Ein Landecker in Erl
Diakon Peter Scheibers Fotografien sind bei den Passionsspielen in Erl zu sehen
Peter Scheiber aus Perjen fotografiert seit Jahrzehnten Wegkreuze im Alpenraum. Dabei fiel dem Diakon auf: Keine Darstellung Jesu gleicht der anderen. Auch Forscher sind sich bislang nicht sicher, wie Jesus Christus tatsächlich ausgesehen hat. Seine Fotografien sind im Rahmen der Passionsspiele in Erl zu sehen.
22. Juli 2025
Diakon Peter Scheiber zeigt auf einen weinenden Jesus – eine eher seltene Darstellung. Foto: Peter Scheiber
„Corpus Delicti – Corpus Christi“ heißt die Ausstellung des gelernten Fotografen, die während der gesamten Spielzeit von 25. Mai bis 4. Oktober zu sehen ist. Vor und nach den Aufführungen, die nur alle sechs Jahre stattfinden, können die Besucher die Fotografien im Kunstraum des Passionsspielhauses betrachten. „Es ist eine wahre Ehre, in diesen heiligen Hallen auszustellen“, so Peter Scheiber. Denn: Nur Erler dürfen Teil des beeindruckenden Schauspiels mit rund 600 engagierten Laiendarstellern sein. Teil der Vorführung ist die Ausstellung zwar nicht, als Diakon wurde Peter Scheiber allerdings gebeten, einen Gottesdienst im Passionsspielhaus zu gestalten, der während der Spielzeit jeden Sonntag stattfindet.
WIE SAH JESUS WIRKLICH AUS? Zig Bilder sind im Kunstraum ausgestellt, darunter auch ein zweieinhalb Meter großes Kreuz, das eine Collage mit Wegkreuzen zeigt. Diakon Peter Scheiber hat rund 200 Jesus-Bilder in seiner Sammlung, die alle ihre Eigenheiten aufweisen: Unter anderem wird Jesus Christus mal mit Dornenkrone, mal ohne, mal mit offenen, mit geschlossenen oder von Tränen erfüllten Augen dargestellt. In Europa wird Jesus meist als schlanker, großer Mann mit langen, welligen Haaren, Bart und heller Haut dargestellt, oft in strahlend weiße Gewänder gehüllt. Diese Darstellungen sind vielmehr kulturell und theologisch geprägt als historisch korrekt. In Wirklichkeit dürfte der Sohn Gottes mittelgroß, mit breitem Gesicht, kurzem bis mittellangem, gelocktem Haar, schlichter Kleidung und dunklerem Teint in Erscheinung getreten sein – typisch für das jüdische Galiläa im 1. Jahrhundert. „Ich bin der Meinung, dass kein Mensch weiß, wie Jesus wirklich ausgesehen hat. Mit den Bildern möchte ich jeden einladen, sich die eigenen Gedanken darüber zu machen“, so Scheiber.
WIE SAH JESUS WIRKLICH AUS? Zig Bilder sind im Kunstraum ausgestellt, darunter auch ein zweieinhalb Meter großes Kreuz, das eine Collage mit Wegkreuzen zeigt. Diakon Peter Scheiber hat rund 200 Jesus-Bilder in seiner Sammlung, die alle ihre Eigenheiten aufweisen: Unter anderem wird Jesus Christus mal mit Dornenkrone, mal ohne, mal mit offenen, mit geschlossenen oder von Tränen erfüllten Augen dargestellt. In Europa wird Jesus meist als schlanker, großer Mann mit langen, welligen Haaren, Bart und heller Haut dargestellt, oft in strahlend weiße Gewänder gehüllt. Diese Darstellungen sind vielmehr kulturell und theologisch geprägt als historisch korrekt. In Wirklichkeit dürfte der Sohn Gottes mittelgroß, mit breitem Gesicht, kurzem bis mittellangem, gelocktem Haar, schlichter Kleidung und dunklerem Teint in Erscheinung getreten sein – typisch für das jüdische Galiläa im 1. Jahrhundert. „Ich bin der Meinung, dass kein Mensch weiß, wie Jesus wirklich ausgesehen hat. Mit den Bildern möchte ich jeden einladen, sich die eigenen Gedanken darüber zu machen“, so Scheiber.
Attila Haidegger 







