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Imst | Wirtschaft | 24. Mai 2021 | Manuel Matt

Das Hoch-Imst der Zukunft

Das Hoch-Imst der Zukunft
Barrierefrei bis ins Alpjoch – dank der neuen Liftanlagen in Hoch-Imst, die planmäßig im Dezember in Betrieb gehen sollen. Foto: Doppelmayr_dieWest
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Imster Bergbahnen: Bauverhandlung ebnet Weg für den Neubau

Die Bauverhandlung ist abgeschlossen – und die fällige Erneuerung der in die Jahre gekommenen Liftanlagen in Hoch-Imst somit in trockenen Tüchern: Angegangen wird zunächst die Errichtung der neuen Alpjoch-Bahn, die untere Sektion samt dem Alpine Coaster bleiben noch bis Anfang September geöffnet. Der Saisonauftakt am vergangenen Pfingstwochenende zeigte sich schon einmal nicht so schlecht – trotz eher mauer Laune beim Wettergott.
Von Manuel Matt

Letztlich war’s dann noch ein kleines Hin und Her mit dem ins Auge gefassten Neubau in Hoch-Imst. Nicht nur wegen der Finanzierung – auch mit dem Abschluss der Bauverhandlung hat’s etwas länger gedauert als zunächst erwartet, wie Bernhard Schöpf als Geschäftsführer der Bergbahnen bestätigt: „Weil’s ein bisschen mehr Zeit gebraucht hat, bis der naturschutzrechtliche Bescheid von Innsbruck gekommen ist.“ Trotzdem sei das 20,5 Millionen Euro schwere Projekt nun wieder auf Schiene, freut sich Schöpf. Ein Dankeschön schickt der Geschäftsführer diesbezüglich nach Wien, zur Seilbahnbehörde, „die sofort reagiert und innerhalb von nur zweieinhalb Tagen beide Anlagen durchverhandelt hat“. So trudelte noch vergangene Woche, am Mittwoch „auf’d Nacht“ der positive Baubescheid ein, „der dann an Ort und Stelle verkündet worden und somit rechtskräftig ist“, erzählt Schöpf.

MITTEN IM BAU — UND DENNOCH GEÖFFNET. So sind der Worte genug gewechselt und die Imster dürfen endlich Taten sehen. Als erster Schritt würde nun der Abriss der alten Alpjoch-Bahn anstehen und „dass wir bei der Mittelstation mit den Bauarbeiten für das neue Gebäude beginnen“, gibt Schöpf die Marschrichtung vor. Rasch anzugehen sei auch das Legen der Streckenfundamente bei der unteren Sektion: „Sonst wird’s im Herbst eng.“ In Betrieb bleibe die Sektion dennoch, ebenso wie der Alpine Coaster – trotz Arbeiten unter der Woche. Möglich sei aber, dass im Juni und September auf einen Shuttledienst zur Untermarkter Alm zurückgegriffen werden muss, bittet der Geschäftsführer um Verständnis. Gesperrt bleiben die Alpjochbahn, das „SunOrama“, der Adlerhorst und der Drischlsteig.

ZUSAMMENHALT. Möglich sei das Offenhalten der unteren Sektion, weil die Mittelstation ein Stück weiter nach oben verlegt worden sei und die Bergstation der Doppelsesselbahn bestehen bleiben könne. „So bringt man die Menschen praktisch an der Baustelle vorbei. Das geht aber nur, weil alle zusammenhelfen“, zeigt Schöpf auf: „Wir dürfen auch den Baustellenverkehr zwischen der Untermarkter Alm und der Agrarhütte durchfahren lassen, wofür ich mich bei der Agrargemeinschaft bedanken möchte.“ Begleitet werde die Bauarbeiten übrigens auch von einem Sicherheitstechniker: „Damit alles unfallfrei über die Bühne geht.“

ES WERDE FEINER. Was zuvor schon an Vorarbeit möglich gewesen sei (wie etwa die Errichtung der Material-Seilbahn und die Sicherstellung der Stromversorgung), wäre bereits im Vorfeld in Angriff genommen worden. „Das hat uns zeitlich natürlich ein wenig weitergebracht“, erklärt der Geschäftsführer. Fixiert wäre der voraussichtliche Betriebsstart somit am 17. Dezember. Zur Verfügung stehen sollen dann zwei neue Zehner-Einseilumlaufbahnen, die dank Gondeln einen ebenerdigen Zu- und Ausstieg, einfacheren Transport von Fahrrädern und Kinderwägen sowie nicht zuletzt die Wettersicherheit und verkürzte Fahrzeiten ermöglichen würden.

POSITIV IN DEN SOMMER. Eingeläutet wurde die neue Saison bereits – und zwar am vergangenen Pfingstwochenende. Angesichts des doch eher durchwachsenen Wetters „war’s nicht so schlecht besucht, wenn’s auch noch Luft nach oben gibt“, berichtet Schöpf. Der Alpine Coaster bleibe aber Magnet und sobald die Sonne durch die Wolken blinzelt, würden gleich mehr Menschen nach Hoch-Imst strömen. Dementsprechend „sehr positiv“ zeige sich der Blick auf den Sommer, so Schöpf. Auch, weil viele Partnerbetriebe in der Hotellerie auf zahlreiche Anfragen verweisen würden. Gastfreundschaft wird da dann auf jeden Fall herrschen: Die Untermarkter Alm lädt bereits ein, die Muttekopfhütte folgt diesen Samstag und auch die Latschenhütte wird ab diesem Zeitpunkt täglich geöffnet sein – außer montags.
Das Hoch-Imst der Zukunft
Für mehr Komfort sowie ebenerdigen Zu- und Ausstieg werden geräumige Gondeln für beide Sektionen sorgen. Visualisierung: Doppelmayr_dieWest
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