Jazz in vielen Facetten
Cinemacity-Doppelkonzert: Eigenkompositionen & Jazz
7. Oktober 2025 | von
Herbert Tiefenbacher
Das onQ-Quintet beim Doppelkonzert von Cinemacity 2025 im Alten Kino Landeck Foto: Julian Raggl
Den Auftakt des Abends bildete das onQ-Quintet mit Lokalmatador Michael Tiefenbacher. Die Formation entstand während des Lockdowns 2020, als Bassist Tobias Vedovelli und Tiefenbacher das Kollektiv „onQ“ mit mehr als 30 Musikern ins Leben riefen. Aus diesem Kreis entwickelte sich schließlich ein festes Quintett, dem auch der tschechische Saxofonist Stepan Flagar, der Berliner Vibrafonist David Soyza und der brasilianische Schlagzeuger Matheus Jardim angehören.
EIGENKOMPOSITIONEN. Die im ORF-Funkhaus Wien aufgenommenen Eigenkompositionen sollen bald veröffentlicht werden – in Landeck bekamen die Konzertbesucher bereits einen ersten Vorgeschmack. Das Repertoire basiert auf eigenen Stücken und kombiniert anspruchsvolle Harmonien und Melodien mit einer freien, improvisierten Spielweise. Ein weiteres Merkmal ist ihre kontinuierliche Innovation: Sie gehen über das Bekannte hinaus, stets verbunden mit präziser, dynamischer Rhythmik.
KLANGVOLLE VIRTUOSEN. Flagar überzeugte am Saxofon durch technische Brillanz, präzise Artikulation und ausdrucksstarke Phrasierung. Auch in seinen Improvisationen zeigte er seine Stärken, ebenso wie Tiefenbacher am Fender Rhodes. Seine spontane Kreativität verband sich harmonisch mit durchdachter Struktur. Soyza webte am Vibrafon vielseitige Klangtexturen – unterschiedlich kombinierte Klänge, die dem Gesamtklang eine besondere Atmosphäre verliehen. Vedovelli legte das stabile Bassfundament und glänzte gleichzeitig in Solopassagen. Jardim sorgte am Schlagzeug für sicheres Timing und einen dynamischen Puls. Das Konzert war weit mehr als eine Aufführung – es wurde zu einem intensiven Hörerlebnis für alle, die sich auf Neues einlassen wollten.
HYPNOTISCHE KLÄNGE. Den zweiten Programmpart gestaltete die Formation „Lucent Gardens“. Das Quartett verschmolz Bass, Schlagzeug und fein nuancierte Elektronik zu Klanglandschaften, die zwischen vibrierenden Maschinenstädten und fließenden Traumsequenzen pendelten. Solistische Passagen gaben jedem Musiker Raum, während die Gesamtstruktur spürbar blieb und sich zu packenden Höhepunkten steigerte. Es ging ums Loslassen, und nur wenn dies gelang, öffneten sich neue akustische Räume voller Überraschungen.
Überall improvisierte Klänge
Beim Festival Cinemacity 2025 wurden Straßen, Spielplätze und sogar das Krankenhaus und das Altersheim zur Bühne – und die Soundbox war erneut Teil des Programms.
Von Donnerstag bis Samstagvormittag öffnete die kleine Bühne in der Malser Straße ihre Türen: Schulklassen und Passanten genossen fünfminütige Gratiskonzerte von Festivalmusikern wie Siggi Haider, Christoph Pepe Auer, Vincent Pongracz und Stepan Flagar. „Ein einzigartiges Erlebnis – für uns wie fürs Publikum“, sagt Haider. Die nächste Soundbox wird bereits gespannt erwartet.
MUSIK ÜBERALL. Am Freitag machten das onQ-Quintet und das Duo Haider&Auer sowie Valentin Goidinger Station auf dem Spielplatz Öd, beim Wertstoffhof und beim Altersheim. Kinder unterbrachen ihr Spiel, Passanten schnippten im Takt, Senioren lauschten aufmerksam. „Es ist schön, dass ihr an uns denkt“, sagte eine Bewohnerin des Altersheimes. Zum ersten Mal war auch Zams Teil des Festivals, wo beim Krankenhaus und am Dorfplatz Alltagsgeräusche auf improvisierte Musik trafen.
