Wiedergeburt eines Juwels
Bichlmühle in Sölden erstrahlt in neuem Glanz
Dort, wo vor Kurzem noch eine einsturzgefährdete Ruine mitten im Gestrüpp stand, wurde dank fleißiger Hände das fast vergessene Handwerk des Kornmahlens wieder zum Leben erweckt. Zu verdanken ist das Viertelbesitzer Thomas Riml, Tischlermeister Ferdinand Plattner und vielen fleißigen Helfern und Unterstützern.
18. August 2026
Das Innenleben der Mühle konnte dank des Wissens von Mühlenexperten Ferdinand Plattner wiederbeschafft und aktiviert werden. Foto: Dorn
Noch Mitte des vorigen Jahrhunderts gehörten wasserbetriebene Getreidemühlen zum typischen Ortsbild Tirols, so auch im hinteren Ötztal. Mit der Industrialisierung verloren sie aber nach und nach ihre Bedeutung und die schmucken Gebäude verfielen zunehmend. So auch die kleine Bichlmühle im gleichnamigen Ortsteil, die als eine der letzten von rund 40 Mühlen in Sölden ab den 60er-Jahren nach und nach in sich zusammenfiel. Dass das kleine Gebäude nicht endgültig zusammenstürzte, war schließlich ihrem Viertelbesitzer Thomas Riml zu verdanken, der zunächst das Kittendach und das Fundament aus Trockenmauern wieder instand setzte sowie zahlreiche Balken austauschte. „Es war eher fünf Minuten nach zwölf als fünf Minuten vor zwölf“, beschreibt der gelernte Zimmermann den damaligen Gesamtzustand der Mühle.
ALTES HANDWERK WIEDERBELEBT. Doch damit war die Arbeit längst nicht getan und Riml setzte es sich zum Ziel, auch die Mühle selbst mit ihrem riesigen Wasserrad, der Holzrinne, in die ein Teil des Berghoferbachs geleitet werden kann, und das gesamte Innenleben der Mühle wieder zu beschaffen. Mit Tischlermeister und Mühlenexperten Ferdinand Plattner besorgte er ein altes Kammrad, den Mühlbock und die Steine aus dem Ventertal, die dieser restaurierte und mit einem vollständig neu hergestellten Wasserrad in die Mühle einbaute. Unterstützt wurden die beiden von zahlreichen fleißigen Händen, wie Rimls Brüdern und der Gemeinde Sölden sowie dem TVB Ötztal und dem Regionalmanagement Imst, die das Gesamtprojekt mitfinanzieren. Das Gebäude ist nun wieder instand gesetzt und schon beim ersten Versuch verrichtete die Mühle ihre Aufgabe zu aller Zufriedenheit und mahlte das ihr beigegebene Korn, als hätte sie nie etwas anderes getan. Was nun noch fehlt, ist der Zu- und Ablauf des Wassers sowie die Gestaltung des Außenbereichs, was voraussichtlich noch heuer erfolgen wird.
ALTES HANDWERK WIEDERBELEBT. Doch damit war die Arbeit längst nicht getan und Riml setzte es sich zum Ziel, auch die Mühle selbst mit ihrem riesigen Wasserrad, der Holzrinne, in die ein Teil des Berghoferbachs geleitet werden kann, und das gesamte Innenleben der Mühle wieder zu beschaffen. Mit Tischlermeister und Mühlenexperten Ferdinand Plattner besorgte er ein altes Kammrad, den Mühlbock und die Steine aus dem Ventertal, die dieser restaurierte und mit einem vollständig neu hergestellten Wasserrad in die Mühle einbaute. Unterstützt wurden die beiden von zahlreichen fleißigen Händen, wie Rimls Brüdern und der Gemeinde Sölden sowie dem TVB Ötztal und dem Regionalmanagement Imst, die das Gesamtprojekt mitfinanzieren. Das Gebäude ist nun wieder instand gesetzt und schon beim ersten Versuch verrichtete die Mühle ihre Aufgabe zu aller Zufriedenheit und mahlte das ihr beigegebene Korn, als hätte sie nie etwas anderes getan. Was nun noch fehlt, ist der Zu- und Ablauf des Wassers sowie die Gestaltung des Außenbereichs, was voraussichtlich noch heuer erfolgen wird.







