Zisterzienserpater Meinrad über die Wallfahrt am Locherboden
Helmut Hörmann
1. September 2026
Im Bild P. Meinrad OC, er ist auch Autor zahlreicher religiöser Texte. Foto: Repro Hörmann
Zum 50. Jubiläum der wunderbaren Heilung von Maria Kalb verfasste der Zisterzienserpater Meinrad vom Stift Stams im September 1921 ein umfassendes Buch über die Wallfahrt am Locherboden – mit einer Fülle an Quellenmaterial, einer Vielzahl an Aussagen von damals noch lebenden Augenzeugen und mehreren Gesprächen mit der Geheilten selber.
Schon im Jahre 1891 war der im Außerfern geborene Alois Bader – später Präfekt am Vinzentinum, Kooperator, Novizenmeister, Prior, Religionslehrer an der Lehrerbildungsanstalt Innsbruck – erstmals auf den Locherboden gekommen und diese Gnadenstätte hatte ihn derart beeindruckt, dass er später immer wieder an diesen Ort zurückkehrte. Im Jahre 1896 trat der Weltpriester als Mönch in das Stift Stams ein und widmete sich neben der Seelsorgsaushilfe in den Nachbargemeinden der Wallfahrt am Locherboden und seiner schriftstellerischen Tätigkeit. Er konnte die Entwicklung der Wallfahrt selbst hautnah miterleben und über 20 Jahre sammeln, notieren und forschen, ehe er das Buch „Locherboden. Seine Rundsicht und seine Wallfahrt (1921)“ veröffentlichte. In wissenschaftlich-detaillierter Weise beschreibt er darin das Werden der Wallfahrt, skizziert mit großem Einfühlungsvermögen die Krankheit und Heilung der Maria Kalb, nennt die seltsam anmutenden Begleitumstände wie Lichterscheinungen und hebt die Verdienste anderer um den Locherboden hervor. Selber aber, obwohl die treibende Kraft um den Locherboden, bleibt er in aller Bescheidenheit im Hintergrund.
Als es ihm aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich war, selbst den Gnadenort aufzusuchen, blickte er – so sein Biograph – oft halbe Stunden lang von seiner Zelle aus auf den Locherboden und lenkte auch die Gespräche in diese Richtung. Noch lange nach seinem Tod nannte man den Fußweg von Stams auf den Locherboden den „Meinradsteig“. Im Bild P. Meinrad OC, er ist auch Autor zahlreicher religiöser Texte.
Text: Helmut Hörmann, Chronist in Stams
Schon im Jahre 1891 war der im Außerfern geborene Alois Bader – später Präfekt am Vinzentinum, Kooperator, Novizenmeister, Prior, Religionslehrer an der Lehrerbildungsanstalt Innsbruck – erstmals auf den Locherboden gekommen und diese Gnadenstätte hatte ihn derart beeindruckt, dass er später immer wieder an diesen Ort zurückkehrte. Im Jahre 1896 trat der Weltpriester als Mönch in das Stift Stams ein und widmete sich neben der Seelsorgsaushilfe in den Nachbargemeinden der Wallfahrt am Locherboden und seiner schriftstellerischen Tätigkeit. Er konnte die Entwicklung der Wallfahrt selbst hautnah miterleben und über 20 Jahre sammeln, notieren und forschen, ehe er das Buch „Locherboden. Seine Rundsicht und seine Wallfahrt (1921)“ veröffentlichte. In wissenschaftlich-detaillierter Weise beschreibt er darin das Werden der Wallfahrt, skizziert mit großem Einfühlungsvermögen die Krankheit und Heilung der Maria Kalb, nennt die seltsam anmutenden Begleitumstände wie Lichterscheinungen und hebt die Verdienste anderer um den Locherboden hervor. Selber aber, obwohl die treibende Kraft um den Locherboden, bleibt er in aller Bescheidenheit im Hintergrund.
Als es ihm aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich war, selbst den Gnadenort aufzusuchen, blickte er – so sein Biograph – oft halbe Stunden lang von seiner Zelle aus auf den Locherboden und lenkte auch die Gespräche in diese Richtung. Noch lange nach seinem Tod nannte man den Fußweg von Stams auf den Locherboden den „Meinradsteig“. Im Bild P. Meinrad OC, er ist auch Autor zahlreicher religiöser Texte.
Text: Helmut Hörmann, Chronist in Stams





