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Seit Baubeginn drei Unfalltote auf der A12 bei Silz

Ist die Baustelle sicher? Asfinag und Behörden sehen keinen Zusammenhang mit der Verkehrsführung.

Drei Menschen verloren seit Mitte August auf der A 12 bei Silz ihr Leben. Alle drei Unfälle ereigneten sich im Bereich einer Großbaustelle, in der der Verkehr auf einer Fahrbahn in beide Richtungen geführt wird. Getrennt sind die Fahrtrichtungen lediglich durch eine doppelte Sperrlinie. Erlaubt sind höchstens 80 km/h, an besonders sensiblen Stellen nur 60 km/h. Trotz der tragischen Unfallserie betonen Asfinag, Polizei und Behörden, dass sämtliche Sicherheitsvorschriften eingehalten würden.

20. Oktober 2026
Seit Baubeginn drei Unfalltote auf der A12 bei Silz<br />
Im Baustellenbereich der A 12 bei Silz kamen seit Mitte August drei Menschen bei schweren Verkehrsunfällen ums Leben. Foto: FF Silz
DREI TRAGÖDIEN. Den Anfang machte am 18. August eine 33-jährige Frau, die mit ihrem Auto aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn geriet und mit einem Pkw zusammenstieß. Die Frau, die zudem schwanger war, starb an den Folgen des Unfalls. Ein 51-Jähriger wurde schwer verletzt. Am 22. September verlor ein 39-jähriger Autofahrer bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Lkw sein Leben. Zuletzt starb am 13. Oktober ein 36-jähriger Pkw-Lenker, nachdem ein entgegenkommender Lastwagen auf seine Fahrbahn geraten war. Zwei weitere Personen wurden verletzt.

KEINE SICHERHEITSMÄNGEL FESTGESTELLT. Die Häufung der Unfälle wirft Fragen auf. Laut Asfinag-Sprecher Alexander Holzedl wurden jedoch alle behördlichen Sicherheitsauflagen erfüllt. Auch eine gemeinsame Überprüfung durch Experten, Polizei und Behörden nach dem zweiten Todesfall habe keine Gefahrenstellen ergeben. Verkehrsreferent Daniel Raffl von der BH Imst sieht ebenfalls keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen den Unfällen und der Baustelle. Die Polizei geht nach bisherigem Ermittlungsstand von voneinander unabhängigen Ereignissen aus.

neuerliche überprüfung. Dennoch soll die Strecke erneut überprüft werden. Sollten dabei Sicherheitsmängel festgestellt werden, kündigt die Asfinag umgehende Maßnahmen an. Die seit März laufende Sanierung zwischen Mötz und Silz umfasst Fahrbahn, Brücken und Lärmschutzanlagen. Bis Ende Oktober soll der Baustellenbereich um drei Kilometer verkürzt werden. Der Abschluss ist für Dezember 2026 vorgesehen. Alexander Holzedl: „Die drei tödlichen Unfälle erschüttern uns zutiefst. Mehrfache Überprüfungen haben ergeben, dass die Baustelle sämtliche Sicherheitsstandards erfüllt. Dennoch werden wir sie erneut umfassend kontrollieren und bei Bedarf umgehend Maßnahmen setzen. Ein direkter Zusammenhang zwischen der Baustelle und den Unfallursachen ist derzeit nicht erkennbar.“

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