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„Ein unfassbares Jahr“

Oberländer Tennis-Talente mischen österreichische Szene auf

Imponierende Tennis-Qualität gibt es derzeit im Tiroler Oberland, vor allem in den Bezirken Imst und Landeck. Hauptverantwortlich für einen sensationellen Aufschwung sind zwei Personen, nämlich Andreas Moitzi von der Tennisschule Moitzi und Markus Klaunzner vom TC Silz. Diese haben ihre Kräfte gebündelt. Schon länger zeichnen sich dabei enorme Erfolge ab, aber so wie jetzt war es seit Generationen nicht mehr.
4. November 2025 | von Albert Unterpirker
„Ein unfassbares Jahr“<br />
Bündelten ihre Kräfte: Jetzt ist das Tiroler Oberland ein österreichisches Eldorado für Tennis-Talente: Markus Klaunzner, Marta Decristoforo, Max Wille, Lina Jacob und Andreas Moitzi (v. l.). RS-Foto: Unterpirker
„Die Arbeit der letzten Jahre trägt Früchte, es funktioniert gut“, sagt Andreas Moitzi und meint beim letzten RUNDSCHAU-Meeting am Imster Glenthof diesmal speziell drei junge Akteure: Marta Decristoforo (11), Lina Jacob (12) und Max Wille (12). Dass es gut funktioniert, erscheint ein bisschen untertrieben, denn: Bei den U12-Kindern bildet das Tiroler Oberland derzeit überhaupt die Spitze im österreichischen Tennis ab. Diesen Satz kann man sich ruhig auf der Zunge zergehen lassen. Beweise gefällig? Kein Problem! Marta (Silz) ist aktuell die Nummer eins in der U12-Jugend in Österreich, Lina Jacob (Arzl) ist die Nummer zwei Österreichs und Max Wille (Prutz) die rot-weiß-rote Nummer fünf. Der Fundus an talentierten Nachwuchsspielern im westlichen Oberland ist aber noch größer. „Es ist einige Generationen her, dass es so viele außergewöhnliche Talente hier gab“, erzählt Moitzi. Gemeint sind auch Noah Decristoforo oder Valentin Klaunzner. Zusätzlich würden noch „richtige Kaliber“ nachkommen, wie etwa Nils Randolf (Haiming) oder Luis Bichler (Arzl, beide Jahrgang 2015).  Aber bleiben wir diesmal beim eingangs genannten Trio. Jenes legte in einer Zeit, in der andere gemütlich mit ihren Eltern am Strand liegen oder im Wald der Schwammerlsuche nachgehen, geradezu Meilensteine hin. Und zwar in den Ferienwochen. Mehr oder weniger den ganzen Sommer waren Decristoforo, Jacob und Wille unterwegs und jagten bei diversen Turnieren der gelben Filzkugel nach. Mit sehr großem Erfolg.

MEISTER & SIEGE. So kürte sich Marta zur U12-Staatsmeisterin. „Überraschend“, sagt sie, dabei besiegte die Silzerin im Halbfinale gar Österreichs Nummer eins. Außerdem feierte Decristoforo einen KAT-1-Sieg in Klagenfurt (den zweiten in ihrer Karriere) und avancierte quasi zum Drüberstreuen noch zur Tiroler U12-Meisterin. Als kongeniale Doppelpartnerin erwies sich in diesem Sommer Lina Jacob, die (nicht nur) mit Marta satte Erfolge einfahren konnte. In Barcelona standen die beiden beim Emilio-Sanchez-Akademie-Turnier im Halbfinale, und sowohl beim Austrian Youth Open in Kufstein, dem wohl renommiertesten europäischen U12-Turnier, als auch bei den Staatsmeisterschaften in Oberpullendorf erreichten sie das Finale. Bei letzteren belegte Jacob im Einzel den dritten Platz. „Wir spielen super zusammen“, sagt die Arzlerin, sie zeigt sich mit dem bisher Erreichten „zufrieden“. Dann wäre da noch der Max, der bei etlichen Stationen (u. a. Fürstenfeld, Kufstein, Wien, Oberpullendorf, Klagenfurt, Telfs), welche die Mädels absolvierten, mit an Bord war. Bei den österreichischen Staatsmeisterschaften holte der Prutzer im Einzel den dritten Rang und hatte da gegen die Nummer eins schon geführt, dann aber „leider knapp verloren“, erzählt er. Dieselbe Platzierung schaute beim Tennis-Europe-Turnier in Alterlaa heraus, im Doppel sicherte er sich den zweiten Platz. Zu seinen Stärken zählt die Vorhand.

UNFASSBAR. Eine neue Herausforderung wartet auf das Trio in der kommenden Saison, denn da steigen sie altersmäßig weiter auf. „Alle haben eine richtig gute Entwicklung gemacht“, nickt Andreas Moitzi, jetzt gilt es, sich demnächst im älteren Jahrgang zu etablieren. Noch ein Wort zu Marta Decristoforo. Sie habe „ein unfassbares Jahr“ hinter sich gelegt, nicht nur mit dem österreichischen und Tiroler Meistertitel, sondern auch mit starken internationalen Leistungen. Sowohl Marta als auch die anderen Youngster hätten das Zeug, auch im nächsten Jahr erfolgreich zu reüssieren. BTW: Hauptverantwortlich für die tolle sportliche Entwicklung von Marta (und Noah Decristoforo, U14-Tiroler Meister im Einzel und Doppel, Anm.) ist Markus Klaunzner, Cheftrainer beim Tiroler Liga-Verein TC Silz. „Es macht mich extrem stolz“, sagt Klaunzner, „dass sie sich auch international durchsetzen können und auf europäischer Ebene Erfolge feiern!“ Apropos: Klaunzner ist zudem Coach und Vater von Top-Spieler Valentin Klaunzner (u. a. Tennis-Europe-Turnier-Sieger), unterstützt wird er beim Training von seinen weiteren Söhnen Jonas und Johannes.
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U12-Staatsmeisterin Marta Decristoforo
„Ein unfassbares Jahr“<br />
3. Platz bei Staatsmeisterschaft: Lina Jacob
„Ein unfassbares Jahr“<br />
Max Wille: 3. Platz bei Staatsmeisterschaft

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