Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
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Nicht alles „Rund um den Tschirgant“

Heftige Diskussionen zwischen dem TVB Imst und der Gemeinde Karrösten

Klärungsbedarf über die Nutzung des Karröster Agrargrunds für kommerzielle Veranstaltungen ist gegeben. Die Karröster Bürgermeisterin Petra Singer als Substanzverwalterin ist hier mit der Vorgehensweise vom TVB Imst ganz und gar nicht einverstanden. Um die Wogen zu glätten, wurde nun ein Rechtsbeistand zugezogen.
23. Mai 2023 | von Christoph Hablitzel
Nicht alles „Rund um den Tschirgant“<br />
Traute Zweisamkeit herrscht am Gipfel des Tschirgant, weniger Einigkeit herrscht am Fuße des Imster Hausberges.
Foto: Gemeinde Karrösten
Von Christoph Hablitzel

Während der von Einheimischen organisierte „Tschirgant-Skyrun“, der am 11. Juni stattfindet, von der Gemeinde Karrösten genehmigt wurde, war eine Anfrage eines deutschen Veranstalters für eine 24-Stunden Wandertrophy Stein des Anstoßes. „Wir fühlen uns hier schlichtweg übergangen, wir wurden als Grundeigentümer überhaupt nicht gefragt. Ein Almwirtschaftsbetreiber erhielt eine Anfrage, die Toilette für 900 Wanderer zur Verfügung zu stellen“, ärgert sich die Bürgermeisterin. „Wir wollen keine kommerziellen Veranstaltungen mehr auf Karröster Agrargrund, ich spreche hier auch für die Agrarier, Jagdpächter und Almbewirtschafter“, so Petra Singer weiters. Dies alles führte zu einer hitzigen Diskussion mit dem TVB Imst, der daraufhin drohte, alle Aktivitäten in Karrösten einstellen zu wollen. Sehr zum Ärger von BM Singer und den, von der Gemeinde Karrösten bestellten Rechtsbeistand RA Dr. Ulrich Gstrein. Von Seiten der BH Imst wurde berichtet, dass die Veranstaltung „nicht untersagt“ wurde, aber es gibt einen Verweis- „man könne zivilrechtlich klagen“.

RUNDER TISCH. Da auch ein Karröster Gemeindevorstand für den TVB Partei ergriff, wird nun in Form einer großen Runde mit Gemeinderat, TVB, Waldberechtigten, der Almwirtschaft und Jagdverantwortlichen an Richtlinien für Veranstaltungen in Zukunft an einer Lösung gearbeitet. Zum Thema meint Bernd Kiechl, der Geschäftsführer von Imst Tourismus: „Wir wurden mit einem 'Nein' ohne Alternativen abgefertigt, solche Vorgangsweisen entsprechen für uns nicht dem Sinn einer funktionierenden Partnerschaft." Die besagte 24-Stunden-Trophy findet übrigens in der Nacht statt, in der die Imster Bergfeuer stattfinden. Auf das ganze Jahr gesehen, sind es drei Veranstaltungen, die in Karrösten veranstaltet werden. Unsere deutschen Partner, die schon seit Jahren Gäste nach Imst bringen und in den Betrieben  in Karrösten die Betten füllen, fühlen sich ebenfalls vor den Kopf gestoßen. Wir erwarten uns hier schon von der Gemeinde Karrösten, dass hier ‘Nägel mit Köpfen‘ gemacht werden und wir eine Lösung im Sinne aller Beteiligten finden.“ Wenn der Tschirgant ein Vulkan wäre ...

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