„Entweder Stams oder nix“
Silan Eroglu – Kämpferin mit Herz und großer Zukunft
18. November 2025 | von
Albert Unterpirker
Eine Familie, die zusammenhält: Papa Kadim, Roni, Silan, Zeryam und Mama Derya (v. l.) RS-Fotos: Unterpirker
Seit vielen Jahren gehört Silan Eroglu dem Schiklub Landeck an. Früh war klar, dass sie mehr wollte, als nur hobbymäßig Rennen zu fahren. Nach der Volksschule in Schönwies führte sie ihr Weg an die Ski-Mittelschule Neustift, wo sie von 2018 bis 2022 nicht nur sportlich, sondern auch menschlich enorm gewachsen ist. „Das war perfekt – alles in einem Paket: Training, Schule, Ausbildung“, erzählt sie über diese prägende Zeit im Stubaital. Der nächste große Schritt folgte mit der Aufnahme ins renommierte Ski-Gymnasium Stams. „Das war wieder ein Wahnsinnssprung“, sagt sie heute. Von all den Mädchen, die sich damals aus Neustift beworben hatten, schafften dabei nur drei die Aufnahmeprüfung. Silan war eine davon. „Für mich war klar: Entweder Stams oder nix“, erzählt sie über ihre Einstellung. Doch der Weg an die Spitze ist steinig. 2021 erlitt sie beim Training in Sölden einen schweren Kreuzbandriss. Elf Monate Pause folgten, kein Rennbetrieb – und der bittere Rausfall aus dem TSV-FIS-Kader. Damit sollte eine große finanzielle Unterstützung wegfallen – ein Rückschlag, der die Familie stark belastete. „Das war keine leichte Zeit. Ich hatte eine mentale Blockade, das war auch psychisch sehr herausfordernd“, erinnert sie sich.
BEISPIEL. Doch Silan kämpfte sich zurück, mit Geduld, Mut und vor allem mit der Unterstützung ihrer Familie. „Alles wurde von Mama und Papa gefördert“, sagt sie dankbar. Derya und Kadim Eroglu stehen und standen immer voll hinter ihrer Tochter, ebenso wie die Geschwister Zeryam (14) und Roni (11). Bruder Roni, selbst Nachwuchskicker in Schönwies, sieht in ihr ein echtes Vorbild: „Sie ist für mich ein großes Beispiel, wie man nie aufgibt.“ Als es gerade wieder bergaufging, folgte im April 2023 der nächste Rückschlag: Handwurzelbruch nach einem Sturz im Slalom – Saisonende. Doch Aufgeben kam für die Tiroler Kämpferin nie infrage. Sie startet bereits wieder bei FIS-Rennen, oft mit hinteren Startnummern, doch sie kämpft sich konsequent und mit viel Willen nach vorne. Ihre Lieblingsdisziplinen: Super-G und Riesentorlauf. Heuer will sie erstmals zusätzlich in der Abfahrt angreifen. „Die Geschwindigkeit gibt mir einfach diesen Adrenalinkick“, sagt sie mit einem Lächeln. Neben dem Skisport spielt Silan auch Fußball – beim SV Landeck war sie schon in der Landesliga im Einsatz. „Ich bin einfach gerne in Bewegung“, sagt sie.
HERZ. Trotz aller Ambitionen hat sie ihre Zukunft fest im Blick: Nach der Matura in Stams möchte sie 2026 zur Polizei gehen – am liebsten in die Kriminalabteilung. Davor steht ab Sommer ein (wohl längerfristiges) Engagement im Benni-Raich-Trainingscenter an. Und sportlich? Das Ziel bleibt klar: ÖSV-Kader, Weltcup, Olympiade. „Ich gebe mir in den nächsten Jahren brutalen Druck“, sagt sie entschlossen. Eines beschäftigt sie besonders: die finanzielle Seite ihres Traums. Alle Kosten werden derzeit von ihren Eltern getragen – wie Ausrüstung, Reisen, Startgebühren, Unterkunft. „Ohne meine Eltern würde das alles nicht gehen“, sagt Silan leise. „Ich bin sehr froh, dass sie mir das alles ermöglichen, aber es ist einfach unglaublich teuer. Ich hoffe, dass sich Sponsoren finden, die mich auf meinem Weg unterstützen. Ich mache gerne Werbung, zum Beispiel auf dem Helm, dem Anzug oder später, wenn ich dann eines habe, auch auf dem Auto.“ Silan spricht das offen an. Nicht aus Klage, sondern aus ehrlichem Herzen. Sie weiß, dass ihr Weg kein einfacher ist. Aber wer sie kennt, weiß: Diese junge Frau gibt niemals auf. Und wie sieht ihre (karge) Freizeit aus? „Mit Freunden und Familie unterwegs zu sein, das ist für mich das Wichtigste. Da tanke ich Kraft“, sagt sie. Mit ihrer Leidenschaft, ihrem Durchhaltevermögen und ihrem Herzblut ist Silan Eroglu eine echte Vorzeigesportlerin – und ein leuchtendes Beispiel für den Sportsgeist im Tiroler Oberland. Eine Kämpferin mit Herz – die jede Unterstützung verdient.
