54 Übergaben pro Jahr
WK Landeck unterstützt bei der Betriebsnachfolge
4. November 2025 | von
Attila Haidegger
Noch vor Notar und Steuerberater: WK-Bezirksobmann Michael Gitterle, Bezirkstourismussprecherin Anna Kurz und Bernhard Falch (Nachfolgeservice WK Tirol) appellieren an die (Jung-)Unternehmer, bei bevorstehenden Übergaben die Wirtschaftskammer als erstes aufzusuchen. RS-Foto: Haidegger
In Tirol konnten im Jahr 2024 764 erfolgreiche Nachfolgen verzeichnet werden – ein historischer Höchstwert. Auf den Bezirk Landeck bezogen bedeutet dies, dass bis 2029 jedes Jahr 54 Betriebe übergeben werden – Tendenz steigend. Gleichzeitig nehmen die für den Bezirk Landeck so wichtigen innerfamiliären Übergaben jedoch ab. „Familienunternehmen sind das Rückgrat unserer Wirtschaft – sie sichern 63 Prozent aller Arbeitsplätze. Wir müssen mehr junge Menschen für Übernahmen gewinnen und die Rahmenbedingungen verbessern“, so Gitterle. Vor allem im Tourismus stehen laut Anna Kurz (Fachgruppe Hotellerie und Tourismus) 45 Prozent der Unternehmen ohne Nachfolger da. Zur Erinnerung: Im Bezirk Landeck sind 36,7 Prozent der Unternehmen der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft zuzuordnen, gefolgt von Gewerbe und Handwerk mit 28,10 Prozent. Beide Sparten sind laut WK besonders nachfolgeintensiv und für die regionale Beschäftigung entscheidend.
GRÜNDE UND ANREIZE. Die Gründe für den „Mangel“ an Nachfolgern seien vielfältig. Vor allem der Fachkräftemangel und das Fehlen von Stammpersonal schreckten potenzielle Jungunternehmer ab, weiß Anna Kurz, die selbst erst eine Betriebsübernahme erfolgreich hinter sich gebracht hat. Laut Bernhard Falch vom WK-Nachfolgeservice sei – besonders in familiär geführten Unternehmen – neben der fachlichen Eignung und Befähigung eine ordentliche Gesprächsbasis essenziell für eine erfolgreiche Betriebsübergabe. Und: Mit dem Thema Betriebsübergabe sollte man sich zeitnah auseinandersetzen, mindestens fünf Jahre im Vorfeld, so der Experte. Steuerliche Vorteile in der Anfangsphase der Übernahme könnten ebenfalls motivieren, den Betrieb zu übernehmen.
BEZIRKSSTELLE UNTERSTÜTZT. Eines sei klar: Die Wirtschaftskammer will bei Unternehmern der erste Ansprechpartner bei Betriebsübergaben sein – selbst wenn man sich sicher aufgestellt fühlt (Steuerberater, Notar etc.). Die Bezirksstelle Landeck unterstützt Unternehmen während des gesamten Nachfolgeprozesses: von der Erstberatung bis zur erfolgreichen Übergabe. Die zentrale Botschaft: „Jede gelungene Nachfolge sichert Arbeitsplätze, erhält Wissen und stärkt den Wirtschaftsstandort und darauf kommt es an“, so WK-Bezirksobmann Michael Gitterle.
GRÜNDE UND ANREIZE. Die Gründe für den „Mangel“ an Nachfolgern seien vielfältig. Vor allem der Fachkräftemangel und das Fehlen von Stammpersonal schreckten potenzielle Jungunternehmer ab, weiß Anna Kurz, die selbst erst eine Betriebsübernahme erfolgreich hinter sich gebracht hat. Laut Bernhard Falch vom WK-Nachfolgeservice sei – besonders in familiär geführten Unternehmen – neben der fachlichen Eignung und Befähigung eine ordentliche Gesprächsbasis essenziell für eine erfolgreiche Betriebsübergabe. Und: Mit dem Thema Betriebsübergabe sollte man sich zeitnah auseinandersetzen, mindestens fünf Jahre im Vorfeld, so der Experte. Steuerliche Vorteile in der Anfangsphase der Übernahme könnten ebenfalls motivieren, den Betrieb zu übernehmen.
BEZIRKSSTELLE UNTERSTÜTZT. Eines sei klar: Die Wirtschaftskammer will bei Unternehmern der erste Ansprechpartner bei Betriebsübergaben sein – selbst wenn man sich sicher aufgestellt fühlt (Steuerberater, Notar etc.). Die Bezirksstelle Landeck unterstützt Unternehmen während des gesamten Nachfolgeprozesses: von der Erstberatung bis zur erfolgreichen Übergabe. Die zentrale Botschaft: „Jede gelungene Nachfolge sichert Arbeitsplätze, erhält Wissen und stärkt den Wirtschaftsstandort und darauf kommt es an“, so WK-Bezirksobmann Michael Gitterle.