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Landeck | Kultur | 28. Juni 2021 | Daniel Haueis

Ein dritter Streich

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Karl Gitterle: Schriftsteller – Künstler – Architekt Foto: Karl Gitterle
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Karl Gitterles Roman „Klostergarten“

Seinen dritten und vorerst letzten Roman mit der Kriminalpolizistin Claire stellt Karl Gitterle dieser Tage vor.
Von Alois Pircher

In die Welt der Malerei, der Fälscher und der Kunstgeschichte entführt Karl Gitterle diesmal seine Leser. Sehr kenntnisreich lässt er seine Detektivin die Spur wertvoller Gemälde vom Oberland aus quer durch Europa verfolgen. Ihre Recherchen führen sie bis nach Kopenhagen, und manch eine Spur führt auch nach Südamerika. Auch der Umgang des Dritten Reichs mit „entarteter“ Kunst findet im spannenden Plot seinen Niederschlag. Warum hat die Oberin des Frauenklosters Geheimnisse vor der umtriebigen „Kriminalerin“ und warum will sie nicht alles offenbaren? Die ganze Geschichte beginnt mit dem überraschenden Tod einer jungen Frau in einem Oberländer Kloster. Der Leser wird auf immer neue Fährten gelockt – ganz so wie man es sich bei einem guten Kriminalroman erwartet. Aber nicht nur ein Kriminalfall wird aufgeklärt, man erfährt auch, gut recherchiert, einiges über das Metier der Kunstfälscher und über die Kunstpolitik im Dritten Reich. Ein äußerst gelungener Roman, der sicherlich wie seine beiden Vorgänger mehrere Auflagen erleben wird. In „Klostergarten“ kann man den Schriftsteller auch als bildenden Künstler bewundern. Passend zum „kunstsinnigen“ Thema ergänzt Gitterle seine Geschichte mit Grafiken und kleinen Pastellmalereien – ein kleines Kunstwerk.

MIGRATION UND INTEGRATION. Polizistin Claire wird nach diesem Roman vorerst in den Ruhestand geschickt – eine Reaktivierung wäre aber sicherlich möglich, so der Autor. Aber schon wartet das nächste Projekt auf den geschäftigen Schriftsteller. Dieses ist schon recht weit fortgeschritten und behandelt mit Migration und Integration zwei Themenbereiche, die nur kurzfristig durch die Covid-Krise in den Hintergrund gedrängt wurden, ist Gitterle überzeugt. Aber nicht nur die Migration von Menschen, sondern auch jene von Tieren und Pflanzen sind Thema dieses zukünftigen Romans. Und eines kann schon jetzt vorweggenommen werden – Gitterle gelingt auch bei diesem Thema ein origineller Schluss. Der Roman „Klostergarten“ ist ab sofort im gutsortierten Fachhandel und beim Autor zu erwerben und verspricht kurzweilige und spannende Stunden Lesevergnügen. Die durchgängige Kleinschreibung sind Gitterle-Fans ja schon gewohnt.
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In Karl Gitterles „Klostergarten“ führen die Recherchen Kriminalpolizistin Claire bis Kopenhagen. Cover: Verlag Innsalz, Gestaltung: DI Philipp Gitterle
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