Wo Fußball Schule macht und Talente wachsen
Bezirksreferent Joshua Harold sieht großes Potenzial für die Schülerliga
12. Feber 2026 | von
Albert Unterpirker
Schülerliga-Bezirksreferent Joshua Harold mit zwei ITMS-Kickern, die Perspektive haben: Fatih Bidav (l., 12) und Noah Schranz (11).
Fotos: Unterpirker
Fotos: Unterpirker
Die Schülerliga ist mittlerweile aus dem Nachwuchs-Fußballgeschehen nicht mehr wegzudenken. Ein wesentlicher Schritt war die Umstellung vom bisherigen Meisterschaftsmodus auf einen Turniermodus (Standorte Silz, Längenfeld und Imst). Diese Form bringt nicht zuletzt mehr Dynamik, kürzere Entscheidungswege und für die Kinder vor allem echte Wettkampfatmosphäre. Jedes Turnier ist ein Ereignis, jedes Spiel zählt. Parallel dazu wurde das sportliche Angebot klar definiert: Gespielt wird einerseits am Rasen im Modus neun gegen neun, andererseits im Winter in der Halle im Futsal-Bewerb fünf gegen fünf. Futsal wird dabei mit einem kleineren Ball gespielt, ist deutlich schneller und technisch anspruchsvoll. Beide Bewerbe werden bewusst gleichwertig behandelt. Die Altersklasse der Schülerliga umfasst Kinder mit dem Stichtag 1.1.2013 und jünger, bei den Mädchen gilt der Stichtag 1.1.2012 (alles läuft altersmäßig offiziell als U13-Bewerb, Anm.).
OFFEN. Die Schülerliga ist ausdrücklich offen für alle Kinder, die dieser Jahrgangsregelung entsprechen. Gerade im Mädchenbereich gibt es noch großen Entwicklungsbedarf, und obwohl es bereits eine eigene Mädchen-Schülerliga gibt, wünscht man sich hierzulande deutlich mehr Mädchenmannschaften. Indessen liegt ein zentraler Faktor für das steigende ballesterische Schülerliga-Niveau in der Schule selbst. Fußball wurde in den vergangenen Jahren gezielt und strukturiert in den Schulalltag integriert, aktuell an der ITMS Imst, zuvor bereits am BRG Imst. Diese Schwerpunktsetzung zeigt Wirkung. Das Spielverständnis, die technische Qualität und auch die taktische Reife der Kinder sind deutlich gestiegen, das sieht man auch bei den Bewerben. Besonders sichtbar ist das u. a. an der Mittelschule Oberstadt, die aktuell vier Fußballklassen führt, bekannt unter dem Schlagwort KickIT. Dort unterrichtet auch der neue Bezirksreferent der Schülerliga im Bezirk Imst, Joshua Harold.
PASSION. Der 31-Jährige hat im Sommer 2025 die Nachfolge von Marcel Niederbacher angetreten, der dieses Amt bis dahin innehatte. Harold ist Lehrer für Mathematik und Sport, Klassenvorstand der 2b, langjähriger aktiver Spieler beim SC Imst und aktuell Teil der zweiten Kampfmannschaft, die heuer um den Aufstieg in die Tiroler Liga spielt. Apropos: Ein möglicher Aufstieg wäre bereits der dritte Durchmarsch (!) in den Verbandsligen in Folge. Derweil hatte Harolds Wechsel von der Musikmittelschule Unterstadt zur Mittelschule Oberstadt einen einfachen Grund: „Fußball ist meine Passion“, sagt der Imster. Als Bezirksreferent ist er in die Belange der Schülerliga organisatorisch stark eingebunden. Er organisiert u. a. das Bezirksfinale, kümmert sich um Presse- und Equipment-Management, besucht Tagungen und fungiert als Sprachrohr des Landesreferenten Walter Zimmermann (Kitzbühel). Klar umreißt Harold beim RUNDSCHAU-Gespräch seine Vision.
ZENTRALE. „Cool wäre, wenn es mal ein Bundesfinale in Imst gäbe!“ Die infrastrukturellen Voraussetzungen wären vorhanden, das Sportzentrum in Imst gilt als eines der besten im Land. Gespräche wurden mit Entscheidungsträgern bereits geführt. Inhaltlich sieht Harold die Schülerliga als Ort, an dem sich die Talente von morgen zeigen. Und diese Talente kommen zunehmend aus dem Tiroler Oberland und aus dem Bezirk Imst. Gleichzeitig sieht er Lücken im bestehenden Fördersystem. Sein Wunsch ist eine zentrale Anlaufstelle im Bezirk für Kinder, die weder im Vor-LAZ noch im LAZ sind, um auch ihnen ein professionelles zu Umfeld bieten. Dafür brauche es einen Verein, der Verantwortung übernimmt, sowie einen Pool, in dem Talente gezielt weiterentwickelt werden. Diese Schritte würden klar in Richtung Leistungssport führen, ohne den breiten Zugang aufzugeben. Harold: „Ich wünsche mir, dass jedes Kind die Liebe zum Fußball erlebt!“
KONZEPTE. Ein weiteres Kernthema ist die Qualität der Trainer. Gute Ausbildung, klare Konzepte und ausreichend Zeit mit dem Ball seien entscheidend. Harold formuliert es pragmatisch: „Trainingseinheiten, in denen Kinder 90 Minuten lang tatsächlich Fußball spielen, lernen und sich entwickeln können.“ Positiv hebt er dabei die Trainerausbildungsschiene des Tiroler Fußballverbandes hervor: „Der Tiroler Fußballverband macht das richtig gut.“ Langfristig bleibt ein weiterer großer Wunsch bestehen: dass es eine Mannschaft aus dem Bezirk Imst schafft, sich für ein österreichisches Bundesfinale zu qualifizieren – egal ob im Futsal oder im Freien. Die Schülerliga im Bezirk zeigt jedenfalls, dass die Grundlagen dafür schon vorhanden sind. Sie verbindet Schule, Verein und Verband, sie schafft Breite und erkennt Spitze. Vor allem aber bietet sie Kindern Raum, sich sportlich und menschlich zu entwickeln. Und genau darin liegt ihre Stärke.
