Provokante Klebeaktionen
Kommentar von Gebi Schnöll, Redaktion Telfs
5. Dezember 2023 | von
Gebi G. Schnöll
Der norwegische Skirennläufer Henrik Kristoffersen hat in Hoch-gurgl eindrucksvoll vorgezeigt, dass man Aktivisten, die mit einer Spray-attacke einen „Green Event“ stören und so für eine Rennunterbrechung sorgen, nicht immer mit Samthandschuhen anfassen sollte. Kaum ein Zuschauer vor Ort gutierte diese Störaktion, lediglich Buhhhhh-Rufe und Pfiffe ernteten die „Letzte Generation“-Aktivisten. Und auch der ORF-Reporter, der die Störaktion als „Eine ganz wichtige Botschaft“ bezeichnete, ist wohl bei den meisten Fernsehzuschauern durchgefallen. Dass jeder Österreicher einen Beitrag für eine saubere Umwelt leisten sollte, ist völlig klar, außer Zweifel steht aber, dass diese „Klimakleber“ mit ihren provokanten Protestaktionen unsere Politik nicht in die Knie zwingen werden. Umwelt-Aktivismus sollte anders betrieben werden und nicht der Nährboden für Hass und Gewalt sein.
Bei der Störaktion in Hochgurgl waren vier Aktivisten aus Österreich, drei aus Deutschland und ein Italiener dabei. Da frage ich mich, warum die drei Germanen und der Gigolo weiterhin in Österreich an Klebeaktionen teilnehmen können? Gibt es denn wirklich keine Möglichkeit, ausländische „Letzte Generation“-Aktivisten, die Straßen blockieren und Sportveranstaltungen stören, des Bundesgebietes zu verweisen und mit einem mehrjährigen Einreiseverbot nach Österreich zu belegen? Bei den ausländischen Aktivisten aus den Nachbarländern handelt es sich übrigens vielfach um Studenten, die sich eigentlich vor den brav arbeitenden Steuerzahlern mit einer Verneigung für die Gastfreundschaft und die finanzielle Unterstützung bedanken sollten.
Und noch eine Frage beschäftigt mich: Wenn ich als Führerscheinbesitzer bei fließendem Verkehr meinen fahrbaren Untersatz auf der Autobahn anhalte – so wie es heuer bei einer Blockade auf der A13 geschehen ist – und meine Beifahrer aussteigen lasse, damit sich diese gemeinsam mit mir unter höchster Gefahr für sich selbst und die Verkehrsteilnehmer an der Fahrbahn festkleben können und dadurch den Verkehr stilllegen, bin ich mit Sicherheit ein Fall für den Amtsarzt bzw. Verkehrspsychologen und höchstwahrscheinlich für längere Zeit nicht mehr im Besitz einer gültigen Lenkerberechtigung. Für die „Klimakleber“ gelten die Regeln des Straßenverkehrsgesetzes offenbar nicht!
Nachdem sich unlängst Klima-kleber in Wien mittels Schnellbeton auf der Fahrbahn fixierten und in Innsbruck Aktivisten in das Flughafengelände eingedrungen sind, warnt Tirols SPÖ-Chef LH-Stv. Georg Dornauer vor einer Spaltung der Gesellschaft: „Die Anliegen der Klimakleber dürfen nicht noch länger auf dem Rücken der arbeitenden Bevölkerung und unserer Familien ausgetragen werden. Ich fordere die 'Letzte Generation' zum wiederholten Male auf, von dieser Form des Protestes abzukehren. Das spaltet unsere Gesellschaft und sorgt dafür, dass Mehrheiten im Kampf gegen die Erd-überhitzung noch schwerer zu finden sind. Fakt ist: In dieser Form schaden die Klimakleber dem Klimaschutz. Den immer extremeren Methoden – mit offenkundigen Rechtsverletzungen und der gesundheitsgefährdenden Form des „einbetonierten“ Aktivismus – muss mit wirksamen Strafen Einhalt geboten werden!“
Nächstes Jahr wird in Österreich ein neuer Nationalrat gewählt. Ob die Grünen sich weiterhin als Koalitionspartner präsentieren dürfen, ist ungewiss. Sollten sie aber nach der Nationalratswahl nicht mehr in der Regierung sein, könnte das zu einem schmerzlichen Schlag auf die Händchen der „Klebe-Propheten“ werden.
Bei der Störaktion in Hochgurgl waren vier Aktivisten aus Österreich, drei aus Deutschland und ein Italiener dabei. Da frage ich mich, warum die drei Germanen und der Gigolo weiterhin in Österreich an Klebeaktionen teilnehmen können? Gibt es denn wirklich keine Möglichkeit, ausländische „Letzte Generation“-Aktivisten, die Straßen blockieren und Sportveranstaltungen stören, des Bundesgebietes zu verweisen und mit einem mehrjährigen Einreiseverbot nach Österreich zu belegen? Bei den ausländischen Aktivisten aus den Nachbarländern handelt es sich übrigens vielfach um Studenten, die sich eigentlich vor den brav arbeitenden Steuerzahlern mit einer Verneigung für die Gastfreundschaft und die finanzielle Unterstützung bedanken sollten.
Und noch eine Frage beschäftigt mich: Wenn ich als Führerscheinbesitzer bei fließendem Verkehr meinen fahrbaren Untersatz auf der Autobahn anhalte – so wie es heuer bei einer Blockade auf der A13 geschehen ist – und meine Beifahrer aussteigen lasse, damit sich diese gemeinsam mit mir unter höchster Gefahr für sich selbst und die Verkehrsteilnehmer an der Fahrbahn festkleben können und dadurch den Verkehr stilllegen, bin ich mit Sicherheit ein Fall für den Amtsarzt bzw. Verkehrspsychologen und höchstwahrscheinlich für längere Zeit nicht mehr im Besitz einer gültigen Lenkerberechtigung. Für die „Klimakleber“ gelten die Regeln des Straßenverkehrsgesetzes offenbar nicht!
Nachdem sich unlängst Klima-kleber in Wien mittels Schnellbeton auf der Fahrbahn fixierten und in Innsbruck Aktivisten in das Flughafengelände eingedrungen sind, warnt Tirols SPÖ-Chef LH-Stv. Georg Dornauer vor einer Spaltung der Gesellschaft: „Die Anliegen der Klimakleber dürfen nicht noch länger auf dem Rücken der arbeitenden Bevölkerung und unserer Familien ausgetragen werden. Ich fordere die 'Letzte Generation' zum wiederholten Male auf, von dieser Form des Protestes abzukehren. Das spaltet unsere Gesellschaft und sorgt dafür, dass Mehrheiten im Kampf gegen die Erd-überhitzung noch schwerer zu finden sind. Fakt ist: In dieser Form schaden die Klimakleber dem Klimaschutz. Den immer extremeren Methoden – mit offenkundigen Rechtsverletzungen und der gesundheitsgefährdenden Form des „einbetonierten“ Aktivismus – muss mit wirksamen Strafen Einhalt geboten werden!“
Nächstes Jahr wird in Österreich ein neuer Nationalrat gewählt. Ob die Grünen sich weiterhin als Koalitionspartner präsentieren dürfen, ist ungewiss. Sollten sie aber nach der Nationalratswahl nicht mehr in der Regierung sein, könnte das zu einem schmerzlichen Schlag auf die Händchen der „Klebe-Propheten“ werden.