TC Silz rüstet sich für Derbys
Zwischen Tiroler Liga, Nachwuchsboom und dem Duft von frischem Sand
19. Mai 2026 | von
Albert Unterpirker
Valentin Klaunzner (Silz, l.) und Alessandro Djukanovic mischen in der Tiroler Liga mit.
Foto: Unterpirker
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Tennis ist im Grunde wie das Leben: Ein ständiger Wechsel zwischen Netzroller und Ass, zwischen harter Arbeit am Sand, und dem kühlen Getränk danach. Beim TC Silz scheint man derzeit die perfekte Mischung gefunden zu haben. Während andere Vereine noch über Personalmangel philosophieren, schickt Obmann Gerfried Neurauter mehrere Teams ins Rennen. Das Flaggschiff segelt natürlich wieder in der Tiroler Liga (Mannschaftsführer Christian Larcher), der höchsten Spielklasse des Landes. Und da hat der TC Silz einen echten Coup gelandet: Alberto Camerata schlägt heuer als Nummer eins auf. Der Mann ist kein Unbekannter, denn er stand schon in Silz auf dem Court, als der Oberländer Verein noch in der zweiten Bundesliga für Furore sorgte – damals allerdings auf der gegnerischen Seite. Warum er jetzt zurückkehrt? Ganz einfach: Charme schlägt Scheckbuch.
FOKUS. Neurauter erinnert sich schmunzelnd: „Es hat ihm hier so gut gefallen, dass er sich entschieden hat, bei uns zu spielen.“ Camerata bringt den Glanz der großen weiten Welt mit, gehört er doch zum Trainerteam des ATP-Profis Flavio Cobolli. Trotz dieser Verstärkung bleibt man bodenständig – fast schon verdächtig bescheiden. Angesichts von Kalibern wie Kitzbühel, Schwaz oder Telfs stapelt man tief. Das Ziel? Ein Mittelfeldplatz. Aber der Fokus liegt ohnehin auf dem Erlebnis: „Wir wollen dem Oberländer Publikum gutes Tennis bieten und mit unseren heimischen Talenten begeistern.“ Übrigens kommt es bereits in der zweiten Runde zum ersten mit Spannung erwarteten Oberländer Derby (neben Telfs) gegen die SPG Imst/Pitztal rund um Mannschaftsführer Sebastian Gabl (24.5., 10 Uhr, Silz).
KAPITAL. Eines dieser Talente ist Valentin Klaunzner, der frischgebackene österreichische U18-Hallenmeister. Ein Beweis dafür, dass in Silz nicht nur geredet, sondern geformt wird. „Valentin hat sich super entwickelt“, lobt der Obmann. Dass der Vizemeistertitel aus dem Vorjahr heuer wohl in etwas weiterer Ferne sein wird, nimmt man in Silz mit philosophischer Gelassenheit: „Das wird sich heuer schwer ausgehen“, so Neurauter. Doch wer braucht schon Pokale, wenn die Basis brennt? Mit vier gemeldeten Nachwuchsteams (3 Kids-Teams U10, ein Jugendteam U13) trägt die jahrelange (Winter-) Arbeit Früchte. Ein besonderer Dank geht hier an den sportlichen Leiter für die Jugendarbeit, Mario Schöpf. Aber man hat noch einige Teams mehr für die Tiroler Mannschaftsmeisterschaft genannt.
BEITRAG. Herren: Die Bezirksliga 1 schielt auf den Aufstieg, während in der Bezirksliga 2 der Klassenerhalt das Ziel ist. Damen: Erstmals geht eine zweite Damenmannschaft (Bezirksliga 2) an den Start – Frauenpower im Doppelpack. Senioren: Neu mit dabei ist die Truppe der 65+, die beweist, dass Tennis kein Alter kennt, sondern nur Leidenschaft. Was das Geheimnis dieses Erfolgs ist? „Bei uns boomt es in beiden Bereichen, sowohl im Spitzensport, als auch im Breitensport – dank der guten Gemeinschaft im Verein, und weil alle ihren Beitrag leisten“, fasst der Obmann den vorbildlichen Support zusammen.
