Von der Regenfront zum Sonnen-Spektakel
Mut, Tränen und Gänsehaut: Tschirgant Skyrun als Trail-Wunder
Endorphin-Rausch pur – und 750 Verrückte bezwingen ungezählte tausende Höhenmeter! Motto: Vergiss Wellnesswochenenden. Wenn du den ultimativen Kick suchst, montierst du deine Trail-Raketen und läufst durch das Sonnen-Spektakel des Tiroler Oberlands. Aber auf hohen Alpenkanten. Was sich diese Woche im Vorfeld des Tschirgant Skyruns abspielte, taugt locker als Plot für einen Actionfilm.
16. Juni 2026
Endlich! Hunderte machten sich allein beim herrlichen TS26 Experience (26,6 km) ... Foto: Unterpirker
Wer die Tage vor dem Rennen einen Blick aus dem Fenster warf, brauchte Nerven aus Stahl. Sturzbäche, Hagel, Graupel – der Himmel feuerte alles ab, was er im Magazin hatte. Trails? Eher reißende Bäche. Veranstalter Lukas Kocher (Emo Tirol) stand kurz vor dem Herzinfarkt. „Diese Woche war eine Katastrophe vom Niederschlag her“, schüttelt Kocher den Kopf über das meteorologische Drama. Alles, was von „oben“ kommen konnte, sei für diese Woche aufgespart worden: „Die Strecke herzubringen war eine riesige Herausforderung.“
TRAUMTAG. Und dann? Der klassische Plot-Twist am Samstagmorgen. Pünktlich vor dem Startschuss drehte nächtens irgendwer da oben den Hahn zu. Die Wolken verzogen sich, die Sonne knallte, der Himmel erstrahlte im fast wolkenlosen Kaiserblau. „Belohnt wurden wir am Renntag mit einem super Wetter, einem Traumtag, dem idealen Laufwetter schlechthin“, jubelt Kocher – und atmet tief durch. Sein Fazit: „Im Endeffekt kann es für einen Veranstalter so nicht besser sein!“ Hieß also Gewusel und 1.500 brennende Wadl? Ja!
PHÄNOMEN. 750 Laufwütige hatten an diesem Tag richtig Bock auf kollektiven Muskelkater. Dreivierteltausend Erwachsene ballerten über die Gipfel, während rund 50 Kids (beim Kinderlauf) zeigten, dass die nächste Generation noch schmerzfreier ist. Das Ding mutiert endgültig zum globalen Phänomen: Der Internationalisierungsgrad schießt durch die Decke. Und die legendäre ASICS Frontrunner-Gruppe – das globale Nonplusultra der Lauf-Crews – schickte 34 Läufer ins Rennen, um die Imster Trails zu rocken. Krass.
SHAMPOO. Dass die Meute nicht im gebirgigen Nirvana versank, verdankten sie den anderen Helden der Woche. Teile der 70-köpfigen Taskforce des Vereins Trailmotion Tirol schoben nicht nur am Renntag Sonderschichten. Und die Leute der Bergwacht vollbrachten das Unmögliche: Sie haben die (demolierten) Wege trotz des Wetter-Chaos perfekt gestylt und hergerichtet. Chapeau! Kocher schickt stracks ein dickes „Danke“ an alle hinterher. Auch den 20 Bergrettern, die letztlich einen vorbildlichen Einsatz pflegten.
TRÄNEN. Aber der Skyrun ist eben kein seelenloses Ding – hier regiert das Herz. René Mair, Obmann von Trailmotion Tirol, spürt den Vibe: „Es ist einfach cool! Allein schon bei der Kontrolle sieht man, wie dankbar die Leute sind, weil hier so eine familiäre Community ist.“ Wie emotional das werden kann, zeigt die Story einer deutschen Läuferin. Kurz vor dem Start bricht sie vor Lukas Kocher in Tränen aus, bittet um eine feste Umarmung. Der Grund: Die Frau hat in vier Jahren brutale 90 Kilo abgenommen. So what!
