Aus für die Skiverbindung
Langtaufers-Kaunertal endgültig gescheitert
13. Jänner 2026 | von
Herbert Tiefenbacher
Das Langtauferertal bleibt unverändert: Die geplante Skiverbindung zum Kaunertal scheitert. RS-Foto: Tiefenbacher
Die Oberländer Gletscherbahn AG, hinter der vor allem die Pitztaler Gletscherbahn (75,12 %) sowie die Familie Rubatscher stehen, wollte die beiden Skigebiete verbinden. Weitere Minderheitsgesellschafter waren u. a. die Gemeinde Prutz (0,30 %), die Gemeinde Ried (0,61 %) und der Tourismusverband Tiroler Oberland (2,52 %). Ziel war es, die Attraktivität und touristische Auslastung der beiden Skigebietsregionen zu steigern und die Saison zu verlängern.
HISTORIE. Die Planungen für die Verbindung reichen mehr als 28 Jahre zurück, intensiv diskutiert wurde das Projekt vor allem seit 2013. Befürworter sahen wirtschaftliche Impulse, bessere Auslastung der Skigebietsregionen und Zustimmung in Teilen der Bevölkerung. Gegner – darunter Umweltschutzorganisationen und Alpenvereine – warnten vor Eingriffen in unberührte Naturräume und zusätzlicher Verkehrsbelastung. 2013 zog sich Hauptinvestor Hans Rubatscher zunächst zurück, später wurden die Pläne wieder aufgenommen.
KEIN RUHMESBLATT. Das Bewilligungsverfahren für den Zusammenschluss der beiden Skizonen Langtaufers und Kaunertal ist dabei sicher kein Ruhmesblatt in den Annalen der Südtiroler Politik. Zwei Kabinenbahnen sollten die Gäste von Melag im Langtauferer Tal auf das 3.100 Meter hohe Karlesjoch am Kaunertaler Gletscher bringen; die Gesamtkosten wurden auf 22,4 Millionen Euro geschätzt. Die Behörden befassen sich seit 2016 mit dem Vorhaben. Im Februar 2017 lehnte die Südtiroler Landesregierung das Projekt zunächst ab. Aus Sicht der Oberländer Gletscherbahn traten dabei Rechtsmängel auf: U. a. wurde die Befangenheit eines Mitglieds des Umweltbeirats, AVS-Präsident Georg Simeoni, gerügt. Das Unternehmen beantragte daraufhin die Aufhebung des Beschlusses im Selbstschutzverfahren. Während das Verwaltungsgericht in Bozen die Ablehnung bestätigte, stellte der Staatsrat in Rom 2023 formale Mängel fest – ein juristischer Etappensieg, der jedoch keine Umsetzung ermöglichte.
KONFLIKT. Das Projekt spaltete die Region: Während sich in Graun – der Gemeinde, zu der Langtaufers gehört – eine Mehrheit der Bevölkerung sowie des Gemeinderates für die Skiverbindung aussprach, wechselten kommunale Entscheidungsträger, insbesondere Bürgermeister, im Laufe der Jahre auf die Seite der Gegner. Der Konflikt zwischen Befürwortern und Gegnern prägte wiederholt die lokale politische Diskussion, die Medienberichterstattung und öffentliche Veranstaltungen.
AUSBLICK. GF Armin Falkner verwies abschließend auf die prognostizierte Klimaerwärmung und mögliche Folgen für den alpinen Tourismus. Er gehe davon aus, dass sich die Rahmenbedingungen künftig weiter verschärfen und dass es dann erneut Stimmen geben könnte, die das Projekt wieder aufgreifen. Vorerst ist zwar ein Schlussstrich gezogen, ausgeschlossen ist jedoch nicht, dass die Idee eines Zusammenschlusses zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf die politische und touristische Agenda zurückkehrt.
HISTORIE. Die Planungen für die Verbindung reichen mehr als 28 Jahre zurück, intensiv diskutiert wurde das Projekt vor allem seit 2013. Befürworter sahen wirtschaftliche Impulse, bessere Auslastung der Skigebietsregionen und Zustimmung in Teilen der Bevölkerung. Gegner – darunter Umweltschutzorganisationen und Alpenvereine – warnten vor Eingriffen in unberührte Naturräume und zusätzlicher Verkehrsbelastung. 2013 zog sich Hauptinvestor Hans Rubatscher zunächst zurück, später wurden die Pläne wieder aufgenommen.
KEIN RUHMESBLATT. Das Bewilligungsverfahren für den Zusammenschluss der beiden Skizonen Langtaufers und Kaunertal ist dabei sicher kein Ruhmesblatt in den Annalen der Südtiroler Politik. Zwei Kabinenbahnen sollten die Gäste von Melag im Langtauferer Tal auf das 3.100 Meter hohe Karlesjoch am Kaunertaler Gletscher bringen; die Gesamtkosten wurden auf 22,4 Millionen Euro geschätzt. Die Behörden befassen sich seit 2016 mit dem Vorhaben. Im Februar 2017 lehnte die Südtiroler Landesregierung das Projekt zunächst ab. Aus Sicht der Oberländer Gletscherbahn traten dabei Rechtsmängel auf: U. a. wurde die Befangenheit eines Mitglieds des Umweltbeirats, AVS-Präsident Georg Simeoni, gerügt. Das Unternehmen beantragte daraufhin die Aufhebung des Beschlusses im Selbstschutzverfahren. Während das Verwaltungsgericht in Bozen die Ablehnung bestätigte, stellte der Staatsrat in Rom 2023 formale Mängel fest – ein juristischer Etappensieg, der jedoch keine Umsetzung ermöglichte.
KONFLIKT. Das Projekt spaltete die Region: Während sich in Graun – der Gemeinde, zu der Langtaufers gehört – eine Mehrheit der Bevölkerung sowie des Gemeinderates für die Skiverbindung aussprach, wechselten kommunale Entscheidungsträger, insbesondere Bürgermeister, im Laufe der Jahre auf die Seite der Gegner. Der Konflikt zwischen Befürwortern und Gegnern prägte wiederholt die lokale politische Diskussion, die Medienberichterstattung und öffentliche Veranstaltungen.
AUSBLICK. GF Armin Falkner verwies abschließend auf die prognostizierte Klimaerwärmung und mögliche Folgen für den alpinen Tourismus. Er gehe davon aus, dass sich die Rahmenbedingungen künftig weiter verschärfen und dass es dann erneut Stimmen geben könnte, die das Projekt wieder aufgreifen. Vorerst ist zwar ein Schlussstrich gezogen, ausgeschlossen ist jedoch nicht, dass die Idee eines Zusammenschlusses zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf die politische und touristische Agenda zurückkehrt.