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Kühtai wurde zur Rodel-Hochburg

Riccarda Ruetz holt sich WM-Silber und erfüllt sich ihren Kindheitstraum

Kühtai wurde vergangenes Wochenende zur Bühne eines unvergesslichen Rodel-Spektakels. Bei strahlendem Sonnenschein und perfektem Winterwetter kürte sich Michael Scheikl erstmals zum Weltmeister im Einsitzer. Der 35-jährige Steirer ließ auf der 730 Meter langen Naturrodelbahn nichts anbrennen, fuhr in allen drei Läufen Bestzeit und jubelte am Ende unter tosendem Applaus über sein erstes WM-Gold.

21. Jänner 2025
Kühtai wurde zur Rodel-Hochburg<br />
Michael Scheikl in Bestform: Der neue Weltmeister zeigt auf der Naturrodelbahn in Kühtai sein ganzes Können. Foto: Jana Zischg
Mit einer Gesamtzeit von 2:48,03 Minuten verwies Michael Scheikl Daniel Gruber (ITA, +1,32 Sekunden) und die Rodellegende Patrick Pigneter (ITA, +1,66 Sekunden) auf die Plätze zwei und drei. Für Scheikl, der schon EM-Gold, den Gesamtweltcup und zehn Weltcupsiege vorzuweisen hat, ist der WM-Titel das i-Tüpfelchen seiner Karriere. „Ich bin sprachlos. Das ist ein Moment, von dem ich seit meiner Kindheit geträumt habe“, sagte der frischgebackene Weltmeister emotional. Daniel Gruber überraschte als Vize-Weltmeister und feierte seine erste WM-Medaille: „Nach dem Training hätte ich nie damit gerechnet.“ Patrick Pigneter, der erfolgreichste Einsitzer der WM-Geschichte, verabschiedete sich mit Bronze von der großen Bühne: „Noch einmal am Podium zu stehen, ist ein wunderschöner Abschluss.“

DIE DAMEN BRILLIEREN: LANTHALER UND RUETZ IN HÖCHSTFORM. Evelin Lanthaler (ITA) schrieb mit ihrem fünften WM-Titel im Einsitzer Rodelgeschichte und überholte Ekaterina Lavrenteva in der ewigen Bestenliste. Lokalmatadorin Riccarda Ruetz sicherte sich auf ihrer Heimbahn Silber – ihre erste Medaille in der Allgemeinen Klasse. „Das Publikum hat mich getragen. Eine Medaille zu Hause zu gewinnen, ist einfach unbeschreiblich“, so die Tirolerin.

ITALIEN TRIUMPHIERT IM TEAMBEWERB. Im abschließenden Teambewerb siegte Italien (Lanthaler/Gruber) vor Österreich (Ruetz/Scheikl). Rang drei ging an Deutschland (Walch/Dietz).

EIN FEST FÜR ALLE: PROMIRENNEN, RODELPARK UND TEAMGEIST. Die Weltmeisterschaft war nicht nur ein sportliches Highlight, sondern auch ein großes Fest. OK-Präsident Marco Holzknecht und Vizepräsident Helmut Ruetz, die mit ihrem Team das Event auf die Beine gestellt haben, wurden mit einem rundum gelungenen Spektakel belohnt. „Vom Bahndienst bis zur Verpflegungsmannschaft – alle haben großartige Arbeit geleistet“, lobten die Verantwortlichen. Im stark frequentierten Rodelpark konnten Besucher die neuartige Disziplin „Alpin Rodeln“ selbst ausprobieren oder sich von der Tiroler Rodel-Instanz Markus Prock durch den Hochgeschwindigkeitsparcours des Promirennens schicken lassen. Besonders witzig: Bürgermeister aus der Region traten gegeneinander an, während Landesrat Mario Gerber sich kurzerhand selbst zum Champion kürte.

DANK AN ALLE HELFER. Ob beim Bahndienst, in der Verpflegung oder im VIP-Bereich – die WM in Kühtai war ein Gemeinschaftsprojekt. OK-Präsident Marco Holzknecht und sein Team sorgten dafür, dass das Event reibungslos verlief, und machten Kühtai endgültig zur Rodel-Hochburg.

 
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Das Podest der Damen: Die Sellrainerin Riccarda Ruetz (Silber), Evelin ­Lanthaler (Gold) und Tina Unterberger (Bronze) (v.l.) feiern ihre Erfolge. Foto: Jana Zischg
Kühtai wurde zur Rodel-Hochburg<br />
Das Podest der Herren: Daniel Gruber (Silber), Michael Scheikl (Gold) und Patrick Pigneter (Bronze) (v.l.) nach einem spannenden Wettkampf. Foto: Jana Zischg

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