Weibsbilder und Gletschermilch
Vernissage von Veronika Kolp im Alpinarium Galtür
Die Künstlerin Veronika Kolp zeigt im Alpinarium in Galtür ihre Porträts, Landschafts- und Umweltbilder. Die Ausstellung ist bis 15. August in den Galerieräumen des Alpinariums zu besichtigen.
17. Juni 2025
Muttler RS-Foto: Pircher
Sie ist eben ein „Weibsbild“, meint Sonja Christine Wechselberger in einer Hommage an die Malerin Veronika Kolp. Und das ist als Kompliment, als Auszeichnung gedacht. Ihr gelingt es gelebtes Leben spürbar, sichtbar zu machen. Starke Tiroler Frauen hat sie porträtiert, sie gibt in diesen Bildern nicht nur einen Einblick in das (Seelen-)Leben der abgebildeten Frauen, sie gewährt dem Betrachter auch einen Einblick in ihr Inneres. Manchmal legt sie mehrere Gesichter der Frau übereinander, um die verschiedenen Facetten der Persönlichkeit zu zeigen. Man erkennt in Kolp eine starke Frau, die ihren Weg gefunden hat und mit Pinsel und Leinwand einerseits behutsam, aber dann wieder kraftvoll umgeht. Ein Weibsbild eben!
LANDSCHAFTS- UND UMWELTBILDER. Anders ihre Landschaftsbilder: Beinahe fotorealistisch kann man in ihren Bergbildern die Wucht, die Faszination, aber auch die Herausforderungen der hochalpinen Bergwelten erahnen. Aber sie will nicht hyperrealistisch malen. Dies zeigt sich in ihrer Farbgebung, die häufig abstrakt ist.
Einen anderen Ansatz wählt sie mit den Umweltbildern. Mit jenen will sie auf den Klimawandel, auf Naturzerstörung und Umweltverschmutzung hinweisen. Aber nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern hintergründig, um den Betrachter zum Nachdenken („Ich bin mir bewusst, dass auch ich Teil des Problems bin“) aufzufordern. Der Begriff „Gletschermilch“ bezeichnet das abschmelzende Gletschereis, das stark mit Sedimenten angereicht einen milchigen Charakter zeigt. Durch die Gletscherschmelze ist dieses Phänomen derzeit sehr stark und auch ein Hinweis auf den Klimawandel.
WERDEGANG. Kolp ist in Reith bei Seefeld aufgewachsen und lebt nun in Mils bei Hall. Sie besuchte die Fachschule für angewandte Malerei, maturierte an der HTL in Innsbruck und absolvierte anschließend eine Ausbildung als Vergolderin und Staffiererin. Sie ist auch ausgebildete Lebens- und Sozialberaterin, wie auch Kreativtrainerin. An der Freien Kunst Akademie Augsburg absolviert sie zurzeit eine Ausbildung bei Prof. Bogdan Pascu. Als Lehrerin an der Schnitzschule in Elbigenalp gab sie umfangreiches Wissen an Studierende weiter. Seit 2022 ist sie freiberufliche Restauratorin, Vergolderin und Malerin.
LAUDATIO. In ihrer Laudatio stellte Helga Maderna nicht nur den Lebensweg der Künstlerin vor, sie erklärte auch anschaulich deren Maltechniken und deren Herangehensweise an die Malerei. So erfuhr man, dass ein Skizzenbuch ständiger Begleiter der Künstlerin ist. Aus den in der Natur angefertigten Skizzen entstehen im Atelier die wunderschönen Bergmotive in Öl auf Leinwand. „Mit Kohle und Bleistift hat sie einen flotten Strich“, so Maderna. Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll das Können dieser außergewöhnlichen Malerin, schloss die Laudatorin. VBgm. Martin Walter begrüßte die zahlreichen Besucher, viele Kunstinteressierte kamen aus der Heimatgemeinde (Mils bei Hall) der Künstlerin. Auch die Bürgermeisterin Daniela Kampfl hat den weiten Weg ins Paznaun nicht gescheut. Unter den Ausstellungsbesuchern war auch LA Beate Scheiber zu sehen. Für die musikalische Begleitung war das Fluchthorn-Trio verantwortlich. Die Organisation der Vernissage lag in den bewährten Händen von Margot Lorenz.
Die Ausstellung ist bis 15. August in den Galerieräumen des Alpinariums (freier Eintritt) zu besichtigen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 Uhr bis 18 Uhr.
LANDSCHAFTS- UND UMWELTBILDER. Anders ihre Landschaftsbilder: Beinahe fotorealistisch kann man in ihren Bergbildern die Wucht, die Faszination, aber auch die Herausforderungen der hochalpinen Bergwelten erahnen. Aber sie will nicht hyperrealistisch malen. Dies zeigt sich in ihrer Farbgebung, die häufig abstrakt ist.
Einen anderen Ansatz wählt sie mit den Umweltbildern. Mit jenen will sie auf den Klimawandel, auf Naturzerstörung und Umweltverschmutzung hinweisen. Aber nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern hintergründig, um den Betrachter zum Nachdenken („Ich bin mir bewusst, dass auch ich Teil des Problems bin“) aufzufordern. Der Begriff „Gletschermilch“ bezeichnet das abschmelzende Gletschereis, das stark mit Sedimenten angereicht einen milchigen Charakter zeigt. Durch die Gletscherschmelze ist dieses Phänomen derzeit sehr stark und auch ein Hinweis auf den Klimawandel.
WERDEGANG. Kolp ist in Reith bei Seefeld aufgewachsen und lebt nun in Mils bei Hall. Sie besuchte die Fachschule für angewandte Malerei, maturierte an der HTL in Innsbruck und absolvierte anschließend eine Ausbildung als Vergolderin und Staffiererin. Sie ist auch ausgebildete Lebens- und Sozialberaterin, wie auch Kreativtrainerin. An der Freien Kunst Akademie Augsburg absolviert sie zurzeit eine Ausbildung bei Prof. Bogdan Pascu. Als Lehrerin an der Schnitzschule in Elbigenalp gab sie umfangreiches Wissen an Studierende weiter. Seit 2022 ist sie freiberufliche Restauratorin, Vergolderin und Malerin.
LAUDATIO. In ihrer Laudatio stellte Helga Maderna nicht nur den Lebensweg der Künstlerin vor, sie erklärte auch anschaulich deren Maltechniken und deren Herangehensweise an die Malerei. So erfuhr man, dass ein Skizzenbuch ständiger Begleiter der Künstlerin ist. Aus den in der Natur angefertigten Skizzen entstehen im Atelier die wunderschönen Bergmotive in Öl auf Leinwand. „Mit Kohle und Bleistift hat sie einen flotten Strich“, so Maderna. Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll das Können dieser außergewöhnlichen Malerin, schloss die Laudatorin. VBgm. Martin Walter begrüßte die zahlreichen Besucher, viele Kunstinteressierte kamen aus der Heimatgemeinde (Mils bei Hall) der Künstlerin. Auch die Bürgermeisterin Daniela Kampfl hat den weiten Weg ins Paznaun nicht gescheut. Unter den Ausstellungsbesuchern war auch LA Beate Scheiber zu sehen. Für die musikalische Begleitung war das Fluchthorn-Trio verantwortlich. Die Organisation der Vernissage lag in den bewährten Händen von Margot Lorenz.
Die Ausstellung ist bis 15. August in den Galerieräumen des Alpinariums (freier Eintritt) zu besichtigen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 Uhr bis 18 Uhr.
Daniel Haueis 







