Unterstützung der Obsteiger Brandopfer
Ein Update der laufenden Maßnahmen
Anfang Oktober verloren vier Familien in Obsteig bei einem verheerenden Brand ihr gesamtes Hab und Gut. Eine große Welle der Solidarität nach dem Motto „Obsteiger helfen Obsteigern“ lief an und geht weiter. Die RUNDSCHAU bat Bürgermeister Erich Mirth um einen aktuellen Bericht über die angelaufene Hilfe in dieser problembelasteten Lage.
13. Oktober 2026
Vier Familien verloren bei dem Großbrand Anfang Oktober in Obsteig ihr gesamtes Hab und Gut. Foto: FF Silz
„Direkt im Anschluss an die Brandkatastrophe, die vermutlich durch einen technischen Defekt in einem Carport ausgelöst wurde, ist die Soforthilfe angelaufen. Als Erstes hat das Rote Kreuz weitergeholfen mit Bekleidung aus dem Fundus des Kleiderladens. Alles andere Notwendige wurde neu gekauft, wie zum Beispiel Unterwäsche oder Hygieneartikel“, berichtet Erich Mirth. „Sehr großer Dank geht an René Föger vom Hotel Stern, der drei Familien sofort aufgenommen hat. Eine Familie ist bei Freunden in der Nachbarschaft untergebracht. Das ist insofern wichtig, als wenigstens die Sorge um einen vorübergehenden Verbleib genommen wurde.“ Da sich der Brand in der Nacht vom ersten auf den zweiten Oktober ereignete, musste in weiterer Folge auch in Form von Bargeld weitergeholfen werden, denn alle Bankomatkarten sind verbrannt und Geldinstitute über das Wochenende geschlossen. „Das hat das Land Tirol in Kooperation mit ,Netzwerk Tirol hilft‘ übernommen. Meine weitere Aufgabe gleich im Anschluss bestand darin, die Brandruinen behördlich zu sperren und sofort die Statik prüfen zu lassen. Denn es ging darum, ob und wohin sich die Sachverständigen in den Ruinen bewegen können. Seither wurde der Schaden schon großteils aufgenommen, die Ermittlungen sind aber noch nicht abgeschlossen. Abgesehen davon bin ich auch Schnittstelle zur Hausverwaltung, denn die Gebäudeversicherungen laufen über sie. Großer Dank gebührt auch der TINETZ, die sofort die betroffenen Gebäude vom Stromnetz genommen und die weitere Stromversorgung der gesamten Anlage sichergestellt hat.“
Planung der Sanierungsarbeiten und Unterkünfte. „Derzeit wird seitens der Sachverständigen intensiv daran gearbeitet, zu schauen, ob beziehungsweise was saniert werden kann oder ob alles abgerissen werden muss. Es geht um die Frage: retten, erhalten oder komplett neu errichten? Die Betroffenen selber kümmern sich derzeit um die Inventar- und Fahrzeugversicherungen. Aufgrund des Statikberichtes war es auch möglich, Feuerwehrleute in Schutzkleidung und mit Atemschutz nach Anleitung der Eigentümer in die Brandruinen gehen zu lassen, um zu prüfen, ob noch Dokumente oder auch Fotoalben an konkret genannten Stellen zu finden sind. Da ist Etliches noch relativ unversehrt gefunden worden, was für die betroffenen Familien enorm viel wert ist. Im Moment fungieren wir als Gemeinde auch als Schnittstelle in Sachen Unterkunft bis nach dem Wiederaufbau und Sachspenden. Die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung ist enorm, dafür an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön.“
Mobilität und Spendenkonto. „Weiters haben wir uns um die Mobilität gekümmert. Aufgrund der Berichterstattung ist die Firma Manfred Neurauter aufmerksam geworden und hat als „Rundumpaket“ Fahrzeuge kostenlos zur Verfügung gestellt. Das heißt, mit Vignette und Winterausrüstung. Darüber hinaus ist große Bewegung auf dem Spendenkonto „Obsteiger helfen Obsteigern“: IBAN AT 483633600000213637, das bis auf Weiteres geöffnet bleibt. Die eingegangenen Summen werden für Ausgaben des täglichen Gebrauchs wie zum Beispiel Lebensmittel oder eine Tankfüllung fürs Fahrzeug verwendet. Da wird nach Notwendigkeit außerhalb der Versicherungsleistungen geholfen.“
