Erste öffentliche Infos
Venet: Windpark in Diskussion, Gemeinde setzt auf Fakten
18. November 2025 | von
Herbert Tiefenbacher
Bgm. Alexander Jäger: „Die Informationsveranstaltung wurde gut angenommen.“ RS-Foto: Tiefenbacher
Bgm. Alexander Jäger zeigte sich zufrieden: „Das Angebot wurde gut angenommen, die Gespräche verliefen positiv.“ Weitere Termine sollen folgen, um – wie Jäger betont – „den aktuellen Wissensstand laufend zu kommunizieren“ und unsachlichen Behauptungen entgegenzutreten.
KRITIK DER BÜRGERINITIATIVE. Im Mittelpunkt stehen die Argumente der Bürgerinitiative, die 102 Unterschriften gegen das Projekt gesammelt und der Gemeinde übergeben hat. Bgm. Jäger kritisiert, dass die Initiative nach seiner Ansicht Fehlinformationen verbreitet – etwa, dass Windräder „Tötungsmaschinen“ für Vögel seien oder dass lokale Quellen versiegen würden. Bgm. Jäger widerspricht: Im geplanten Gebiet gebe es keine Quellen, die versiegen könnten, und die Fundamente der Windräder seien nicht größer als die eines Einfamilienhauses. Die Sorge um die Vogelwelt nehme man jedoch ernst: Ornithologen werden die Vogelfauna rund um den Venet über eineinhalb bis zwei Jahre untersuchen. Zudem wird das gesamte Projekt einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unterzogen. Diese gebe der Öffentlichkeit „Sicherheit“ und helfe, mögliche Risiken transparent zu beurteilen, sagt Bgm. Jäger.
START FÜR PLANUNG. Der Fließer Gemeinderat hat mit nur einer Gegenstimme einem Partnerschaftsvertrag mit dem Verbund zugestimmt. Dabei handelt es sich ausdrücklich nicht um einen Pachtvertrag, in dem Entschädigungszahlungen oder der Erhalt von Weganlagen geregelt werden, betont Jäger. Der Vertrag ist vielmehr eine grundsätzliche Vereinbarung, das Thema Windkraft gemeinsam weiterzuentwickeln und das Projekt strukturiert voranzutreiben. Derzeit stehen vor allem Windmessungen und die energiewirtschaftliche Machbarkeit im Fokus; andere Aspekte – etwa mögliche Auswirkungen auf Skigebiet, Natur oder Landschaft – sollen in den nächsten Planungsschritten geprüft werden. Die Einreichung zur Umweltverträglichkeitsprüfung ist für 2027/28 vorgesehen. Da mit Einsprüchen bis zum Höchstgericht gerechnet wird, könnte ein Windpark frühestens ab 2032 in Betrieb gehen.
KOSTEN FÜR GEMEINDE. Für die Gemeinde Fließ entstehen laut Bürgermeister derzeit keine Kosten. Alle aktuell anfallenden Untersuchungen, wie Windmessungen, übernimmt der Verbund. Wie viele Windräder letztlich gebaut werden, hängt von den laufenden Messungen ab. Nach aktuellem Stand rechnet Jäger mit drei bis vier Anlagen. Klar ist bereits, dass die geplanten Windräder eine maximale Gesamthöhe von rund 200 Metern und einen Rotordurchmesser von etwa 150 Metern aufweisen sollen. Frühere Messreihen zeigten durchschnittliche Windgeschwindigkeiten zwischen fünf und sechs Metern pro Sekunde – ein guter Wert für einen wirtschaftlichen Betrieb. Die Daten belegen, dass die Windverhältnisse von Herbst bis April günstig sind, während im Juni und Juli weniger Wind weht. Der Verbund misst seit rund einem Monat mit einem Sodar-Gerät am Krahberg; 2026 soll dort ein 80 Meter hoher Messmast aufgestellt werden, um über ein Jahr hinweg präzisere Daten zu erheben.