OFFEN. Die Schülerliga ist ausdrücklich offen für alle Kinder, die dieser Jahrgangsregelung entsprechen. Gerade im Mädchenbereich gibt es noch großen Entwicklungsbedarf, und obwohl es bereits eine eigene Mädchen-Schülerliga gibt, wünscht man sich hierzulande deutlich mehr Mädchenmannschaften. Indessen liegt ein zentraler Faktor für das steigende ballesterische Schülerliga-Niveau in der Schule selbst. Fußball wurde in den vergangenen Jahren gezielt und strukturiert in den Schulalltag integriert, aktuell an der ITMS Imst, zuvor bereits am BRG Imst. Diese Schwerpunktsetzung zeigt Wirkung. Das Spielverständnis, die technische Qualität und auch die taktische Reife der Kinder sind deutlich gestiegen, das sieht man auch bei den Bewerben. Besonders sichtbar ist das u. a. an der Mittelschule Oberstadt, die aktuell vier Fußballklassen führt, bekannt unter dem Schlagwort KickIT. Dort unterrichtet auch der neue Bezirksreferent der Schülerliga im Bezirk Imst, Joshua Harold.
PASSION. Der 31-Jährige hat im Sommer 2025 die Nachfolge von Marcel Niederbacher angetreten, der dieses Amt bis dahin innehatte. Harold ist Lehrer für Mathematik und Sport, Klassenvorstand der 2b, langjähriger aktiver Spieler beim SC Imst und aktuell Teil der zweiten Kampfmannschaft, die heuer um den Aufstieg in die Tiroler Liga spielt. Apropos: Ein möglicher Aufstieg wäre bereits der dritte Durchmarsch (!) in den Verbandsligen in Folge. Derweil hatte Harolds Wechsel von der Musikmittelschule Unterstadt zur Mittelschule Oberstadt einen einfachen Grund: „Fußball ist meine Passion“, sagt der Imster. Als Bezirksreferent ist er in die Belange der Schülerliga organisatorisch stark eingebunden. Er organisiert u. a. das Bezirksfinale, kümmert sich um Presse- und Equipment-Management, besucht Tagungen und fungiert als Sprachrohr des Landesreferenten Walter Zimmermann (Kitzbühel). Klar umreißt Harold beim RUNDSCHAU-Gespräch seine Vision.
ZENTRALE. „Cool wäre, wenn es mal ein Bundesfinale in Imst gäbe!“ Die infrastrukturellen Voraussetzungen wären vorhanden, das Sportzentrum in Imst gilt als eines der besten im Land. Gespräche wurden mit Entscheidungsträgern bereits geführt. Inhaltlich sieht Harold die Schülerliga als Ort, an dem sich die Talente von morgen zeigen. Und diese Talente kommen zunehmend aus dem Tiroler Oberland und aus dem Bezirk Imst. Gleichzeitig sieht er Lücken im bestehenden Fördersystem. Sein Wunsch ist eine zentrale Anlaufstelle im Bezirk für Kinder, die weder im Vor-LAZ noch im LAZ sind, um auch ihnen ein professionelles zu Umfeld bieten. Dafür brauche es einen Verein, der Verantwortung übernimmt, sowie einen Pool, in dem Talente gezielt weiterentwickelt werden. Diese Schritte würden klar in Richtung Leistungssport führen, ohne den breiten Zugang aufzugeben. Harold: „Ich wünsche mir, dass jedes Kind die Liebe zum Fußball erlebt!“
KONZEPTE. Ein weiteres Kernthema ist die Qualität der Trainer. Gute Ausbildung, klare Konzepte und ausreichend Zeit mit dem Ball seien entscheidend. Harold formuliert es pragmatisch: „Trainingseinheiten, in denen Kinder 90 Minuten lang tatsächlich Fußball spielen, lernen und sich entwickeln können.“ Positiv hebt er dabei die Trainerausbildungsschiene des Tiroler Fußballverbandes hervor: „Der Tiroler Fußballverband macht das richtig gut.“ Langfristig bleibt ein weiterer großer Wunsch bestehen: dass es eine Mannschaft aus dem Bezirk Imst schafft, sich für ein österreichisches Bundesfinale zu qualifizieren – egal ob im Futsal oder im Freien. Die Schülerliga im Bezirk zeigt jedenfalls, dass die Grundlagen dafür schon vorhanden sind. Sie verbindet Schule, Verein und Verband, sie schafft Breite und erkennt Spitze. Vor allem aber bietet sie Kindern Raum, sich sportlich und menschlich zu entwickeln. Und genau darin liegt ihre Stärke.