KLEINE KLANGREISE. Am Donnerstag faszinierte das Kinderkonzert im Alten Kino Landeck. Das Gedankenreiseorchester entführte kleine und große Zuhörer auf eine fantasievolle musikalische Reise, bei der Kinder und Familien mitmachen und Ideen einbringen konnten – ein Erlebnis voller Staunen, Spaß und Musik.
FAZIT. Cinemacity ließ Alltagsorte erklingen: Improvisierte Klänge brachten Freude, überraschten Passanten und zeigten, dass Musik jeden Ort lebendig machen kann.
EIGENKOMPOSITIONEN. Die im ORF-Funkhaus Wien aufgenommenen Eigenkompositionen sollen bald veröffentlicht werden – in Landeck bekamen die Konzertbesucher bereits einen ersten Vorgeschmack. Das Repertoire basiert auf eigenen Stücken und kombiniert anspruchsvolle Harmonien und Melodien mit einer freien, improvisierten Spielweise. Ein weiteres Merkmal ist ihre kontinuierliche Innovation: Sie gehen über das Bekannte hinaus, stets verbunden mit präziser, dynamischer Rhythmik.
KLANGVOLLE VIRTUOSEN. Flagar überzeugte am Saxofon durch technische Brillanz, präzise Artikulation und ausdrucksstarke Phrasierung. Auch in seinen Improvisationen zeigte er seine Stärken, ebenso wie Tiefenbacher am Fender Rhodes. Seine spontane Kreativität verband sich harmonisch mit durchdachter Struktur. Soyza webte am Vibrafon vielseitige Klangtexturen – unterschiedlich kombinierte Klänge, die dem Gesamtklang eine besondere Atmosphäre verliehen. Vedovelli legte das stabile Bassfundament und glänzte gleichzeitig in Solopassagen. Jardim sorgte am Schlagzeug für sicheres Timing und einen dynamischen Puls. Das Konzert war weit mehr als eine Aufführung – es wurde zu einem intensiven Hörerlebnis für alle, die sich auf Neues einlassen wollten.
HYPNOTISCHE KLÄNGE. Den zweiten Programmpart gestaltete die Formation „Lucent Gardens“. Das Quartett verschmolz Bass, Schlagzeug und fein nuancierte Elektronik zu Klanglandschaften, die zwischen vibrierenden Maschinenstädten und fließenden Traumsequenzen pendelten. Solistische Passagen gaben jedem Musiker Raum, während die Gesamtstruktur spürbar blieb und sich zu packenden Höhepunkten steigerte. Es ging ums Loslassen, und nur wenn dies gelang, öffneten sich neue akustische Räume voller Überraschungen.
Überall improvisierte Klänge
Beim Festival Cinemacity 2025 wurden Straßen, Spielplätze und sogar das Krankenhaus und das Altersheim zur Bühne – und die Soundbox war erneut Teil des Programms.
Von Donnerstag bis Samstagvormittag öffnete die kleine Bühne in der Malser Straße ihre Türen: Schulklassen und Passanten genossen fünfminütige Gratiskonzerte von Festivalmusikern wie Siggi Haider, Christoph Pepe Auer, Vincent Pongracz und Stepan Flagar. „Ein einzigartiges Erlebnis – für uns wie fürs Publikum“, sagt Haider. Die nächste Soundbox wird bereits gespannt erwartet.
MUSIK ÜBERALL. Am Freitag machten das onQ-Quintet und das Duo Haider&Auer sowie Valentin Goidinger Station auf dem Spielplatz Öd, beim Wertstoffhof und beim Altersheim. Kinder unterbrachen ihr Spiel, Passanten schnippten im Takt, Senioren lauschten aufmerksam. „Es ist schön, dass ihr an uns denkt“, sagte eine Bewohnerin des Altersheimes. Zum ersten Mal war auch Zams Teil des Festivals, wo beim Krankenhaus und am Dorfplatz Alltagsgeräusche auf improvisierte Musik trafen.
KLEINE KLANGREISE. Am Donnerstag faszinierte das Kinderkonzert im Alten Kino Landeck. Das Gedankenreiseorchester entführte kleine und große Zuhörer auf eine fantasievolle musikalische Reise, bei der Kinder und Familien mitmachen und Ideen einbringen konnten – ein Erlebnis voller Staunen, Spaß und Musik.
FAZIT. Cinemacity ließ Alltagsorte erklingen: Improvisierte Klänge brachten Freude, überraschten Passanten und zeigten, dass Musik jeden Ort lebendig machen kann.
