Reger Austausch zum Wintertourismus
Das Dialogformat „Tourismusforum on tour“ machte Halt im Hotel Hirschen in Imst
Das Dialogformat „Tourismusforum on tour“ machte Halt in Imst. Tourismuslandesrat Mario Gerber, Tirol Werbung-Geschäftsführerin Karin Seiler und Moritz Nachtschatt, Geschäftsführer von Protect our Winters Austria, diskutierten im prall gefüllten Saal des Hotel Hirschen mit dem Publikum über den Wintertourismus.
27. Oktober 2026
Stellten sich bei „Tourismusforum on tour“ in Imst den Fragen des Publikums: Tourismuslandesrat Mario Gerber, Tirol Werbung-Geschäftsführerin Karin Seiler und Moritz Nachtschatt, Geschäftsführer von Protect our Winters Austria (v. l.) Foto: Tirol Werbung /Jan Hetfleisch
Für viele Regionen und Täler ist der Wintertourismus ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Zugleich sind damit wesentliche Aspekte wie Landschaft, Klima oder der Alltag der Menschen vor Ort verbunden. Unter dem Titel „Weißer Schnee, grünes Gewissen? Der Wintertourismus zwischen Geschäft und Verantwortung“ fand kürzlich im Hotel Hirschen in Imst ein reger Austausch statt. Das Publikum beteiligte sich mit Fragen und Beiträgen an der Diskussion. Die Themenpalette reichte von Park-raumbewirtschaftung über Windräder bis zu internationalen Zuganbindungen. Tourismuslandesrat Mario Gerber hob die positiven Aspekte der Branche hervor: „Tirols Tourismus hat es stets verstanden, sich weiterzuentwickeln. Das beruht auf unseren kleinstrukturierten Familienbetrieben, die in Generationen denken. In dieser schnelllebigen Zeit bin ich überzeugt davon, dass unsere ehrlichen Urlaubserlebnisse noch stärker begeistern. Es muss uns gelingen, gemeinsam mit allen Stakeholdern den Tourismus attraktiv zu halten.“
Der Wintertourismus der Zukunft. Die anwesenden Schülerinnen und Schüler der Tiroler Fachberufsschule für Tourismus und Handel stellten die Frage, wie der Wintertourismus im Jahr 2050 aussehen könnte. Karin Seiler, Geschäftsführerin von Tirol Werbung, gab sich optimistisch. „Skifahren bleibt auch in Zukunft ein zentrales Urlaubsmotiv und wird vor allem in Höhenlagen problemlos möglich sein. Gleichzeitig investiert Tirols Tourismus schon längst in den Ausbau der Angebote ergänzend zur Piste. Dieses wird in Zukunft sicher noch wichtiger“, so Seiler. Außerdem habe es der Tiroler Tourismus in seiner langjährigen Geschichte immer schon geschafft, sich an Veränderungen anzupassen. Aus der Perspektive des Vereins Protect our Winters Austria brachte Geschäftsführer Moritz Nachtschatt die Sicht des Klima- und Naturschutzes in die Runde. „Die Wintersportbranche erbringt bereits sehr viel Transformationsleistung. Wenn es einen Schulterschluss im Tourismus gäbe und man sich auf zusätzliche Maßnahmen einigt, könnte noch viel bewegt werden. Zudem könnte mit öffentlichen Positionierungen außerhalb der eigenen Kernthemen, wie öffentliche Mobilität, verstärkt auf die eigenen Erfolge aufmerksam gemacht werden.“
Der Wintertourismus der Zukunft. Die anwesenden Schülerinnen und Schüler der Tiroler Fachberufsschule für Tourismus und Handel stellten die Frage, wie der Wintertourismus im Jahr 2050 aussehen könnte. Karin Seiler, Geschäftsführerin von Tirol Werbung, gab sich optimistisch. „Skifahren bleibt auch in Zukunft ein zentrales Urlaubsmotiv und wird vor allem in Höhenlagen problemlos möglich sein. Gleichzeitig investiert Tirols Tourismus schon längst in den Ausbau der Angebote ergänzend zur Piste. Dieses wird in Zukunft sicher noch wichtiger“, so Seiler. Außerdem habe es der Tiroler Tourismus in seiner langjährigen Geschichte immer schon geschafft, sich an Veränderungen anzupassen. Aus der Perspektive des Vereins Protect our Winters Austria brachte Geschäftsführer Moritz Nachtschatt die Sicht des Klima- und Naturschutzes in die Runde. „Die Wintersportbranche erbringt bereits sehr viel Transformationsleistung. Wenn es einen Schulterschluss im Tourismus gäbe und man sich auf zusätzliche Maßnahmen einigt, könnte noch viel bewegt werden. Zudem könnte mit öffentlichen Positionierungen außerhalb der eigenen Kernthemen, wie öffentliche Mobilität, verstärkt auf die eigenen Erfolge aufmerksam gemacht werden.“
Das Publikum im Hotel Hirschen in Imst brachte sich aktiv in die Diskussion ein. Damit wurde die Veranstaltung ihrem Motto gerecht: „Durchs Reden kemmen die Leut’ zamm.“ Ziel von „Tourismusforum on tour“ ist der direkte Austausch im gemütlichen Wirtshausambiente, um unterschiedlichen Sichtweisen eine Bühne zu geben und das gegenseitige Verständnis zu fördern. Foto: Tirol Werbung /Jan Hetfleisch
Martin Grüneis





