„Regelung – oder es bleibt geschlossen“
Der beliebte Radweg zwischen Roppen/Waldele und dem Imster Bahnhof ist seit 16. März gesperrt
1. April 2026 | von
Christoph Hablitzel
Gesperrt wegen Fahrbahnschäden. Nichts geht derzeit am Radweg zwischen Roppen und Bahnhof Imst.
Foto: Schnöll
Foto: Schnöll
Bereits am 16. März hatte die Gemeinde Roppen bekannt gegeben, „dass der Inntalradweg zwischen Waldele und dem Bahnhof Imst aufgrund von Fahrbahnschäden bis auf Weiteres gesperrt ist“. Gleichzeitig wird auf eine alternative Route hingewiesen: „Eine mögliche Ausweichstrecke führt über die Trankhütte und entlang der Alten Bundesstraße in Richtung Karres und weiter nach Imst. Wir bitten um Ihr Verständnis.“
KOSTEN. Hinter der Sperre stehen notwendige Instandhaltungsarbeiten, deren Kosten sich auf etwa 20.000 Euro belaufen. Doch nicht nur finanzielle Gründe spielen eine Rolle. „Wir wollen nicht mehr allein zuständig sein“, erklärt Mayr und verweist auf die wachsenden Herausforderungen. Auslöser für die vorsichtigere Haltung der Gemeinde ist unter anderem ein Naturereignis aus dem Jahr 2023: Am 30. April kam es zu einem massiven Hangrutsch, der Schäden von über 150.000 Euro verursachte. Zwar wurde die Hälfte aus dem Katastrophenfonds gedeckt, doch die restlichen Kosten musste Roppen selbst tragen. „Und dann geht es auch noch um meine persönliche Haftung“, so Mayr. Im vergangenen Jahr hatten zudem Asphaltrisse zu drei Verletzten geführt. Der Vorwurf grober Fahrlässigkeit konnte zwar entkräftet werden, dennoch bleibt das Risiko.
WER IST WO ZUSTÄNDIG? Die Situation wird zusätzlich durch unklare Zuständigkeiten erschwert. Rund 100.000 Radfahrer nutzen den Abschnitt jährlich, der jedoch nur teilweise im Gemeindegebiet von Roppen liegt. Ein Großteil gehört zu Arzl im Pitztal, zudem besitzen die ÖBB entlang der Bahntrasse Grundstücke. Diese verweisen jedoch auf eine Vereinbarung aus dem Jahr 2003, wonach die Gemeinde für die Instandhaltung verantwortlich sei. Unterstützung gibt es lediglich bei Pflegearbeiten, nicht aber bei der Finanzierung von Schäden. Arzls Bürgermeister Josef Knabl zu Mayrs Forderung nach einer gerechteren Aufteilung der Verantwortung: „Mein Vorgänger und damals auch die Agrargemeinschaft Wald haben beim Bau des Radweges ganz klar gesagt: Man darf den Grund benützen, da der Radweg aber weit am Ort Arzl vorbeiführt, wird man sich nicht an den Kosten beteiligen. Wir sind am Inntal-Radweg nur über die alte Arzler Waldstraße vom Bahnhof aus angebunden und auf der anderen Seite über Waldele, danach Richtung Wald, von dort kommt man dann zur Benni-Raich-Brücke und von da wieder über Arzl zum Imster Bahnhof.“
WEGGEMEINSCHAFT? Durchaus auf Verständnis stößt Mayr bei Imst-Tourismus-Geschäftsführer Reinhold Werth: „Die aktuelle Situation zeigt, dass es für den betroffenen Abschnitt des Inntalradwegs eine gemeinsame und dauerhaft tragfähige Lösung braucht. Wir sind dazu in engem Austausch und um eine Klärung im Sinne aller Beteiligten bemüht. Der Bürgermeister von Roppen kann dabei auf die Unterstützung von Imst Tourismus zählen. Es braucht einen abgestimmten Zugang aller involvierten Institutionen, der sich am übergeordneten öffentlichen Interesse orientiert und Verantwortung entsprechend verteilt. Wir appellieren daher an alle Beteiligten – insbesondere auch an die Grundeigentümer wie die Gemeinde Arzl und die ÖBB sowie an das Land Tirol –, sich konstruktiv einzubringen und solidarisch an einer Lösung mitzuwirken. Ziel muss es sein, diesen wichtigen, aber schwierigen Abschnitt des Inn-talradwegs langfristig zu sichern und zu erhalten. Für die Region hat der Radweg hohe Relevanz. Er ist ein zentraler Bestandteil der sommerlichen Infrastruktur und wird sowohl von Einheimischen als auch von Gästen intensiv genutzt. Umso wichtiger ist es, rasch Klarheit zu schaffen und eine verlässliche Perspektive zu entwickeln.“ Mayr stellt indessen weiterhin klar: „Die Sperre zwischen Waldele und dem Imster Bahnhof dauert so lange, bis es eine Lösung zu den Zuständigkeiten gibt. Ich möchte wissen, wie das weitergeht.“
BELIEBTE GASTSTÄTTE BETROFFEN. Für die Betreiber des an der Strecke liegenden Restaurants Stampfer ist die Sperre natürlich alles andere als erfreulich. „Es ist schlecht für uns. Viele Gäste beschweren sich natürlich auch bei uns darüber. Hoffentlich ist die Sperre bald aufgehoben, unser Sommerumsatz wird zu 90 Prozent mit Radfahrern gemacht“, ärgert sich Inhaber Didem Hasgül.
