Tirol-Treffs: Comeback von Dornauer?
Auftakt in Oetz mit 70 Gästen: Georg Dornauer sondiert eigene Liste
Der frühere SPÖ-Landesparteichef und Landeshauptmannstellvertreter Georg Dornauer tourt derzeit durch Tirol. Unter dem Titel „Tirol-Treffs“ bzw. „Red’ ma über Tirol“ sind wöchentlich Gesprächsrunden geplant. In Oetz kamen rund 70 Interessierte. Eine Entscheidung über eine eigene Liste zur Landtagswahl 2027 ist noch offen – es gehe ums „Herausdestillieren“, so Dornauer.
3. November 2026
Georg Dornauer tourt derzeit durch Tirol. Seinen ersten Halt mit dem Format „Dornauer’s Tirol-Treff“ machte er kürzlich in Oetz. Foto: Hirsch
Er begrüßt jeden persönlich, erkundigt sich nach dem Befinden, kennt viele beim Namen. Die Atmosphäre beim „Tirol-Treff“ in einem Café im Ötztal wirkt fast familiär. Rund 70 Interessierte waren gekommen, um mit Georg Dornauer zu sprechen. Man kennt sich, man duzt sich. Dornauer ist in Tirol kein Unbekannter: Er war Landeshauptmannstellvertreter in der Regierung Mattle, zuständig für Wohnbauförderung, Sport und Integration, Landesparteichef der Tiroler SPÖ und Bürgermeister von Sellrain. Seit Oktober 2025 ist er fraktionsloser Abgeordneter im Tiroler Landtag.
Tirol-Tour. Nach einem Jagdausflug mit Unternehmer René Benko im Herbst 2024 legte er seine Regierungs- und Parteifunktionen zurück. Am 2. Oktober 2025 schloss ihn die SPÖ aus Landtagsklub und Partei aus – offiziell begründet mit seinem Antrag, 170 Millionen Euro TIWAG-Übergewinne als Sonderdividende an die Bevölkerung zurückzugeben. Das parteiinterne Schiedsgericht bestätigte den Ausschluss im April 2026 endgültig. Seine Lage kommentierte er in Oetz mit einem Schmunzeln und einem Zitat des Skispringers Andreas Goldberger: „Wer weit springen will, muss zuerst in die Hocke gehen.“ Bis zur Landtagswahl 2027 bleibt er freier Abgeordneter, verpflichtet seinen Wählern. Sein Plan: rund 30 Gesprächsrunden landesweit unter dem Motto „Red ma über Tirol!“, um zu hören, „wo den Tirolern der Schuh drückt“, und daraus Inhalte abzuleiten.
Komm vorbei und red mit. „Komm vorbei. Red mit. Sag deine Meinung.“ Mit diesem Satz lädt Dornauer auf seiner neuen Homepage zu den „Tirol-Treffs“ ein. Darüber, ob er kandidiere oder nicht, würden letztendlich die „Tirolerinnen und Tiroler entscheiden“, heißt es dort. Es gehe nicht um eine vorgezogene Wahlkampagne, sondern um Sondierung. In Oetz formulierte er seinen Ansatz vor den Anwesenden so: „Tirol ist unsere Heimat. Und wie es hier weitergeht, geht uns alle an. Deshalb möchte ich von dir persönlich hören, was dich bewegt, was dich ärgert und was du dir für deine Zukunft wünschst. Reden wir miteinander – offen, ehrlich und auf Augenhöhe.“ Und weiter: „Bei den Tirol-Treffs geht es nicht um lange Politikerreden, sondern um persönliche Gespräche, ehrliche Meinungen und unterschiedliche Ideen.“
Was die Leute bewegt. Was die Anwesenden bewegte, wurde schnell deutlich: die erdrückenden Lebenshaltungskosten, der kaum noch leistbare Wohnraum für junge Familien, die tägliche Verkehrslawine auf den Transit- und Ausweichrouten im Ötztal, die überbordende Bürokratie für Betriebe und Vereine sowie Fragen zu Migration und Integration. Es brenne unter den Nägeln, war in Oetz offenkundig – quer durch alle Altersgruppen. Viele Wortmeldungen waren sehr konkret.
Standpunkt. Wofür steht Dornauer heute? Eine Frage, die auch in Oetz viele interessierte. Dornauer, klar und knapp, wie man ihn kennt: „Ich habe eine bürgerliche Grundeinstellung mit sozialem Background. Ich stehe zu meiner Heimatverbundenheit und in puncto Migration habe ich eine klare, konsequente Haltung – bei diesem Thema bin ich rechts der Mitte.“ Es gehe ihm nicht um ideologische Farbspiele, sondern darum, dort anzupacken, wo es nötig scheint, umzusetzen. Dornauer betonte an dem Abend erneut: „Es ist heute keine Partei-
gründung oder Mitgliederwerbung.“ Und dennoch: Seine Lust an Politik sei „nach wie vor ungebrochen“ und er bekomme laufend positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung mit der Bitte, anzutreten. Trotz des jähen Endes seiner SPÖ-Karriere will er weiter gestalten: „Ich war immer der, der gern umgesetzt hat, und ich glaube, dass es noch einiges zu tun gäbe.“ Ob daraus eine eigene Liste wird, lässt er offen. Es gehe ums Sondieren, ums „Herausdestillieren“ der Themen.
