Fans, Kälte, Top-Piste & Shiffrin-Festspiele
Gurgl präsentierte sich erneut als würdiger Treffpunkt der Ski-Weltcup-Elite
25. November 2025 | von
Christoph Hablitzel
Volle Tribünen und blauer Himmel bei den Weltcup-Slaloms der alpinen Damen und Herren in Gurgl. RS-Foto: Hablitzel
Gurgl wurde am vergangenen Samstag zum Schauplatz eines echten Slalom-Krimis vor über 10.000 Zuschauern. Auf der steilen, eisigen Bühne des Kirchenskars setzte sich völlig unerwartet Paco Rassat die Slalomkrone auf. Der 27-jährige Franzose, bislang eher als Außenseiter gehandelt, fuhr zwei beherzte Läufe und krönte sich mit seiner ersten Weltcup-Trophäe – ein Karriereerfolg, den im Vorfeld kaum jemand auf der Rechnung hatte. Hinter Rassat sorgte Armand Marchant für belgische Skigeschichte: Mit Rang zwei holte er nicht nur sein erstes Podium, sondern schrieb gleichzeitig ein neues Kapitel für den belgischen Skisport. Atle Lie McGrath komplettierte als Dritter das Siegertrio.
ÖSTERREICH. Für das österreichische Team lief der Tag hingegen nicht wie erhofft. Manuel Feller und Fabio Gstrein, beide nach dem ersten Durchgang auf vorderen Plätzen, verloren im Finaldurchgang einiges an Zeit und rutschten zurück. Die große Wende aus rot-weiß-roter Sicht gelang schließlich Dominik Raschner: Mit einer furiosen Aufholjagd und einem Sprung um 19 Plätze katapultierte sich der Unterländer noch auf Rang sechs – der Lohn für ein Risiko, das sich voll auszahlte. Die Überraschung des Tages lieferte aber der Milser Simon Rueland, ein weiteres Talent aus dem Bezirk. Der 22-Jährige beeindruckte mit mutiger Fahrweise und holte als Zwölfter sein bislang bestes Weltcupergebnis. Ein starker Fingerzeig, dass im Oberländer Nachwuchs weiterhin viel Potenzial schlummert.
SHIFFRIN ERNEUT SOUVERÄN - GRITSCH PUNKTET. Mikaela Shiffrin bleibt das Maß aller Dinge im Slalom. Die US-Amerikanerin setzte sich in Gurgl klar durch und feierte ihren 103. Weltcupsieg, den 66. im Slalom. Hinter ihr landete erneut die für Albanien startende Lara Colturi (+1,23 Sek.), während Weltmeisterin Camille Rast (+1,41) aus der Schweiz Rang drei belegte – exakt dasselbe Podium wie im Vorjahr. Für das ÖSV-Team verlief der Tag wechselhaft: Katharina Liensberger schied bereits im ersten Lauf aus, während Katharina Huber und Katharina Gallhuber mit den Rängen zwölf und 13 solide klassiert waren. Besonders erfreulich war der Auftritt von Kathi Truppe, die sich im Finaldurchgang fünf Plätze nach vorne arbeitete und sichtbar erleichtert war. Für einen lokalen Lichtblick sorgte zudem die Ötztalerin Franziska Gritsch, die mit Rang 17 erstmals in dieser Saison Weltcuppunkte holte und damit vor heimischem Publikum aufhorchen ließ.
VIELE FANS. Das Publikumsinteresse an den Weltcuprennen im Ötztal ist ungebrochen hoch. Ob beim traditionellen Saisonauftakt in Sölden oder bei den noch jungen, aber bereits etablierten Rennen in Gurgl – Jahr für Jahr strömen Tausende Fans in die Region. Sie kommen, um miterleben zu können, wie sich die Weltbesten durch die Tore kämpfen, und um zugleich das vielfältige Rahmenprogramm zu genießen, das das Ötztal mit großer Leidenschaft und Gastfreundschaft auf die Beine stellt. Hier wird Spitzensport nicht nur gezeigt, sondern zelebriert – und das spürt man in jeder Faser dieser Veranstaltungen.
ÖSTERREICH. Für das österreichische Team lief der Tag hingegen nicht wie erhofft. Manuel Feller und Fabio Gstrein, beide nach dem ersten Durchgang auf vorderen Plätzen, verloren im Finaldurchgang einiges an Zeit und rutschten zurück. Die große Wende aus rot-weiß-roter Sicht gelang schließlich Dominik Raschner: Mit einer furiosen Aufholjagd und einem Sprung um 19 Plätze katapultierte sich der Unterländer noch auf Rang sechs – der Lohn für ein Risiko, das sich voll auszahlte. Die Überraschung des Tages lieferte aber der Milser Simon Rueland, ein weiteres Talent aus dem Bezirk. Der 22-Jährige beeindruckte mit mutiger Fahrweise und holte als Zwölfter sein bislang bestes Weltcupergebnis. Ein starker Fingerzeig, dass im Oberländer Nachwuchs weiterhin viel Potenzial schlummert.
SHIFFRIN ERNEUT SOUVERÄN - GRITSCH PUNKTET. Mikaela Shiffrin bleibt das Maß aller Dinge im Slalom. Die US-Amerikanerin setzte sich in Gurgl klar durch und feierte ihren 103. Weltcupsieg, den 66. im Slalom. Hinter ihr landete erneut die für Albanien startende Lara Colturi (+1,23 Sek.), während Weltmeisterin Camille Rast (+1,41) aus der Schweiz Rang drei belegte – exakt dasselbe Podium wie im Vorjahr. Für das ÖSV-Team verlief der Tag wechselhaft: Katharina Liensberger schied bereits im ersten Lauf aus, während Katharina Huber und Katharina Gallhuber mit den Rängen zwölf und 13 solide klassiert waren. Besonders erfreulich war der Auftritt von Kathi Truppe, die sich im Finaldurchgang fünf Plätze nach vorne arbeitete und sichtbar erleichtert war. Für einen lokalen Lichtblick sorgte zudem die Ötztalerin Franziska Gritsch, die mit Rang 17 erstmals in dieser Saison Weltcuppunkte holte und damit vor heimischem Publikum aufhorchen ließ.
VIELE FANS. Das Publikumsinteresse an den Weltcuprennen im Ötztal ist ungebrochen hoch. Ob beim traditionellen Saisonauftakt in Sölden oder bei den noch jungen, aber bereits etablierten Rennen in Gurgl – Jahr für Jahr strömen Tausende Fans in die Region. Sie kommen, um miterleben zu können, wie sich die Weltbesten durch die Tore kämpfen, und um zugleich das vielfältige Rahmenprogramm zu genießen, das das Ötztal mit großer Leidenschaft und Gastfreundschaft auf die Beine stellt. Hier wird Spitzensport nicht nur gezeigt, sondern zelebriert – und das spürt man in jeder Faser dieser Veranstaltungen.
Wird wohl nicht das letzte Interview von Simon Rueland (12.) gewesen sein. Der Milser raste mit einem starken 12. Rang mitten in die Weltspitze. Sehr zur Freude seiner vielen mitgereisten Fans aus dem Oberland. RS-Foto: Hablitzel

