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Volksschüler tauften Tunnelbohrmaschine

Kraftwerksprojekt Imst-Haiming: „HAIMO“ bahnt sich seinen Weg über 10,5 Kilometer von Haiming nach Imst

Seit dem offiziellen Spatenstich im vergangenen Oktober laufen die Arbeiten am neuen TIWAG-Kraftwerksprojekt Innstufe Imst-Haiming auf Hochtouren. Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist der 14 Kilometer lange unterirdische Triebwasserweg, der über rund 10,5 Kilometer von Haiming bis zur Innquerung beim Bahnhof Imst-Pitztal mittels Tunnelbohrmaschine aufgefahren wird. Im Vorfeld des Tags der offenen Baustelle am vergangenen Samstag wurde die Tunnelbohrmaschine offiziell getauft. Mit dabei waren auch die Schülerinnen und Schüler der Volksschule Haiming, die der imposanten Maschine einen Namen gaben.
2. Juni 2026 | von Martin Grüneis
Volksschüler tauften Tunnelbohrmaschine<br />
Die Schülerinnen und Schüler blickten gespannt auf die Enthüllung der über 200 Meter langen und 2.000 Tonnen schweren Tunnelbohrmaschine und den Namen, den sie trägt. Foto: Grüneis
Beeindruckt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler der Volksschule Haiming von der Baustelle des TIWAG-Kraftwerks. So durften sie unter anderem einen Blick in die Kaverne werfen, bevor sie zur zunächst noch verhüllten Tunnelbohrmaschine kamen. Gespannt warteten die Kinder darauf, welcher Name sich schließlich durchgesetzt hatte. Zuvor galt es jedoch, noch einige Fragen von TIWAG-Vorstandsdirektor Alexander Speckle zum Durchmesser, zur Länge und zum Gewicht der Tunnelbohrmaschine zu beantworten. Buchstabe für Buchstabe erschien schließlich hinter dem Vorhang: Die Maschine trägt nun offiziell den Namen „HAIMO“. Die Idee stammt von den Schülerinnen und Schülern der 3b-Klasse, die im Unterricht zahlreiche kreative Vorschläge gesammelt hatten. Die öffentliche Abstimmung erfolgte über die TIWAG-Homepage. In einem knappen Rennen setzte sich „HAIMO“ gegen „Bohrtschi“ und „Steinbeißer“ durch, die es ebenfalls in die Endauswahl geschafft hatten. „Mit so einem tollen Namen kann der Vortrieb nur erfolgreich verlaufen“, freut sich TIWAG-Vorstandsdirektor Speckle mit den Schülerinnen und Schülern über die kreativen Ideen und die gelungene Namensfindung. „Die große Begeisterung der Kinder bei ihrer Mitarbeit zeigt, wie sehr das Projekt auch in der Region verankert ist. Mit der Umsetzung tragen wir nicht nur zur Energieunabhängigkeit Tirols mit sauberem, erneuerbarem Strom bei, sondern schaffen auch Arbeitsplätze und Wertschöpfung direkt in der Region.“

Wasser doppelt nutzen. In den kommenden drei Jahren wird sich „HAIMO“ von der Kraftwerksbaustelle in Haiming aus durch den Fels vorarbeiten und den Druckstollen mit einem Durchmesser von 8,2 Metern auffahren. Der Teil des Tunnelvortriebs von Imsterberg bis zur Innquerung wird zusätzlich im konventionellen Verfahren durchgeführt. Die Innstufe Imst-Haiming ist als Ausleitungskraftwerk konzipiert. Es nutzt die im bestehenden TIWAG-Kraftwerk Prutz-Imst bereits abgearbeitete Wassermenge noch einmal zur Stromgewinnung. Dazu wird das Triebwasser von Imsterberg nach Haiming geleitet, wo es in einem unterirdischen Kavernenkraftwerk mithilfe zweier Francis-Turbinen zur Erzeugung von rund 252 Millionen kWh erneuerbarem Strom pro Jahr genutzt wird. Anschließend wird das Wasser über ein neues Ausgleichsbecken bei Haiming in den Inn zurückgeführt. Die Bauzeit ist mit rund fünf Jahren veranschlagt, die Inbetriebnahme des Kraftwerks 2030 vorgesehen. TIWAG investiert in die Umsetzung des Projekts rund 680 Millionen Euro.

Rekordinvestitionen. Mit Investitionen von insgesamt 574 Millionen Euro im vergangenen Jahr setzt die TIWAG ein klares Signal für Versorgungssicherheit, regionale Wertschöpfung und Energieunabhängigkeit. „Ein wesentlicher Teil davon floss in die Großprojekte Kühtai und Tauernbach-Gruben, die noch im Laufe des Jahres fertiggestellt werden, sowie in das aktuell laufende Kraftwerksprojekt Imst-Haiming“, berichtet TIWAG-Vorstand Alexander Speckle. Der Investitionshöchststand von 2025 wird 2026 voraussichtlich nochmal getoppt: Für 2026 sind Ausgaben in Höhe von 585 Millionen Euro vorgesehen. Das Konzernergebnis liegt nach dem außergewöhnlich starken Vorjahr um 7,7 Prozent darunter, der Umsatz bleibt mit 1,818 Milliarden Euro (2024: 1,978 Mrd. Euro) auf konstantem Niveau.
Volksschüler tauften Tunnelbohrmaschine<br />
Die Schülerinnen und Schüler durften sich mit ihren Namen auf der Tunnelbohrmaschine verewigen. Foto: Grüneis
Volksschüler tauften Tunnelbohrmaschine<br />
TIWAG-Vorstandsdirektor Alexander Speckle (l.) und TIWAG-Bauleiter Johannes Pircher mit den siegreichen Schülerinnen und Schülern der 3b mit Klassenlehrer Michael Thurner (r.). Foto: Grüneis

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