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Ein klingendes Denkmal

Konzert zum 300. Todestag von Jakob Prandtauer

Mit einem außergewöhnlichen Konzertabend erinnerte die Musikkapelle Stanz an den 300. Todestag ihres berühmtesten Sohnes: Jakob Prandtauer. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur das beeindruckende Lebenswerk des Barockbaumeisters, sondern auch der Mensch dahinter. Der Höhepunkt des Abends war die Aufführung des eigens komponierten „Jakob-Prandtauer-Marsches“ aus der Feder von Kapellmeister Peter Reich.

Kathrin Gruber
1. September 2026
Ein klingendes Denkmal
Die Musikkapelle Stanz bei Landeck lud anlässlich des 300. Todestages von Jakob Prandtauer zu einem besonderen Konzertabend. Foto: Kathrin Gruber
Jakob Prandtauer wurde 1660 in Stanz bei Landeck geboren und erlangte als Erbauer des Stiftes Melk Weltruhm. Doch für die Gemeinde Stanz ist er weit mehr als der berühmte Barockbaumeister. „Für uns hier in Stanz war er zuerst ein Kind unserer Gemeinde“, hieß es bei der Begrüßung durch Josef Reheis, Obmann der Musikkapelle Stanz. Er hatte sich intensiv mit dem Leben des berühmtesten Stanzer Sohnes beschäftigt und die wichtigsten Stationen zusammengefasst. Gerhard Beer führte das Publikum zwischen den Musikstücken durch dessen Lebensgeschichte. Das Geburtshaus Jakob Prandtauers liegt nur wenige Schritte vom Veranstaltungsort entfernt. Von dort führte ihn sein Weg als Sohn eines Bergbauern über eine Maurerlehre bis an die Spitze der österreichischen Barockarchitektur.

MUSIKALISCHE REISE DURCH EIN LEBEN. Das Konzert war so konzipiert, dass die wichtigsten Ereignisse des Lebens von Jakob Prandtauer mit Musik verbunden wurden. In mehreren Moderationsblöcken bekamen die Zuhörer Einblicke in seine Kindheit, bis hin zu seinem Aufstieg zum bedeutendsten Baumeister Österreichs. Aber auch die weniger bekannten Seiten seines Lebens wurden beleuchtet: der frühe Tod des Vaters, seine jahrelange Wanderschaft und seine enge Verbundenheit mit seiner Tiroler Heimat, die er selbst als bedeutender Baumeister in St. Pölten immer betonte. Musikalisch hervorgehoben wurden diese Stationen mit Stücken wie „Schwert Österreichs“, „Meine Heimat ist Tirol“, „Flott voran“ und „Concerto d’amore“.

HÖHEPUNKT IN NOTEN. Den Höhepunkt bildete der „Jakob-Prandtauer-Marsch“, den Kapellmeis­ter Peter Reich anlässlich des heurigen 300. Todestages von Prandtauer komponiert hatte. Mit diesem Werk setzte die Musikkapelle dem Stanzer Barockbaumeister ein klingendes Denkmal, das seine Wurzeln und Verbundenheit mit der Heimat ebenso verklanglicht wie die Größe seines Lebenswerkes. Bis heute erinnern Museen und Ausstellungen an sein Wirken. Auch auf Schloss Landeck befindet sich eine Dauerausstellung, die Prandtauer gewidmet ist. Dafür überreichte Obmann Josef Reheis eine Zeichnung des Geburtshauses mit Notenzeilen des „Jakob-Prandtauer-Marsches“ an den Bezirksmuseumsverein. Sie soll die Ausstellung erweitern. „Schloss Landeck ist das einzige Museum weltweit, von dem aus man vom Prandtauer-Raum aus auf dessen Geburtshaus blicken kann“, erzählten Obmann Christian Rudig und sein Stellvertreter Nikolaus Köll vom Bezirksmuseumsverein Landeck stolz.
Ein klingendes Denkmal
Gerhard Beer führte mit Einblicken in das Leben des berühmtesten Stanzer Sohnes durch den Abend. Foto: Kathrin Gruber
Ein klingendes Denkmal
Der Höhepunkt des Konzertes war der eigens von Kapellmeister Peter Reich komponierte „Jakob-Prandtauer-Marsch“. Eine Zeichnung des Geburtshauses von Jakob Prandtauer samt Notenzeilen des Marsches wurden dem Bezirksmuseumsverein Landeck für dessen Dauerausstellung zu Jakob Prandtauer übergeben. Kapellmeister Peter Reich, Christian Rudig, Nikolaus Köll und Obmann Josef Reheis (v. l.) Foto: Kathrin Gruber

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