STANDORTFRAGE. Die Windräder sollen am Grat zwischen der Venetbahn-Bergstation und der Glanderspitze entstehen. Ob alle Standorte auf Gemeindeboden liegen werden, ist noch offen. Sollte ein Windrad ganz oder teilweise auf fremdem Grund stehen oder Rotorblätter darüber schwenken, muss der Verbund entsprechende Vereinbarungen mit den Grundeigentümern treffen. Die Sprecherin der Bürgerinitiative, Helene Knabl, konnte trotz mehrfacher Versuche bis Redaktionsschluss für eine Stellungnahme nicht erreicht werden.
KRITIK DER BÜRGERINITIATIVE. Im Mittelpunkt stehen die Argumente der Bürgerinitiative, die 102 Unterschriften gegen das Projekt gesammelt und der Gemeinde übergeben hat. Bgm. Jäger kritisiert, dass die Initiative nach seiner Ansicht Fehlinformationen verbreitet – etwa, dass Windräder „Tötungsmaschinen“ für Vögel seien oder dass lokale Quellen versiegen würden. Bgm. Jäger widerspricht: Im geplanten Gebiet gebe es keine Quellen, die versiegen könnten, und die Fundamente der Windräder seien nicht größer als die eines Einfamilienhauses. Die Sorge um die Vogelwelt nehme man jedoch ernst: Ornithologen werden die Vogelfauna rund um den Venet über eineinhalb bis zwei Jahre untersuchen. Zudem wird das gesamte Projekt einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unterzogen. Diese gebe der Öffentlichkeit „Sicherheit“ und helfe, mögliche Risiken transparent zu beurteilen, sagt Bgm. Jäger.
START FÜR PLANUNG. Der Fließer Gemeinderat hat mit nur einer Gegenstimme einem Partnerschaftsvertrag mit dem Verbund zugestimmt. Dabei handelt es sich ausdrücklich nicht um einen Pachtvertrag, in dem Entschädigungszahlungen oder der Erhalt von Weganlagen geregelt werden, betont Jäger. Der Vertrag ist vielmehr eine grundsätzliche Vereinbarung, das Thema Windkraft gemeinsam weiterzuentwickeln und das Projekt strukturiert voranzutreiben. Derzeit stehen vor allem Windmessungen und die energiewirtschaftliche Machbarkeit im Fokus; andere Aspekte – etwa mögliche Auswirkungen auf Skigebiet, Natur oder Landschaft – sollen in den nächsten Planungsschritten geprüft werden. Die Einreichung zur Umweltverträglichkeitsprüfung ist für 2027/28 vorgesehen. Da mit Einsprüchen bis zum Höchstgericht gerechnet wird, könnte ein Windpark frühestens ab 2032 in Betrieb gehen.
KOSTEN FÜR GEMEINDE. Für die Gemeinde Fließ entstehen laut Bürgermeister derzeit keine Kosten. Alle aktuell anfallenden Untersuchungen, wie Windmessungen, übernimmt der Verbund. Wie viele Windräder letztlich gebaut werden, hängt von den laufenden Messungen ab. Nach aktuellem Stand rechnet Jäger mit drei bis vier Anlagen. Klar ist bereits, dass die geplanten Windräder eine maximale Gesamthöhe von rund 200 Metern und einen Rotordurchmesser von etwa 150 Metern aufweisen sollen. Frühere Messreihen zeigten durchschnittliche Windgeschwindigkeiten zwischen fünf und sechs Metern pro Sekunde – ein guter Wert für einen wirtschaftlichen Betrieb. Die Daten belegen, dass die Windverhältnisse von Herbst bis April günstig sind, während im Juni und Juli weniger Wind weht. Der Verbund misst seit rund einem Monat mit einem Sodar-Gerät am Krahberg; 2026 soll dort ein 80 Meter hoher Messmast aufgestellt werden, um über ein Jahr hinweg präzisere Daten zu erheben.
STANDORTFRAGE. Die Windräder sollen am Grat zwischen der Venetbahn-Bergstation und der Glanderspitze entstehen. Ob alle Standorte auf Gemeindeboden liegen werden, ist noch offen. Sollte ein Windrad ganz oder teilweise auf fremdem Grund stehen oder Rotorblätter darüber schwenken, muss der Verbund entsprechende Vereinbarungen mit den Grundeigentümern treffen. Die Sprecherin der Bürgerinitiative, Helene Knabl, konnte trotz mehrfacher Versuche bis Redaktionsschluss für eine Stellungnahme nicht erreicht werden.