Artikel teilen
Artikel teilen >

„Eine Vorzeigeregion“

BM Norbert Totschnig verleiht der Region Kaunertal das Österreichische Umweltzeichen

Als eine der nachhaltigkeitsengagiertesten Regionen Tirols wurde dem Kaunertal am 20. Februar von BM Norbert Totschnig das Österreichische Umweltzeichen für Tourismusdestinationen überreicht. Die Auszeichnung ging an die Tourismusdestination Kaunertal mit den vier Gemeinden Kaunertal, Kauns, Kaunerberg und Fendels sowie an mehrere Betriebe aus der Region.
24. Feber 2026 | von Von Attila Haidegger
„Eine Vorzeigeregion“
Nahmen in Vertretung der Gemeinden und des TVB die Auszeichnung entgegen: Bgm. Peter Moritz (Kaunerberg), Bgm. Stefan Köhle (Fendels), BM Norbert Totschnig, TVB-GF Dietmar Walser, LR René Zumtobel, Bgm. Matthias Schranz (Kauns) und Bgm. Christian Kalsberger (Kaunertal; v. l.) Foto: Attila Haidegger
Das Österreichische Umweltzeichen für Tourismusdestinationen basiert auf einem umfassenden Kriterienkatalog. Dazu zählen die strategische Verankerung und das Management von Nachhaltigkeitsmaßnahmen, sozioökonomische Aspekte wie regionale Wertschöpfung und faire Arbeitsbedingungen sowie Umwelt- und Klimaschutz durch Ressourcenschonung und Energieeffizienz. Weitere Kriterien betreffen den Erhalt von Biodiversität und Landschaft, nachhaltige Mobilitätskonzepte sowie den verantwortungsvollen Umgang mit Kultur, Tradition und regionaler Identität. „Ich gratuliere dem Kaunertal und allen beteiligten Gemeinden herzlich zur Verleihung des Österreichischen Umweltzeichens. Diese Auszeichnung würdigt das langjährige und konsequente Engagement der Region für gelebte Nachhaltigkeit in all ihren Facetten. Das Kaunertal ist eine Vorzeigeregion, die demonstriert, wie nachhaltige Entwicklung in der Praxis gelingen kann …“, betont Bundesumweltminister Norbert Totschnig. Derzeit tragen 15 Destinationen in Österreich das Österreichische Umweltzeichen, in Tirol sind es fünf, eine davon ist auch das benachbarte Pitztal.

UMWELTZEICHENBETRIEBE. Neben der Region als Ganzes wurden auch darin befindliche Betriebe mit dem Umweltzeichen ausgezeichnet. Dieses kann durch einen separaten Kriterienkatalog erlangt werden, der nicht minder umfassend ist. Alles muss passen: vom zukunftsfähigen Heizsystem bis hin zum nachhaltigen Drucker- und sogar Toilettenpapier. In der Gemeinde Kaunertal erhielten das Haus Sonnenheim, das Hotel Feichtner Hof, das Appartement Haus Renate sowie das Apart Christine die Auszeichnung. In der Gemeinde Fendels kommt noch der Lächenhof dazu.

NACHHALTIGKEIT ALS TEIL DER IDENTITÄT. Ergänzend beteiligt sich das Kaunertal an der österreichweiten Initiative „KLAR!“. Ebenso ist das Kaunertal Teil der Initiative „Clean Alpine Region“, die klimafreundliche Mobilität und ressourcenschonende Tourismuslösungen fördert. Barrierefreiheit hat im Kaunertal ebenfalls eine besondere Bedeutung. Die nachhaltige Mobilität wird durch Elektro-Shuttles, Wanderbusse und eine bewusst reduzierte Verkehrsbelastung aktiv gefördert. Dietmar Walser, Geschäftsführer des TVB Tiroler Oberland, ergänzte: „Nachhaltigkeit ist bei uns kein Einzelprojekt, sondern Teil unserer Identität. Die Auszeichnung mit dem Österreichischen Umweltzeichen ist für uns Bestätigung und Ansporn zugleich. Sie zeigt, dass wir mit unserer konsequent nachhaltigen Ausrichtung auf dem richtigen Weg sind – und dass sich langfristiges Denken, partnerschaftliche Zusammenarbeit und Innovationskraft im Tourismus auszahlen.“



Global 2000: Zeichen muss Kraftwerk-Stopp bedeuten
Die Umweltschutzorganisation Global 2000 sieht einen klaren Widerspruch zwischen der Verleihung des Umweltzeichens und den Plänen der Tiwag zum Ausbau des Kraftwerks Kaunertal: „… Wir sehen die Verleihung des Umweltzeichens als klare Botschaft: Der Ausbau des Kraftwerks Kaunertal muss abgesagt werden, das Platzertal muss bleiben“, fordert Hannah Keller, Klima- und Energiesprecherin von Global 2000, und fügt an: „Wer sich mit einem Umweltzeichen rühmt, muss auch echte Verantwortung für Klima- und Umweltschutz übernehmen, statt Pläne aus dem letzten Jahrhundert umzusetzen. Es gibt zahlreiche Alternativen, die weniger Zerstörung bedeuten. Wenn die Region wirklich ein Zeichen für die Umwelt setzen will, dann müssen der Landeshauptmann Mattle und die Tiwag den Plänen zum Kraftwerksausbau endlich eine Absage erteilen“, so Keller.
„Eine Vorzeigeregion“
Einer der fünf ausgezeichneten Betriebe: BM Norbert Totschnig mit Klaus und Christine Penz (Apart Christine) und LR René Zumtobel (v. l.) Foto: Attila Haidegger

Feedback geben

Feedback abschicken >
Nach oben
Wir verwenden Cookies, Tracking- und (Re-) Targeting-Technologien. Damit wollen wir unsere Webseite nutzerfreundlicher gestalten und fortlaufend verbessern. Wenn Sie unsere Webseite weiter nutzen, stimmen Sie dadurch der Verwendung von Cookies zu – ausgenommen sind Cookies für Google-Marketing-Produkte.
Einverstanden
Weiter ohne Google-Marketing-Produkte.
Weitere Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.