Augenarzt geht wieder
Nachfolge bleibt offen, neue Ausschreibung folgt
27. Jänner 2026 | von
Herbert Tiefenbacher
Dr. Siegfried Mariacher erhält eine Kassenstelle in Innsbruck. Foto: Herbert Tiefenbacher
Mit 1. Oktober 2024 hatte Priv.-Doz. Dr. med. Siegfried Mariacher offiziell die Augenarztpraxis in der Herzog-Friedrich-Straße 6a übernommen – als Nachfolger von Dr. Gerhard Walter, der mehr als 37 Jahre lang die augenärztliche Versorgung im Bezirk sichergestellt hatte und Ende 2023 in den Ruhestand trat. Nach rund 30 erfolglosen Ausschreibungen war die Besetzung der Kassenstelle damals ein wichtiger Schritt für die medizinische Versorgung der Region. Entsprechend groß war die Erleichterung im Bezirk. Nun steht fest: Die Ordination wird wieder geschlossen. Wie die Tiroler Ärztekammer auf Nachfrage der RUNDSCHAU bestätigt, hat Mariacher im Dezember 2025 sämtliche Kassenverträge gekündigt. Mit Ende März 2026 endet der Betrieb. Laut Ärztekammer wird die Stelle erneut ausgeschrieben. Die Praxis verzeichnete zuletzt eine hohe Nachfrage und große Patientenzufriedenheit. Unterstützt wurde Mariacher dabei von erfahrenen Ordinationsassistentinnen, die weiterhin in der Praxis tätig waren und einen reibungslosen Ablauf sicherstellten. Zur Schließung erklärt der Augenarzt, dass familiäre und berufliche Gründe ausschlaggebend waren: „Meine Frau führt eine Augenarztpraxis in Innsbruck. Mir wurde mit 1. Juli 2026 die Kassenstelle für Innsbruck zugesprochen. Das hat sich organisatorisch gut ergeben. Solche Kassenstellen sind selten – diese Gelegenheit wollte ich nutzen.“ Er hoffe auf eine rasche Nachbesetzung in Landeck. Bei Bedarf können Patientinnen und Patienten auch seine neue Ordination in Innsbruck aufsuchen. „Das ist jederzeit möglich“, so Mariacher.
OPERATIVE TÄTIGKEIT. Seine operative Tätigkeit im Bezirk bleibt laut Mariacher bestehen. „Ich werde weiterhin im Krankenhaus Zams operieren.“ Auch die Geschäftsführung des Krankenhauses bestätigt, dass die operative Versorgung nach heutigem Stand fortgeführt wird. Ein Abstimmungsgespräch sei in dieser Woche geplant, über mögliche Änderungen werde man informieren.
SCHWER ZU BESETZEN. Die Augenarztstelle in Landeck gilt seit Jahren als schwer zu besetzen. Bereits die Nachfolge für Dr. Walter gestaltete sich schwierig. Zahlreiche Ausschreibungen blieben ohne Bewerbungen. Obwohl sein Kassenvertrag bereits 2022 ausgelaufen war, verlängerte Walter mehrmals, um die Versorgung im Bezirk aufrechtzuerhalten. Ende 2023 trat er schließlich in den Ruhestand. Erst mit der Ausschreibung Nr. 5/2023 konnte ein Nachfolger gefunden werden. Mariacher, gebürtiger Götzner und zuvor Oberarzt an der Universitätsaugenklinik des Kepler Universitätsklinikums Linz, kehrte dafür nach Tirol zurück. Er übernahm die bestehende Ordination und führte zusätzlich Operationen am Grauen Star im Krankenhaus Zams durch.
FAZIT. Mit der nun angekündigten Schließung beginnt die Suche erneut. Ob sich zeitnah eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger findet, ist offen. Bleibt die Stelle unbesetzt, müssen Patientinnen und Patienten längere Wege und Wartezeiten in Kauf nehmen, zudem droht dem Bezirk eine Versorgungslücke.
OPERATIVE TÄTIGKEIT. Seine operative Tätigkeit im Bezirk bleibt laut Mariacher bestehen. „Ich werde weiterhin im Krankenhaus Zams operieren.“ Auch die Geschäftsführung des Krankenhauses bestätigt, dass die operative Versorgung nach heutigem Stand fortgeführt wird. Ein Abstimmungsgespräch sei in dieser Woche geplant, über mögliche Änderungen werde man informieren.
SCHWER ZU BESETZEN. Die Augenarztstelle in Landeck gilt seit Jahren als schwer zu besetzen. Bereits die Nachfolge für Dr. Walter gestaltete sich schwierig. Zahlreiche Ausschreibungen blieben ohne Bewerbungen. Obwohl sein Kassenvertrag bereits 2022 ausgelaufen war, verlängerte Walter mehrmals, um die Versorgung im Bezirk aufrechtzuerhalten. Ende 2023 trat er schließlich in den Ruhestand. Erst mit der Ausschreibung Nr. 5/2023 konnte ein Nachfolger gefunden werden. Mariacher, gebürtiger Götzner und zuvor Oberarzt an der Universitätsaugenklinik des Kepler Universitätsklinikums Linz, kehrte dafür nach Tirol zurück. Er übernahm die bestehende Ordination und führte zusätzlich Operationen am Grauen Star im Krankenhaus Zams durch.
FAZIT. Mit der nun angekündigten Schließung beginnt die Suche erneut. Ob sich zeitnah eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger findet, ist offen. Bleibt die Stelle unbesetzt, müssen Patientinnen und Patienten längere Wege und Wartezeiten in Kauf nehmen, zudem droht dem Bezirk eine Versorgungslücke.