BEISPIEL. Doch Silan kämpfte sich zurück, mit Geduld, Mut und vor allem mit der Unterstützung ihrer Familie. „Alles wurde von Mama und Papa gefördert“, sagt sie dankbar. Derya und Kadim Eroglu stehen und standen immer voll hinter ihrer Tochter, ebenso wie die Geschwister Zeryam (14) und Roni (11). Bruder Roni, selbst Nachwuchskicker in Schönwies, sieht in ihr ein echtes Vorbild: „Sie ist für mich ein großes Beispiel, wie man nie aufgibt.“ Als es gerade wieder bergaufging, folgte im April 2023 der nächste Rückschlag: Handwurzelbruch nach einem Sturz im Slalom – Saisonende. Doch Aufgeben kam für die Tiroler Kämpferin nie infrage. Sie startet bereits wieder bei FIS-Rennen, oft mit hinteren Startnummern, doch sie kämpft sich konsequent und mit viel Willen nach vorne. Ihre Lieblingsdisziplinen: Super-G und Riesentorlauf. Heuer will sie erstmals zusätzlich in der Abfahrt angreifen. „Die Geschwindigkeit gibt mir einfach diesen Adrenalinkick“, sagt sie mit einem Lächeln. Neben dem Skisport spielt Silan auch Fußball – beim SV Landeck war sie schon in der Landesliga im Einsatz. „Ich bin einfach gerne in Bewegung“, sagt sie.
HERZ. Trotz aller Ambitionen hat sie ihre Zukunft fest im Blick: Nach der Matura in Stams möchte sie 2026 zur Polizei gehen – am liebsten in die Kriminalabteilung. Davor steht ab Sommer ein (wohl längerfristiges) Engagement im Benni-Raich-Trainingscenter an. Und sportlich? Das Ziel bleibt klar: ÖSV-Kader, Weltcup, Olympiade. „Ich gebe mir in den nächsten Jahren brutalen Druck“, sagt sie entschlossen. Eines beschäftigt sie besonders: die finanzielle Seite ihres Traums. Alle Kosten werden derzeit von ihren Eltern getragen – wie Ausrüstung, Reisen, Startgebühren, Unterkunft. „Ohne meine Eltern würde das alles nicht gehen“, sagt Silan leise. „Ich bin sehr froh, dass sie mir das alles ermöglichen, aber es ist einfach unglaublich teuer. Ich hoffe, dass sich Sponsoren finden, die mich auf meinem Weg unterstützen. Ich mache gerne Werbung, zum Beispiel auf dem Helm, dem Anzug oder später, wenn ich dann eines habe, auch auf dem Auto.“ Silan spricht das offen an. Nicht aus Klage, sondern aus ehrlichem Herzen. Sie weiß, dass ihr Weg kein einfacher ist. Aber wer sie kennt, weiß: Diese junge Frau gibt niemals auf. Und wie sieht ihre (karge) Freizeit aus? „Mit Freunden und Familie unterwegs zu sein, das ist für mich das Wichtigste. Da tanke ich Kraft“, sagt sie. Mit ihrer Leidenschaft, ihrem Durchhaltevermögen und ihrem Herzblut ist Silan Eroglu eine echte Vorzeigesportlerin – und ein leuchtendes Beispiel für den Sportsgeist im Tiroler Oberland. Eine Kämpferin mit Herz – die jede Unterstützung verdient.

