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„Altes Gras“

Gabriel Castañeda liest aus seinem Debütroman

Gabriel Castañeda, Grinner mit mexikanischen Wurzeln, ist ein erfolgreicher Drehbuchautor, Moderator und als Kabarettist weitum bekannt für seinen bissigen Humor und seine skurrilen Kunstfiguren. Sein Auftritt als Buchautor stellte bei der Lesung in Grins eine Uraufführung dar.

22. September 2026
„Altes Gras“
Auch in der neuen Rolle als Krimiautor bewundernswert: Gabriel Castañeda Foto: Irmi Pfurtscheller
Zahlreiche Besucher fanden sich im „Bang-Art-li“ in Grins ein, um den beliebten Kabarettisten in seiner neuen Rolle als Krimiautor live zu erleben. Die Begrüßung übernahm Christian Moschen im Namen des Kulturvereins „Mein Grins“ und freute sich, neben dem Autor (den man in Grins nicht vorzustellen brauchte), auch Sabine Gruber begrüßen zu können, die an der Zither und mit passenden Songs die Lesung begleitete.

FIKTIVE KRIMINALGESCHICHTE. Vom fiktiven Dorf Hinterschlapfing wechselte Castañeda nach Grins zu einer fiktiven Kriminalgeschichte, die auf einer wahren Geschichte basiert. Inspiriert von einem realen Verbrechen, erzählt das Buch eine fiktive Geschichte rund um einen Mord 1957 in Grins, der bis heute unaufgeklärt blieb: Ein zwölfjähriges Mädchen verschwindet bei der Heuarbeit spurlos. Doch dem Leser bleibt nicht viel Zeit, um bei diesem Schicksal zu verweilen, denn schon befindet er sich in Mexiko City, wo Jona für eine Filmgesellschaft ein Interview mit dem Boss eines Verbrechersyndikats machen soll. Daraus wird aber nichts, und Jona kommt knapp mit dem Leben davon. Mit dem Flug Richtung Heimat glaubt er, der Gefahr entkommen zu sein, doch fliegt er ihr geradezu in die Arme. Castañeda sorgte mit pointierter Ausdruckskraft für Gänsehautfeeling.

SPANNENDE ZEITSPRÜNGE. Der 85. Geburtstag von Ignaz, dem Opa von Jona, soll gefeiert werden. Die vielen Geburtstagswünsche nimmt der an Demenz leidende Ignaz kaum wahr und lässt sich von Jona gerne in sein Zimmer bringen. Jona zappt im Fernsehprogramm herum, als Ignaz bei einem Schwarzweißfilm plötzlich erstarrt. Zu sehen sind Mädchen bei der Heuarbeit, als Ignaz den Brieföffner nimmt und auf seinen Enkel Jona einsticht. Blutüberströmt findet ihn seine Mutter. Jona überlebt, so viel gab der Autor bekannt. Beim Herumstöbern in alten Sachen findet der wieder gesunde Jona ein vergilbtes Foto mit der Schrift seiner schon lange verstorbenen Nonna. Was hat Ignaz mit einem vor vielen Jahren verschwundenen Mädchen zu tun? Dunkle Geheimnisse hinter der Dorfidylle, über die sprichwörtlich „altes Gras“ gewachsen ist. Kriminaltechnisch zieht der Autor sämtliche Register und ließ die Zuhörer mit dieser haarsträubenden und ungemein spannenden Geschichte im Ungewissen. Spätestens Ende des Jahres sollte mit dem Erscheinen des Romans die Neugier der Zuhörer und der Leser befriedigt werden.
„Altes Gras“
Christian Moschen begrüßte die Besucher zur Autorenlesung im Namen des Kulturvereins „Mein Grins“ im „Bang-Art-li“. Foto: Irmi Pfurtscheller
„Altes Gras“
Perfekte musikalische Umrahmung durch Sabine Gruber – tolle Songs, starke Stimme Foto: Irmi Pfurtscheller
„Altes Gras“
Das „Bang-Art-li“ – ein idyllisches Plätzchen in Grins Foto: Irmi Pfurtscheller

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