Gesprächsangebote des Kriseninterventionsdienstes und Dank an Alle. Abgesehen von den faktischen Unterstützungen gibt es vom Kriseninterventionsdienst Gesprächsmöglichkeiten, nicht nur für die betroffenen Familien, sondern auch für das Umfeld im Seepark. „Heute haben wir wieder eine Runde für die Nachbarn, die Fragen haben oder die mit Unsicherheit im Alltag kämpfen. Wir versuchen, eine gemeinsame Aufarbeitung der Geschehnisse mit dem Team vom Roten Kreuz zu ermöglichen“, so Mirth. Ein besonderes Anliegen ist Bürgermeister Mirth auch der Dank an alle Gemeindemitarbeiterinnen und -mitarbeiter, „denn, dass der normale Betrieb in so einer Situation parallel reibungslos weiterläuft, ist keine Selbstverständlichkeit!“ Die RUNDSCHAU bleibt dran und informiert über weitere Maßnahmen.
Planung der Sanierungsarbeiten und Unterkünfte. „Derzeit wird seitens der Sachverständigen intensiv daran gearbeitet, zu schauen, ob beziehungsweise was saniert werden kann oder ob alles abgerissen werden muss. Es geht um die Frage: retten, erhalten oder komplett neu errichten? Die Betroffenen selber kümmern sich derzeit um die Inventar- und Fahrzeugversicherungen. Aufgrund des Statikberichtes war es auch möglich, Feuerwehrleute in Schutzkleidung und mit Atemschutz nach Anleitung der Eigentümer in die Brandruinen gehen zu lassen, um zu prüfen, ob noch Dokumente oder auch Fotoalben an konkret genannten Stellen zu finden sind. Da ist Etliches noch relativ unversehrt gefunden worden, was für die betroffenen Familien enorm viel wert ist. Im Moment fungieren wir als Gemeinde auch als Schnittstelle in Sachen Unterkunft bis nach dem Wiederaufbau und Sachspenden. Die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung ist enorm, dafür an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön.“
Mobilität und Spendenkonto. „Weiters haben wir uns um die Mobilität gekümmert. Aufgrund der Berichterstattung ist die Firma Manfred Neurauter aufmerksam geworden und hat als „Rundumpaket“ Fahrzeuge kostenlos zur Verfügung gestellt. Das heißt, mit Vignette und Winterausrüstung. Darüber hinaus ist große Bewegung auf dem Spendenkonto „Obsteiger helfen Obsteigern“: IBAN AT 483633600000213637, das bis auf Weiteres geöffnet bleibt. Die eingegangenen Summen werden für Ausgaben des täglichen Gebrauchs wie zum Beispiel Lebensmittel oder eine Tankfüllung fürs Fahrzeug verwendet. Da wird nach Notwendigkeit außerhalb der Versicherungsleistungen geholfen.“
Gesprächsangebote des Kriseninterventionsdienstes und Dank an Alle. Abgesehen von den faktischen Unterstützungen gibt es vom Kriseninterventionsdienst Gesprächsmöglichkeiten, nicht nur für die betroffenen Familien, sondern auch für das Umfeld im Seepark. „Heute haben wir wieder eine Runde für die Nachbarn, die Fragen haben oder die mit Unsicherheit im Alltag kämpfen. Wir versuchen, eine gemeinsame Aufarbeitung der Geschehnisse mit dem Team vom Roten Kreuz zu ermöglichen“, so Mirth. Ein besonderes Anliegen ist Bürgermeister Mirth auch der Dank an alle Gemeindemitarbeiterinnen und -mitarbeiter, „denn, dass der normale Betrieb in so einer Situation parallel reibungslos weiterläuft, ist keine Selbstverständlichkeit!“ Die RUNDSCHAU bleibt dran und informiert über weitere Maßnahmen.