Wagnis eigene Liste: Dass die Gründung einer eigenen Liste ein Wagnis wäre, ist ihm bewusst. „Es braucht einfach Mut und natürlich den Rückhalt aus der Bevölkerung und Mitstreiter“, so Dornauer am Rande des Treffens. Reine Oppositionspolitik sei dabei nicht sein Ziel: „Wenn ich antrete, dann wäre mein Ziel, dass man so viele Stimmen erreicht, um wirklich mitgestalten zu können und nicht nur dabei zu sein.“ Bis dahin will er zuhören – wöchentlich an einem anderen Ort in Tirol – und Anfang 2027 über eine eigene Liste und seine Kandidatur entscheiden.
Tirol-Tour. Nach einem Jagdausflug mit Unternehmer René Benko im Herbst 2024 legte er seine Regierungs- und Parteifunktionen zurück. Am 2. Oktober 2025 schloss ihn die SPÖ aus Landtagsklub und Partei aus – offiziell begründet mit seinem Antrag, 170 Millionen Euro TIWAG-Übergewinne als Sonderdividende an die Bevölkerung zurückzugeben. Das parteiinterne Schiedsgericht bestätigte den Ausschluss im April 2026 endgültig. Seine Lage kommentierte er in Oetz mit einem Schmunzeln und einem Zitat des Skispringers Andreas Goldberger: „Wer weit springen will, muss zuerst in die Hocke gehen.“ Bis zur Landtagswahl 2027 bleibt er freier Abgeordneter, verpflichtet seinen Wählern. Sein Plan: rund 30 Gesprächsrunden landesweit unter dem Motto „Red ma über Tirol!“, um zu hören, „wo den Tirolern der Schuh drückt“, und daraus Inhalte abzuleiten.
Komm vorbei und red mit. „Komm vorbei. Red mit. Sag deine Meinung.“ Mit diesem Satz lädt Dornauer auf seiner neuen Homepage zu den „Tirol-Treffs“ ein. Darüber, ob er kandidiere oder nicht, würden letztendlich die „Tirolerinnen und Tiroler entscheiden“, heißt es dort. Es gehe nicht um eine vorgezogene Wahlkampagne, sondern um Sondierung. In Oetz formulierte er seinen Ansatz vor den Anwesenden so: „Tirol ist unsere Heimat. Und wie es hier weitergeht, geht uns alle an. Deshalb möchte ich von dir persönlich hören, was dich bewegt, was dich ärgert und was du dir für deine Zukunft wünschst. Reden wir miteinander – offen, ehrlich und auf Augenhöhe.“ Und weiter: „Bei den Tirol-Treffs geht es nicht um lange Politikerreden, sondern um persönliche Gespräche, ehrliche Meinungen und unterschiedliche Ideen.“
Was die Leute bewegt. Was die Anwesenden bewegte, wurde schnell deutlich: die erdrückenden Lebenshaltungskosten, der kaum noch leistbare Wohnraum für junge Familien, die tägliche Verkehrslawine auf den Transit- und Ausweichrouten im Ötztal, die überbordende Bürokratie für Betriebe und Vereine sowie Fragen zu Migration und Integration. Es brenne unter den Nägeln, war in Oetz offenkundig – quer durch alle Altersgruppen. Viele Wortmeldungen waren sehr konkret.
Standpunkt. Wofür steht Dornauer heute? Eine Frage, die auch in Oetz viele interessierte. Dornauer, klar und knapp, wie man ihn kennt: „Ich habe eine bürgerliche Grundeinstellung mit sozialem Background. Ich stehe zu meiner Heimatverbundenheit und in puncto Migration habe ich eine klare, konsequente Haltung – bei diesem Thema bin ich rechts der Mitte.“ Es gehe ihm nicht um ideologische Farbspiele, sondern darum, dort anzupacken, wo es nötig scheint, umzusetzen. Dornauer betonte an dem Abend erneut: „Es ist heute keine Partei-
gründung oder Mitgliederwerbung.“ Und dennoch: Seine Lust an Politik sei „nach wie vor ungebrochen“ und er bekomme laufend positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung mit der Bitte, anzutreten. Trotz des jähen Endes seiner SPÖ-Karriere will er weiter gestalten: „Ich war immer der, der gern umgesetzt hat, und ich glaube, dass es noch einiges zu tun gäbe.“ Ob daraus eine eigene Liste wird, lässt er offen. Es gehe ums Sondieren, ums „Herausdestillieren“ der Themen.
Wagnis eigene Liste: Dass die Gründung einer eigenen Liste ein Wagnis wäre, ist ihm bewusst. „Es braucht einfach Mut und natürlich den Rückhalt aus der Bevölkerung und Mitstreiter“, so Dornauer am Rande des Treffens. Reine Oppositionspolitik sei dabei nicht sein Ziel: „Wenn ich antrete, dann wäre mein Ziel, dass man so viele Stimmen erreicht, um wirklich mitgestalten zu können und nicht nur dabei zu sein.“ Bis dahin will er zuhören – wöchentlich an einem anderen Ort in Tirol – und Anfang 2027 über eine eigene Liste und seine Kandidatur entscheiden.





