Bester Österreicher bei den Herren war der Tiroler Raphael Haaser, der mit einer fulminanten Aufholjagd vom 20. auf den fünften Platz vorfuhr. Für eine Überraschung sorgte bei den Damen die US-Amerikanerin Paula Moltzan, die ihren ersten Weltcupsieg feierte. Sie gewann hauchdünn mit nur einer Hundertstelsekunde Vorsprung vor Lara Colturi, die für Albanien startet. Rang drei ging an die Deutsche Emma Aicher. Bei den Herren hatte der für Brasilien startende Lucas Pinheiro Braathen die Nase vorn. Er verwies die beiden Schweizer Loïc Meillard und Marco Odermatt auf die Plätze zwei und drei.
fazit: EIN WOCHENENDE MIT NACHWIRKUNG. Volle Tribünen, lautstarke Fanclubs, internationale Skistars und Partystimmung bis in die frühen Morgenstunden: Sölden zeigte sich zum Weltcup-Auftakt wieder einmal von seiner feierfreudigsten Seite. Während die Rennläufer längst an die nächsten Rennen denken, dürfte so mancher Besucher noch ein paar Tage brauchen, um wieder in die Spur zu kommen. Schließlich wurden an diesem Wochenende nicht nur auf der Piste einige Höhenmeter gemacht. Und während die Skistars ihre Schwünge im Griff hatten, gelang das abseits der Piste nicht jedem ganz so souverän.
VOM RENNANZUG AUF DIE BÜHNE. Für eine besonders knackige Einlage sorgte die Kroatin Zrinka Ljutić. Die 22-Jährige ist nicht nur eine ausgezeichnete Skifahrerin, sondern auch eine leidenschaftliche Musikerin. Ihren elften Platz im Riesentorlauf feierte sie kurzerhand mit einem kleinen Konzert in der Live-Bar – übrigens bei Mineralwasser. Statt Ski und Stöcken gab die sympathische Rennläuferin, mit Unterstützung lokaler Musiker, Einblick in ihr musikalisches Können. Eine spontane Zugabe zum Weltcup-Wochenende, die bei den Gästen und Fans jedenfalls bestens ankam.
UND ÜBRIGENS: SKI GEFAHREN WURDE AUCH. Die ausgelassene Stimmung beschränkte sich dabei freilich nicht nur auf das Dorf. Auch auf dem Rettenbachferner ging es richtig zur Sache – dort wurde allerdings nicht nur gefeiert, da wurde Weltklasse-Skisport auf höchstem Niveau geboten. Bei den beiden Riesentorläufen gab es übrigens auch aus Sicht des Bezirks Imst durchaus Erfreuliches zu berichten. Lokalmatadorin Franziska Gritsch aus Sölden zeigte vor heimischem Publikum eine starke Leistung. Sie verbesserte sich im zweiten Durchgang vom 15. auf den neunten Platz und war damit die einzige Österreicherin in den Punkterängen. Tags darauf sorgte der Pitztaler Joshua Sturm für ein weiteres erfreuliches Ergebnis aus heimischer Sicht. Mit Rang 17 sammelte er wichtige Weltcuppunkte. Bester Österreicher bei den Herren war der Tiroler Raphael Haaser, der mit einer fulminanten Aufholjagd vom 20. auf den fünften Platz vorfuhr. Für eine Überraschung sorgte bei den Damen die US-Amerikanerin Paula Moltzan, die ihren ersten Weltcupsieg feierte. Sie gewann hauchdünn mit nur einer Hundertstelsekunde Vorsprung vor Lara Colturi, die für Albanien startet. Rang drei ging an die Deutsche Emma Aicher. Bei den Herren hatte der für Brasilien startende Lucas Pinheiro Braathen die Nase vorn. Er verwies die beiden Schweizer Loïc Meillard und Marco Odermatt auf die Plätze zwei und drei.
fazit: EIN WOCHENENDE MIT NACHWIRKUNG. Volle Tribünen, lautstarke Fanclubs, internationale Skistars und Partystimmung bis in die frühen Morgenstunden: Sölden zeigte sich zum Weltcup-Auftakt wieder einmal von seiner feierfreudigsten Seite. Während die Rennläufer längst an die nächsten Rennen denken, dürfte so mancher Besucher noch ein paar Tage brauchen, um wieder in die Spur zu kommen. Schließlich wurden an diesem Wochenende nicht nur auf der Piste einige Höhenmeter gemacht. Und während die Skistars ihre Schwünge im Griff hatten, gelang das abseits der Piste nicht jedem ganz so souverän.
Christoph Hablitzel 