STRUKTUR. Wer gewinnen will, braucht perfekten Boden. In Eigenregie wurden alle vier Sandplätze saniert, auf Platz 1 glänzen sogar nagelneue Linien. Dass die Plätze in Silz legendär sind, spricht sich herum: Im frühen Frühjahr flüchteten zahlreiche Gastspieler vor dem schlechten (Schnee-) Wetter auf die topgepflegten Silzer Courts. Personell gibt es einen historischen Wechsel: Horst Schöpf, die gute Seele der Anlage, tritt kürzer. Neurauter: „Er hat das Schleppnetz an den Nagel gehängt.“ Ein Nachfolger war schwer zu finden – also machen es jetzt einfach alle. Eine „Platzerhaltungsgruppe“, koordiniert von Harald Lacher und verstärkt durch Helmut Westerthaler, kümmert sich nun um das rote Gold. Fazit: Der TC Silz startet nicht einfach nur in eine Saison. Er feiert das Spiel als soziales Gesamtkunstwerk. Ob Flutlicht, neue Bewässerung, oder das Lob der Schiedsrichter für die perfekte Organisation des vorjährigen Finales – hier ist man bereit. Der Platz ist gut besucht, die Stimmung ist prächtig. Oder wie man in Silz wohl sagen würde: Der Ball liegt bei euch.
FOKUS. Neurauter erinnert sich schmunzelnd: „Es hat ihm hier so gut gefallen, dass er sich entschieden hat, bei uns zu spielen.“ Camerata bringt den Glanz der großen weiten Welt mit, gehört er doch zum Trainerteam des ATP-Profis Flavio Cobolli. Trotz dieser Verstärkung bleibt man bodenständig – fast schon verdächtig bescheiden. Angesichts von Kalibern wie Kitzbühel, Schwaz oder Telfs stapelt man tief. Das Ziel? Ein Mittelfeldplatz. Aber der Fokus liegt ohnehin auf dem Erlebnis: „Wir wollen dem Oberländer Publikum gutes Tennis bieten und mit unseren heimischen Talenten begeistern.“ Übrigens kommt es bereits in der zweiten Runde zum ersten mit Spannung erwarteten Oberländer Derby (neben Telfs) gegen die SPG Imst/Pitztal rund um Mannschaftsführer Sebastian Gabl (24.5., 10 Uhr, Silz).
KAPITAL. Eines dieser Talente ist Valentin Klaunzner, der frischgebackene österreichische U18-Hallenmeister. Ein Beweis dafür, dass in Silz nicht nur geredet, sondern geformt wird. „Valentin hat sich super entwickelt“, lobt der Obmann. Dass der Vizemeistertitel aus dem Vorjahr heuer wohl in etwas weiterer Ferne sein wird, nimmt man in Silz mit philosophischer Gelassenheit: „Das wird sich heuer schwer ausgehen“, so Neurauter. Doch wer braucht schon Pokale, wenn die Basis brennt? Mit vier gemeldeten Nachwuchsteams (3 Kids-Teams U10, ein Jugendteam U13) trägt die jahrelange (Winter-) Arbeit Früchte. Ein besonderer Dank geht hier an den sportlichen Leiter für die Jugendarbeit, Mario Schöpf. Aber man hat noch einige Teams mehr für die Tiroler Mannschaftsmeisterschaft genannt.
BEITRAG. Herren: Die Bezirksliga 1 schielt auf den Aufstieg, während in der Bezirksliga 2 der Klassenerhalt das Ziel ist. Damen: Erstmals geht eine zweite Damenmannschaft (Bezirksliga 2) an den Start – Frauenpower im Doppelpack. Senioren: Neu mit dabei ist die Truppe der 65+, die beweist, dass Tennis kein Alter kennt, sondern nur Leidenschaft. Was das Geheimnis dieses Erfolgs ist? „Bei uns boomt es in beiden Bereichen, sowohl im Spitzensport, als auch im Breitensport – dank der guten Gemeinschaft im Verein, und weil alle ihren Beitrag leisten“, fasst der Obmann den vorbildlichen Support zusammen.
STRUKTUR. Wer gewinnen will, braucht perfekten Boden. In Eigenregie wurden alle vier Sandplätze saniert, auf Platz 1 glänzen sogar nagelneue Linien. Dass die Plätze in Silz legendär sind, spricht sich herum: Im frühen Frühjahr flüchteten zahlreiche Gastspieler vor dem schlechten (Schnee-) Wetter auf die topgepflegten Silzer Courts. Personell gibt es einen historischen Wechsel: Horst Schöpf, die gute Seele der Anlage, tritt kürzer. Neurauter: „Er hat das Schleppnetz an den Nagel gehängt.“ Ein Nachfolger war schwer zu finden – also machen es jetzt einfach alle. Eine „Platzerhaltungsgruppe“, koordiniert von Harald Lacher und verstärkt durch Helmut Westerthaler, kümmert sich nun um das rote Gold. Fazit: Der TC Silz startet nicht einfach nur in eine Saison. Er feiert das Spiel als soziales Gesamtkunstwerk. Ob Flutlicht, neue Bewässerung, oder das Lob der Schiedsrichter für die perfekte Organisation des vorjährigen Finales – hier ist man bereit. Der Platz ist gut besucht, die Stimmung ist prächtig. Oder wie man in Silz wohl sagen würde: Der Ball liegt bei euch.


