Tohuwabohu im Kindergarten
Obsteiger Bürgermeister mit Vorwürfen konfrontiert
Beim Kindergarten Holzleiten läuft seit einiger Zeit nicht mehr alles rund, wie von verschiedenen Seiten zu vernehmen ist. So sorgten sich einige Erziehungsberechtigte darum, ob an allen Tagen Nachmittagsbetreuung stattfinden wird, und die Spielgeräte im Außenbereich sind ein Jahr nach einem kritischen TÜV-Bericht immer noch nicht gerichtet. Bürgermeister Erich Mirth weist nach Vorwürfen von Eltern, Pädagogen und Gemeinderäten die Verantwortung von sich.
28. Oktober 2026
Aus Sicherheitsgründen wurden die Spielgeräte beim Kindergarten Holzleiten gesperrt. Bürgermeister Erich Mirth sieht keine Gefahr in Verzug. Foto: Dorn
Die Wogen gehen wieder einmal hoch in Obsteig und im Gemeinderat herrscht dicke Luft: Dieses Mal aber nicht wegen der geplanten Geflügelfarm, für die es zwar keine Widmung, aber vor Kurzem erneut eine Bauverhandlung gegeben hat (die RUNDSCHAU wird wieder berichten), sondern wegen der aktuellen Situation im Kindergarten Holzleiten. Denn dort können nicht nur die Spielgeräte nicht mehr verwendet werden, sondern auch die Nachmittagsbetreuung stand zumindest bis vor wenigen Tagen auf der Kippe: Nachdem durch einen personellen Ausfall einer Vollzeitkraft die Betreuung am Nachmittag über einige Monate nur durch Überstunden der anderen Mitarbeiterinnen gewährleistet werden konnte, wandten sich diese laut einem Elternbrief an Bürgermeister Erich Mirth, um eine Lösung zu finden. „Der Bürgermeister weiß seit Anfang des Kindergartenjahres Bescheid. Ich habe um Unterstützung gebeten, aber bis dato keine Antwort erhalten“, informierte der Kindergarten schließlich die Eltern darüber, dass vielleicht keine Nachmittagsbetreuung mehr angeboten werden könne. Der personelle Engpass ist neben dem personellen Ausfall auch einer Verlängerung der Betreuungszeiten und der Verkürzung von Arbeitszeiten geschuldet. So entstand eine negative Stundenbilanz von über vierzig Wochenstunden, die derzeit von vier Mitarbeiterinnen kompensiert werden muss.
WER TRÄGT VERANTWORTUNG? Auch von Seiten des Gemeinderats kommt nun scharfe Kritik am Dorfchef: „Es ist nichts geschehen, obwohl die Kindergartenleitung davon geschrieben hat, dass alle an ihren Grenzen angekommen sind. Das hätte normalerweise geregelt gehört, aber es ist nach keiner Lösung gesucht worden“, ärgert sich Vizebürgermeister Elmar Partner über Mirth und Gemeinderat Michael Huter wird noch schärfer: „Der Bürgermeister hat die Frauen im Stich gelassen. Die haben am Montag noch nicht gewusst, ob sie am Dienstag öffnen können. Ich hab das Gefühl, das ist eine persönliche Sache vom Bürgermeister.“ Dieser weist alle Anschuldigungen von sich: So sei die Kindergartenleitung gefordert, „Lösungsvorschläge zu unterbreiten“, um mit den vorhandenen Stunden die Betreuung zu gewährleisten, so Mirth:„Wir haben keinen Personalpool, auf den wir zugreifen können.“ Wenn dadurch Überstunden entstehen würden, wäre die Gemeinde auch bereit, diese per Zeitguthaben oder Auszahlung abzugelten. Aber er könne nicht den Stundenplan der Pädagoginnen ausarbeiten, das wäre Sache der Leitung, so der Dorfchef. Dass dann ohne Zustimmung des Erhalters, sprich der Gemeinde, ein Schreiben an alle Eltern hinausging, kritisiert Mirth. Nun wurde zumindest kurzfristig eine Übergangslösung gefunden.