GEWALTIG. Dieser Lauf war ihr persönlicher Mount Everest. Kocher drückt sie – Gänsehaut pur. Wenige Meter weiter grinst ein altbekanntes Gesicht in die Kamera. Ein Lauf-Veranstalter von der kanarischen Insel La Gomera reist (wieder) an, auch um ein Foto zusammen mit Kocher und Mair zu ergattern. Vom ewigen Frühling in die Tiroler Steilwand. Im Zielgelände reibt sich derweil Reinhold Werth, TVB Imst-Geschäftsführer, die Hände. Für ihn ist der Tschirgant Skyrun ein perfektes Schaufenster für die Zukunft: „Eine gewaltige Veranstaltung!“
TRAUMTAG. Und dann? Der klassische Plot-Twist am Samstagmorgen. Pünktlich vor dem Startschuss drehte nächtens irgendwer da oben den Hahn zu. Die Wolken verzogen sich, die Sonne knallte, der Himmel erstrahlte im fast wolkenlosen Kaiserblau. „Belohnt wurden wir am Renntag mit einem super Wetter, einem Traumtag, dem idealen Laufwetter schlechthin“, jubelt Kocher – und atmet tief durch. Sein Fazit: „Im Endeffekt kann es für einen Veranstalter so nicht besser sein!“ Hieß also Gewusel und 1.500 brennende Wadl? Ja!
PHÄNOMEN. 750 Laufwütige hatten an diesem Tag richtig Bock auf kollektiven Muskelkater. Dreivierteltausend Erwachsene ballerten über die Gipfel, während rund 50 Kids (beim Kinderlauf) zeigten, dass die nächste Generation noch schmerzfreier ist. Das Ding mutiert endgültig zum globalen Phänomen: Der Internationalisierungsgrad schießt durch die Decke. Und die legendäre ASICS Frontrunner-Gruppe – das globale Nonplusultra der Lauf-Crews – schickte 34 Läufer ins Rennen, um die Imster Trails zu rocken. Krass.
SHAMPOO. Dass die Meute nicht im gebirgigen Nirvana versank, verdankten sie den anderen Helden der Woche. Teile der 70-köpfigen Taskforce des Vereins Trailmotion Tirol schoben nicht nur am Renntag Sonderschichten. Und die Leute der Bergwacht vollbrachten das Unmögliche: Sie haben die (demolierten) Wege trotz des Wetter-Chaos perfekt gestylt und hergerichtet. Chapeau! Kocher schickt stracks ein dickes „Danke“ an alle hinterher. Auch den 20 Bergrettern, die letztlich einen vorbildlichen Einsatz pflegten.
TRÄNEN. Aber der Skyrun ist eben kein seelenloses Ding – hier regiert das Herz. René Mair, Obmann von Trailmotion Tirol, spürt den Vibe: „Es ist einfach cool! Allein schon bei der Kontrolle sieht man, wie dankbar die Leute sind, weil hier so eine familiäre Community ist.“ Wie emotional das werden kann, zeigt die Story einer deutschen Läuferin. Kurz vor dem Start bricht sie vor Lukas Kocher in Tränen aus, bittet um eine feste Umarmung. Der Grund: Die Frau hat in vier Jahren brutale 90 Kilo abgenommen. So what!
GEWALTIG. Dieser Lauf war ihr persönlicher Mount Everest. Kocher drückt sie – Gänsehaut pur. Wenige Meter weiter grinst ein altbekanntes Gesicht in die Kamera. Ein Lauf-Veranstalter von der kanarischen Insel La Gomera reist (wieder) an, auch um ein Foto zusammen mit Kocher und Mair zu ergattern. Vom ewigen Frühling in die Tiroler Steilwand. Im Zielgelände reibt sich derweil Reinhold Werth, TVB Imst-Geschäftsführer, die Hände. Für ihn ist der Tschirgant Skyrun ein perfektes Schaufenster für die Zukunft: „Eine gewaltige Veranstaltung!“








