Auch Pfarrer können irren
Heimatbühne Pians begeisterte bei Premiere
Das neue Theaterstück „Im Pfarrhaus ist der Teufel los“ wurde von der Heimatbühne Pians einfach großartig und ungemein unterhaltsam auf die Bühne gebracht. Spielfreude, Humor und viel Herz sorgten für einen wundervollen Theaterabend.
20. Oktober 2026
Eine Stripteasetänzerin im Pfarrhaus geht schon gar nicht. Foto: Irmi Pfurtscheller
Die Komödie in drei Akten von Markus Scheble und Sebastian Kolb wurde von den Darstellern der Heimatbühne Pians mit komödiantischer Perfektion, Spielfreude und einer großen Portion Humor hervorragend umgesetzt. Die Schauspieler überzeugten in ihren jeweiligen Rollen und sorgten mit lebendigen Szenen und pointierten Dialogen immer wieder für herzhaftes Lachen. Auch die liebevolle Inszenierung, bei der das Publikum mitten ins Geschehen eintauchen konnte, trug zum Gelingen der Aufführung bei.
Der Schein trügt. Pfarrer Bürstel, von Franz Sprenger mit großer Klasse gespielt, ist der uneingeschränkte Herr im Pfarrhaus. Alles geschieht nach seinem Wohlwollen. Der Kirchenchor hat gefälligst die Lieder von anno dazumal zu singen, wie es seit jeher Brauch ist. Auch wenn Maxi (Johannes Kaufmann) und Franzi (Greta Vöhl), unterstützt von Chorleiterin Monika (Theresia Mungenast), Ideen vorbringen, will der Pfarrer von diesem neumodischen Zeugs nichts wissen. Da kommt das Schicksal in Form eines kleinen Unfalls des Pfarrers ins Spiel. Mit einem Fuß in Gips sucht er um einen Aushilfspfarrer an und bekommt auch einen. Aber was für einen: Karl Wolf, gespielt von Claudio Hauser, Streetworker, tätowiert, mit Lederjacke und Motorrad, ist die Vertretung Bürstels. Da bleibt nicht nur dem Pfarrer der Mund offenstehen, auch Pfarrkirchenrats-Obfrau Gundula Krätz sieht schon Sodom und Gomorrha auf die Pfarre zukommen. Die Haushälterin und Schwester des Pfarrers, Mechthild, dargestellt von Monika Klien, sieht das etwas lockerer und ist froh über neue Impulse in der Pfarrgemeinde. Ungeahnte „Impulse“ kommen in Gestalt der Stripteasetänzerin Jenny (Christina Schranz) und ihrer Verfolger aus dem Rotlichtmilieu (Hans Kaufmann und Markus Sprenger). Pfarrer Bürstel kommt von einem Schockzustand in den nächsten. Wie dieses ganze Tohuwabohu auf die Bühne gebracht wird, ist ein purer Genuss für das Publikum. Mit seinem Abschlusswort gab Pfarrer Bürstel dem Publikum auch noch was zum Denken mit auf den Weg: „Wir lassen uns oft von Äußerlichkeiten beeinflussen, was aber oft nichts über den Menschen aussagt, den wir beurteilen.“ Für sein Wiedergutmachen erhielt Hochwürden die Absolution von ganz oben.
Ein Premieren-Theaterabend mit Mehrwert: tolle Unterhaltung, kulinarisch mit Brötchen versorgt und noch dazu ein guter Ratschlag fürs Gewissen. Weitere Gelegenheiten für dieses sehr zu empfehlende Theaterstück gibt es jeweils an den Wochenenden von 24. Oktober bis 8. November im Gemeindesaal Pians.
Der Schein trügt. Pfarrer Bürstel, von Franz Sprenger mit großer Klasse gespielt, ist der uneingeschränkte Herr im Pfarrhaus. Alles geschieht nach seinem Wohlwollen. Der Kirchenchor hat gefälligst die Lieder von anno dazumal zu singen, wie es seit jeher Brauch ist. Auch wenn Maxi (Johannes Kaufmann) und Franzi (Greta Vöhl), unterstützt von Chorleiterin Monika (Theresia Mungenast), Ideen vorbringen, will der Pfarrer von diesem neumodischen Zeugs nichts wissen. Da kommt das Schicksal in Form eines kleinen Unfalls des Pfarrers ins Spiel. Mit einem Fuß in Gips sucht er um einen Aushilfspfarrer an und bekommt auch einen. Aber was für einen: Karl Wolf, gespielt von Claudio Hauser, Streetworker, tätowiert, mit Lederjacke und Motorrad, ist die Vertretung Bürstels. Da bleibt nicht nur dem Pfarrer der Mund offenstehen, auch Pfarrkirchenrats-Obfrau Gundula Krätz sieht schon Sodom und Gomorrha auf die Pfarre zukommen. Die Haushälterin und Schwester des Pfarrers, Mechthild, dargestellt von Monika Klien, sieht das etwas lockerer und ist froh über neue Impulse in der Pfarrgemeinde. Ungeahnte „Impulse“ kommen in Gestalt der Stripteasetänzerin Jenny (Christina Schranz) und ihrer Verfolger aus dem Rotlichtmilieu (Hans Kaufmann und Markus Sprenger). Pfarrer Bürstel kommt von einem Schockzustand in den nächsten. Wie dieses ganze Tohuwabohu auf die Bühne gebracht wird, ist ein purer Genuss für das Publikum. Mit seinem Abschlusswort gab Pfarrer Bürstel dem Publikum auch noch was zum Denken mit auf den Weg: „Wir lassen uns oft von Äußerlichkeiten beeinflussen, was aber oft nichts über den Menschen aussagt, den wir beurteilen.“ Für sein Wiedergutmachen erhielt Hochwürden die Absolution von ganz oben.
Ein Premieren-Theaterabend mit Mehrwert: tolle Unterhaltung, kulinarisch mit Brötchen versorgt und noch dazu ein guter Ratschlag fürs Gewissen. Weitere Gelegenheiten für dieses sehr zu empfehlende Theaterstück gibt es jeweils an den Wochenenden von 24. Oktober bis 8. November im Gemeindesaal Pians.








