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Imst | Politik | 22. Feber 2021 | Agnes Dorn

Relativ gut durch die Krise

Relativ gut durch die Krise
Das Löschwasserbecken für den Roppener Gewerbepark ist bereits fertiggestellt. Foto: Günter Neururer
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Auch Roppen hat schon „bessere Zeiten“ gesehen

In den Jahren 2018 und 2019 hat die Gemeinde Roppen mit Projekten wie dem neuen Kinderzentrum oder dem Trinkwasserkraftwerk große Investitionen getätigt, die sich auch heuer noch zu Buche schlagen. Dazu kommen Ausgaben wie der Kauf und die Erschließung des Gewerbegebiets, die Errichtung des Löschwasserbeckens oder die Umfahrung für die Riedeggsiedlung, die die Gemeinde zum Teil über mehrere Jahre finanziell belasten. Trotzdem konnte der Gemeinderat nun ein Budget beschließen, das mit rund 60.000 Euro im Plus steht.
Von Agnes Dorn

„Wir sind 2020 relativ gut durch die Krise gekommen, auch wenn wir 300.000 Euro weniger an Kommunalsteuern und Ertragsanteilen eingenommen haben“, zieht Bürgermeister Ingo Mayr eine zumindest nicht negative Bilanz vom vergangenen Jahr. Sieben Millionen Euro Schulden habe die Gemeinde Roppen, von denen man heuer fast eine Million tilgen möchte. „Wir haben große Ausgaben zusätzlich zu den anderen großen Brocken wie Schuldendienst, Löhne und Gehälter“, so Mayr, der einige der Posten nennt: So sind auch vom Gewerbepark Roppen noch Rechnungen offen, wie solche für das Löschwasserbecken, das insgesamt mit 225.000 Euro, oder die Wasserleitung, die mit 30.000 Euro zu Buche schlägt. Der Gemeindebeitrag für die Umfahrungsweg Riedeggsiedlung, der demnächst in Angriff genommen wird, belastet das Budget ebenfalls mit 170.000 Euro und für den Ausbau des LWL-Netzes sind 200.000 Euro veranschlagt. Trotz der hohen Kosten und dem Einnahmenverlust durch Corona wird unterm Strich ein Plus von 58.000 Euro überbleiben, zeigt sich der Dorfchef erleichtert. Geschuldet ist diese Bilanz auch den Förderungen, die man für die Investitionen lukriert: „Man muss schon fast einen eigenen Menschen anstellen, damit man die Förderungen alle unter einen Hut bringt“, so Mayr.

BESCHLÜSSE. Trotzdem müssen aber auch Kredite wie jener 700.000 Euro schwere für den Kauf des dritten Abschnitts des Gewerbeparks bedient werden, auch wenn dieser auf mehrere Jahre verteilt ist. Ein Verkauf der verbleibenden Grundstücke sei daher aufgrund der Krise notwendig geworden, wie Mayr betont: „Das können wir uns gar nicht leisten, dass wir die Grundstücke horten.“ So wurde nun der Verkauf einer 1687 Quadratmeter großen Fläche zum jetzt gültigen Preis von 105 Euro an die Firma „Steuerprofi.at“ („Pure Green“) beschlossen. Mit dem Bestandsbetrieb würde das Unternehmen bereits jetzt die vorgeschriebene Mitarbeiteranzahl, die mit dem Ausbau nötig würde, erfüllen, bestätigte der Dorfchef auf Anfrage. Neben dem Beschluss des Grundstückverkaufs sowie dem Voranschlag für 2021 wurde außerdem in der jüngsten Gemeinderatssitzung der Abschluss des Übereinkommens mit der ÖBB beschlossen, der die Errichtung der neuen Unterführung im Bereich Riedegg sowie die damit zusammenhängenden Maßnahmen wie Planung, Beauftragung, Durchführung und Wartung regelt. Auch die Beteiligung an der neu zu gründenden Gesellschaft „Wohn- und Pflegeheim Region Haiming und Umgebung – Vorderes Ötztal“ als Gesellschafterin mit einer Stammeinlage von 5.600 Euro wurde vom Gemeinderat Roppen einstimmig beschlossen. Nachdem der Vertrag mit „SeneCura“ Ende des vergangenen Jahres von den Gemeinden gekündigt worden war, wurde die Gesellschaft von den Gemeinden Haiming, Roppen, Sautens, Oetz und Umhausen nun auf den Weg gebracht und kann demnächst angemeldet werden.
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