GEFAHR IM VERZUG? Dass die Spielgeräte nun vom Kindergarten mittels Absperrband gesperrt wurden, hält der Dorfchef für eine Übertreibung: Zwar habe der TÜV letztes Jahr einige Beanstandungen gehabt, aber von Gefahr in Verzug sei keine Rede gewesen und man würde auch im Budget für das kommende Jahr eine Summe veranschlagen. Vielleicht müssten einige Geräte auch ausgetauscht werden. Dass die Gemeindearbeiter nichts hätten richten dürfen, wie von einem Gemeinderat zu vernehmen war, stimme auf jeden Fall nicht, sondern sie hätten sehr wohl etwas repariert. Außerdem könne die Kindergartenleitung auch von sich aus Geräte erneuern, dafür hätte sie ja ein Budget, so der Dorfchef weiter. Mangelhaft sind inzwischen sowohl tragende Balken an Rutsche und Schaukel, die sichtbar morsch sind, als auch deren Plastikteile, die durch die Witterung von Jahren spröde geworden sind. Da bleibt die Frage offen, wer bezüglich Betreuungszeiten und Spielgeräten Verantwortung und Entscheidungsgewalt besitzt.
WER TRÄGT VERANTWORTUNG? Auch von Seiten des Gemeinderats kommt nun scharfe Kritik am Dorfchef: „Es ist nichts geschehen, obwohl die Kindergartenleitung davon geschrieben hat, dass alle an ihren Grenzen angekommen sind. Das hätte normalerweise geregelt gehört, aber es ist nach keiner Lösung gesucht worden“, ärgert sich Vizebürgermeister Elmar Partner über Mirth und Gemeinderat Michael Huter wird noch schärfer: „Der Bürgermeister hat die Frauen im Stich gelassen. Die haben am Montag noch nicht gewusst, ob sie am Dienstag öffnen können. Ich hab das Gefühl, das ist eine persönliche Sache vom Bürgermeister.“ Dieser weist alle Anschuldigungen von sich: So sei die Kindergartenleitung gefordert, „Lösungsvorschläge zu unterbreiten“, um mit den vorhandenen Stunden die Betreuung zu gewährleisten, so Mirth:„Wir haben keinen Personalpool, auf den wir zugreifen können.“ Wenn dadurch Überstunden entstehen würden, wäre die Gemeinde auch bereit, diese per Zeitguthaben oder Auszahlung abzugelten. Aber er könne nicht den Stundenplan der Pädagoginnen ausarbeiten, das wäre Sache der Leitung, so der Dorfchef. Dass dann ohne Zustimmung des Erhalters, sprich der Gemeinde, ein Schreiben an alle Eltern hinausging, kritisiert Mirth. Nun wurde zumindest kurzfristig eine Übergangslösung gefunden.
GEFAHR IM VERZUG? Dass die Spielgeräte nun vom Kindergarten mittels Absperrband gesperrt wurden, hält der Dorfchef für eine Übertreibung: Zwar habe der TÜV letztes Jahr einige Beanstandungen gehabt, aber von Gefahr in Verzug sei keine Rede gewesen und man würde auch im Budget für das kommende Jahr eine Summe veranschlagen. Vielleicht müssten einige Geräte auch ausgetauscht werden. Dass die Gemeindearbeiter nichts hätten richten dürfen, wie von einem Gemeinderat zu vernehmen war, stimme auf jeden Fall nicht, sondern sie hätten sehr wohl etwas repariert. Außerdem könne die Kindergartenleitung auch von sich aus Geräte erneuern, dafür hätte sie ja ein Budget, so der Dorfchef weiter. Mangelhaft sind inzwischen sowohl tragende Balken an Rutsche und Schaukel, die sichtbar morsch sind, als auch deren Plastikteile, die durch die Witterung von Jahren spröde geworden sind. Da bleibt die Frage offen, wer bezüglich Betreuungszeiten und Spielgeräten Verantwortung und Entscheidungsgewalt besitzt.






