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Adrenalin-Schocker in Silz lässt Fans toben

Weihnachtswunder: Eisbahn Imst lebt wieder – Bullen verlieren Spitzenspiel knapp

Ein kleines Bauteil, große Wirkung. Nachdem die Kühlanlage der Imster Kunsteislaufbahn vorübergehend streikte und dunkle Wolken über der Saison hingen, kam die Rettung schneller als gedacht. Entgegen mancher Befürchtung und erster negativer Prognosen läuft die Anlage wieder. Das Christkindl schickte heuer offenbar Technik aus Polen. Ein bestellter Chip (50 Euro) brachte die Wende. Derweil gelang den Silzbulls vor voller Hütte beinahe auch ein Wunder, als nach einem 0:3-Rückstand im Topspiel gegen Wattens II der Kampfmodus ausgepackt und die Unterländer an den Rand einer Niederlage gedrängt wurden. Erst im Shootout unterlag man.
16. Dezember 2025 | von Albert Unterpirker
Adrenalin-Schocker in Silz lässt Fans toben<br />
Krisensitzung der Scorpions-Damen im Sportzentrum – wenige Tage später gibt es das Imster Eislaufplatz-Wunder. RS-Foto: Unterpirker
Magie allein war es beim Imster Eisbahn-Wunder nicht. „Dank dem unermüdlichen Einsatz unserer Leute wie Kurt Weratschnig und Max Fischnaller, eines externen Technikers der Firma Rokita sowie einiger engagierter Privatleute – unter ihnen Elektrotechniker – rennt die Maschine wieder“, zeigt sich Scorpions-Obmann Markus Fischnaller erleichtert. Ist ihm ein Stein vom Herzen gefallen? „Einer ist gut“, atmet Fischnaller durch. Der Blick geht nach vorne. Wenn alles hinhaut, gibt es diese Woche am Freitag wieder Eis. Dann könnte der Betrieb wie geplant weiterlaufen, Trainings ebenso wie die Meisterschaften. Stillstand kennt man in Imst ohnehin nicht, laufen doch bereits die Planungen für die kommende Saison. „Gespräche mit Gemeinde und Firmen zur Eislauf-Arena und (möglichen) Neuerungen finden statt“, so der Obmann. Sportlich waren die Scorpions ebenfalls schon unterwegs. Neben den Herren im Hockey Cup Tirol absolvierte die Frauen-Mannschaft am Wochenende in Hohenems ihr erstes Landesliga-Turnier und sammelte wichtige Spielpraxis und Eindrücke für Kommendes. Ergebnisse: Hohenems – Imst, 9:0. Imst – Red Angels, 1:2.

RÜCKBLICK. Noch wenige Tage vor dem Turnierstart in Vorarlberg gab es bei den Frauen im Imster Sportzentrum eine Krisensitzung, mit dabei waren Trainer Jaro Pejcl und Obmann Markus Fischnaller (die RUNDSCHAU war vor Ort, Anm.). Damals war noch völlig unsicher, ob man die geplanten Turniere spielen können würde. Der Kader umfasst rund 25 Spielerinnen. „Alle brennen, endlich aufs Eis zu gehen“, so Mannschaftsführerin Hanni Gritsch-Hangl damals, die es abschließend auf den Punkt brachte: „Es würde uns das Herz brechen, wenn wir heuer nicht spielen könnten – wir haben uns super vorbereitet.“ Mit der Reparatur der Kühlanlage scheint nun alles Makulatur zu sein. Die Saison könnte – wie bei den Herren (nicht gespielt werden konnte das Heimspiel gegen Torpedo Innsbruck, nächstes Heimspiel für die Herren ist am 23. Jänner gegen die Newcomers 1) – plangemäß über die Bühne gehen. Die Frauen-Meisterschaft ist derweil auf drei Turniere angelegt: Neben dem ersten in Hohenems findet das zweite Frauen-Turnier in Imst statt (3. Jänner), das dritte abschließende Kräftemessen in Kitzbühel. Teilnehmer sind die Scorpions Imst, Red Angels Innsbruck, Hohenems und Kitzbühel. Gespielt werden je dreimal 20 Minuten. 

TOPSPIEL. Gespielt wurde auch in der Tiroler Eishockey-Liga, und zwar gab es in Silz das Top-Match zwischen den Bullen und den Pinguins II. Kurzer Spielfilm: Silz startet im ersten Drittel ins Chaos, kassiert da drei Gegentreffer – doch dann brennt die Eisarena. Jeder Pass, jeder Schuss, jeder Zweikampf sprüht Funken: Andreas Haltmeier macht das erste Feuerzeichen, im Schlussdrittel explodiert Claus Haltmeier mit einem Hattrick und Moritz Geisler knallt den 5:5-Ausgleich ins Netz. Die Stimmung kocht, das Eis bebt – pure Adrenalin-Action auf allen Linien. In der Overtime geht es Schlag auf Schlag. Die Bulls überstehen eine brenzlige Unterzahl, Torhüter Tobias Ciresa pariert wie von einem anderen Stern, doch im Penaltyschießen ziehten die  Gastgeber den Kürzeren: 5:6.

FAZIT. „Nach dem 0:3-Rückstand hat die Mannschaft eine beeindruckende Reaktion gezeigt, Charakter, Moral und große Leidenschaft bewiesen, sich mit viel Einsatz zurückgekämpft und das Spiel größtenteils dominiert“, sagt Bulls-Obmann Christian Föger. Nach dem zwischenzeitlichen 2:5 habe die Mannschaft unbeirrt weitergearbeitet, an sich geglaubt – „und wurde für diesen Einsatz belohnt“. Entscheidend dafür sei die Reaktion in der ersten Drittelpause gewesen. „Coach Florian Hirn erinnerte die Mannschaft eindringlich an ihre eigenen Stärken und entfachte damit das nötige Feuer“, so Föger. Dabei fehlten bei den Bullen aktuell mehrere Leistungsträger (Pece, Schranz, Hagler, Weratschnig, Kastner). Abschließend: „Ein großes Lob gilt auch unseren Fans! Die Unterstützung von rund 250 Zuschauern war außergewöhnlich und hat der Mannschaft spürbar zusätzliche Energie gegeben. Man spürt, dass im Dorf wie auch in der umliegenden Region wieder etwas wächst und die Begeisterung für den Eishockeysport zurückkehrt!“ Silz – Wattens, 5:6 SO (0:3, 1:0, 4:2, 0:0). Tore für Silz: A. Haltmeier, C. Haltmeier (3), M. Geisler. Strafen: 12:12. Shots on Goal: 49:27. Nächste Spiele: Kundl II – Silz, 15.12., 19 Uhr. Zirl – Silz, 20.12., 19.30 Uhr. Silz – Götzens, 27.12., 19.30 Uhr. Kufstein II – Silz, 30.12., 20 Uhr.

 
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An Dramatik nichts zu wünschen übrig ließ das TEL-Topspiel zwischen Erst- und Zweitplatzierten in Silz. RS-Foto: Unterpirker

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