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Ötztaler Mountainbike Festival 2026

Starker Saisonstart: MTB-Elite und Nachwuchsbiker begeistern auf der Ötztaler Höhe

Das internationale Ötztaler MTB Festival lieferte einmal mehr spektakulären Cross-Country-Sport. Obwohl viele der Topathletinnen bereits Richtung Weltcup-Auftakt in Südkorea unterwegs sind, konnte sich die Startliste sowohl im Elite-Rennen der Frauen wie auch bei den Herren sehen lassen.
28. April 2026 | von Christoph Hablitzel
Ötztaler Mountainbike Festival 2026<br />
Das Siegerfoto der Elite-Damen beim Ötztaler Mountainbike Festival 2026 auf der Ötztaler Höhe Foto: Gänsluckner
Mit Alessandra Keller stand beim Ötztaler MTB Festival in Haiming einer der ganz großen Namen des internationalen Mountainbikesports am Start – und die Schweizerin ließ keinen Zweifel daran, warum sie zur absoluten Weltspitze zählt. Die amtierende Weltmeisterin wurde ihrer Favoritenrolle souverän gerecht und dominierte das Rennen der Frauen von Beginn an.

ausfall. Aus österreichischer Sicht war das Teilnehmerfeld allerdings prominent geschwächt. Mit Tamara Wiedmann (krankheitsbedingt), Laura Stigger (bereits auf dem Weg zum Weltcup-Auftakt) und Mona Mitterwallner (für den Straßenklassiker Lüttich–Bastogne–Lüttich nominiert) fehlten gleich drei Leistungsträgerinnen.

chance gewahrt. Keller nutzte die Gunst der Stunde eindrucksvoll. Schon in den ersten Runden setzte sie sich klar vom Feld ab und baute ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Hinter ihr etablierten sich ihre Landsfrauen Ginia Caluori und Ramona Fanchini. Für ein Ausrufezeichen sorgte hingegen die junge Tirolerin Kathrin Embacher: Die U23-Fahrerin arbeitete sich trotz späterem Start kontinuierlich nach vorne, überholte Konkurrentin um Konkurrentin und mischte plötzlich sogar im Spitzenfeld der Elite mit. Am Ende stand für sie ein sensationeller dritter Gesamtrang zu Buche. Keller ließ sich nach 1:22 Stunden als Siegerin feiern, Caluori folgte mit 2:28 Minuten Rückstand auf Platz zwei.

Keller übernimmt Führung in der Weltrangliste. Mit ihrem Triumph auf der Ötztaler Höhe klettert Alessandra Keller auch an die Spitze der Weltrangliste. Kathrin Embacher durfte sich neben dem Sieg in der U23-Kategorie auch über einen Podestplatz bei den Elite-Frauen freuen. Weitere starke heimische Leistungen lieferten Antonia Grangl (7.) und Nora Fischer (11.) in der U23-Klasse ab.

herren. Ein anderes Bild bot sich im Rennen der Herren: Hier war die österreichische Elite vollständig vertreten. Max Foidl, der Haiminger Mario Bair und Julius Scherrer stellten sich der internationalen Konkurrenz rund um den US-Amerikaner Björn Riley und den Schweizer Lars Forster. Früh im Rennen setzten sich Riley und Forster vom Feld ab, während dahinter das österreichische Trio gemeinsam die Verfolgung aufnahm. Die Rennen in Haiming genießen längst internationales Topniveau: Als UCI Hors Kategorie-Event und zweite Station der MTB League Austria zählt das Ötztaler MTB Festival zu den wichtigsten Stopps im Kalender. Im Verlauf des Rennens wurde die Dominanz von Riley immer deutlicher. Der Amerikaner, bereits mehrfach im Weltcup erfolgreich und auch in Haiming kein Unbekannter, fuhr in einer eigenen Liga und sicherte sich souverän den Sieg vor Routinier Forster. Bester Österreicher war Lokalmatador Mario Bair, der sich eine Woche vor dem Weltcup-Auftakt mit Rang drei einen Podestplatz sicherte. Max Foidl zeigte ebenfalls eine starke Leistung – trotz seiner bekannten Abneigung gegen die Strecke reichte es für Platz vier. Julius Scherrer rundete mit Rang sechs ein überzeugendes Mannschaftsergebnis ab.

nachwuchs. Auch im Nachwuchsbereich gab es Grund zum Jubeln: Wie Embacher bei den Frauen,  setzte auch Maks Barret Maunz bei den Herren ein Ausrufezeichen. Der KTM-Factory-Team-Fahrer holte sich den Sieg in der U23-Kategorie.

zufriedene gesichter. Neben den sportlichen Highlights zeigten sich auch die Veranstalter rund um das Racing Team Haiming mit Obmann Gerhard Auf der Klamm „hochzufrieden“. Hunderte Nachwuchsfahrer sorgten für ein starkes Teilnehmerfeld und unterstrichen somit einmal mehr die Bedeutung des Events. Die Planungen für die kommenden Jahre laufen bereits auf Hochtouren – das Ötztaler MTB Festival bleibt ein Fixpunkt im internationalen Rennkalender.
Ötztaler Mountainbike Festival 2026<br />
Spannende Wettkämpfe und eine sehr herausfordernde Strecke in Haiming/Ötztaler Höhe: Den Radsportlern wurde alles abverlangt.
Foto: Hablitzel

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