KOSTEN. Hinter der Sperre stehen notwendige Instandhaltungsarbeiten, deren Kosten sich auf etwa 20.000 Euro belaufen. Doch nicht nur finanzielle Gründe spielen eine Rolle. „Wir wollen nicht mehr allein zuständig sein“, erklärt Mayr und verweist auf die wachsenden Herausforderungen. Auslöser für die vorsichtigere Haltung der Gemeinde ist unter anderem ein Naturereignis aus dem Jahr 2023: Am 30. April kam es zu einem massiven Hangrutsch, der Schäden von über 150.000 Euro verursachte. Zwar wurde die Hälfte aus dem Katastrophenfonds gedeckt, doch die restlichen Kosten musste Roppen selbst tragen. „Und dann geht es auch noch um meine persönliche Haftung“, so Mayr. Im vergangenen Jahr hatten zudem Asphaltrisse zu drei Verletzten geführt. Der Vorwurf grober Fahrlässigkeit konnte zwar entkräftet werden, dennoch bleibt das Risiko.
WER IST WO ZUSTÄNDIG? Die Situation wird zusätzlich durch unklare Zuständigkeiten erschwert. Rund 100.000 Radfahrer nutzen den Abschnitt jährlich, der jedoch nur teilweise im Gemeindegebiet von Roppen liegt. Ein Großteil gehört zu Arzl im Pitztal, zudem besitzen die ÖBB entlang der Bahntrasse Grundstücke. Diese verweisen jedoch auf eine Vereinbarung aus dem Jahr 2003, wonach die Gemeinde für die Instandhaltung verantwortlich sei. Unterstützung gibt es lediglich bei Pflegearbeiten, nicht aber bei der Finanzierung von Schäden. Arzls Bürgermeister Josef Knabl zu Mayrs Forderung nach einer gerechteren Aufteilung der Verantwortung: „Mein Vorgänger und damals auch die Agrargemeinschaft Wald haben beim Bau des Radweges ganz klar gesagt: Man darf den Grund benützen, da der Radweg aber weit am Ort Arzl vorbeiführt, wird man sich nicht an den Kosten beteiligen. Wir sind am Inntal-Radweg nur über die alte Arzler Waldstraße vom Bahnhof aus angebunden und auf der anderen Seite über Waldele, danach Richtung Wald, von dort kommt man dann zur Benni-Raich-Brücke und von da wieder über Arzl zum Imster Bahnhof.“
WEGGEMEINSCHAFT? Durchaus auf Verständnis stößt Mayr bei Imst-Tourismus-Geschäftsführer Reinhold Werth: „Die aktuelle Situation zeigt, dass es für den betroffenen Abschnitt des Inntalradwegs eine gemeinsame und dauerhaft tragfähige Lösung braucht. Wir sind dazu in engem Austausch und um eine Klärung im Sinne aller Beteiligten bemüht. Der Bürgermeister von Roppen kann dabei auf die Unterstützung von Imst Tourismus zählen. Es braucht einen abgestimmten Zugang aller involvierten Institutionen, der sich am übergeordneten öffentlichen Interesse orientiert und Verantwortung entsprechend verteilt. Wir appellieren daher an alle Beteiligten – insbesondere auch an die Grundeigentümer wie die Gemeinde Arzl und die ÖBB sowie an das Land Tirol –, sich konstruktiv einzubringen und solidarisch an einer Lösung mitzuwirken. Ziel muss es sein, diesen wichtigen, aber schwierigen Abschnitt des Inn-talradwegs langfristig zu sichern und zu erhalten. Für die Region hat der Radweg hohe Relevanz. Er ist ein zentraler Bestandteil der sommerlichen Infrastruktur und wird sowohl von Einheimischen als auch von Gästen intensiv genutzt. Umso wichtiger ist es, rasch Klarheit zu schaffen und eine verlässliche Perspektive zu entwickeln.“ Mayr stellt indessen weiterhin klar: „Die Sperre zwischen Waldele und dem Imster Bahnhof dauert so lange, bis es eine Lösung zu den Zuständigkeiten gibt. Ich möchte wissen, wie das weitergeht.“
BELIEBTE GASTSTÄTTE BETROFFEN. Für die Betreiber des an der Strecke liegenden Restaurants Stampfer ist die Sperre natürlich alles andere als erfreulich. „Es ist schlecht für uns. Viele Gäste beschweren sich natürlich auch bei uns darüber. Hoffentlich ist die Sperre bald aufgehoben, unser Sommerumsatz wird zu 90 Prozent mit Radfahrern gemacht“, ärgert sich Inhaber Didem Hasgül.
