Großstadtromantik vor der Haustüre
Erste Woche der Landecker Tunnelsperre: Stau zur Rush-Hour – Verkehrskollaps blieb bisher aus
Bei denen, die momentan zur Rush-Hour durch Landeck bzw. Zams fahren, könnten Urlaubserinnerungen an Mexiko-Stadt, Bangkok oder Wien geweckt werden – auf dem Weg zur Arbeit und nach Feierabend staut sich’s. Ganz so schlimm wie in den Millionen-Metropolen ist es aber nicht. Der befürchtete Verkehrskollaps blieb (zumindest bisher) aus.
19. Oktober 2026
In der Landecker Innenstadt staut es sich. Am Freitagmittag etwa kommt man zwar nur langsam voran – aber voran. Foto: Haidegger
„Der Start in die Vollsperre ist gut verlaufen. Die Arbeiten im Haupttunnel sind in vollem Umfang angelaufen“, zeigt sich die Asfinag auf Anfrage der RUNDSCHAU mit dem bisherigen Verlauf der ersten Sperre des Landecker Tunnels zufrieden. Im Bereich der neu zu errichtenden Lüfternische – dem Grund dieser Vollsperre – wurde die Zwischendecke bereits abgebrochen. Derzeit (Stand: 14. Oktober 2026) wird die Innenschale abgetragen, und die Vortriebsarbeiten für die Nische beginnen. „Wir bedanken uns bei der Bevölkerung sowie bei den Pendlerinnen und Pendlern für ihr Verständnis“, so die Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft.
RUSH-HOUR SOLLTE MÖGLICHST VERMIEDEN WERDEN. Die Verkehrsdaten der Asfinag zeigen eine den Erwartungen entsprechende, sehr ausgeprägte Morgenspitze zwischen 7 und 8 Uhr (von Landeck aus gesehen mehr in Richtung Zams). Die Abendspitze zwischen 16.30 und 17 Uhr (mehr in Richtung Oberes Gericht) ist laut den Daten ähnlich stark. Auch die Prognose der Asfinag, zehn bis 15 Minuten mehr Fahrtzeit einzuplanen, trifft zumeist zu. Zum Vergleich: Laut dem „TomTom Traffic Index 2025“ verlieren Menschen in Mexiko-Stadt jährlich aufgrund der „Rush Hour“ 184 Stunden. Pro Arbeitstag bedeutet das im Schnitt knapp 50 Minuten im Stau zu stehen – und das das ganze Jahr über. Das kommt auf die Landecker nicht zu: Der Tunnel soll nach acht Wochen (voraussichtlich am 7. Dezember, 6 Uhr) wieder öffnen. Die nächste Sperre soll dann nach Ostern von 5. April bis 4. Mai 2027 erfolgen.
HOTSPOTS IN DER LANDECKER INNENSTADT. In Landeck staut es sich hauptsächlich bei den beiden Kreisverkehren der Innenstadt, bei der Jöchlerkurve oder bei der Kurve im Bereich der Bezirkshauptmannschaft und beim Schwarzen Adler. Solche Hotspots gibt es in Zams eher nicht: Dort ist zwar zähflüssiger, aber meistens kein gestauter Kolonnenverkehr angesagt. Der Landecker Bürgermeister Herbert Mayer zieht bisher ein positives Resümee: „Es funktioniert derzeit besser als erwartet.“ Die gesetzten Maßnahmen seien die richtigen, Beschwerden habe es bei ihm bisher keine gegeben. Auch Bgm. Benedikt Lentsch (Zams) zeigt sich bisher zufrieden: „Der große Verkehrskollaps blieb bisher aus. Wir sind gut durch die erste Woche gekommen.“ Am Donnerstag gibt es laut dem Bürgermeister einen Termin mit der BH und der Asfinag, um etwaige weitere Maßnahmen zu besprechen.
APPELL DER LEISTUNGSGEMEINSCHAFT. Die Leistungsgemeinschaft Landeck-Zams meint, dass die Verkehrsplanung der Asfinag gut funktioniert, und weist darauf hin, dass die Erreichbarkeit der Betriebe im Talkessel weiterhin sichergestellt ist: „Auch während der Tunnelsperre können unsere Geschäfte, Gastronomiebetriebe, Dienstleister und Unternehmen erreicht werden. Wir laden alle Einheimischen sowie Besucherinnen und Besucher aus den umliegenden Regionen ausdrücklich dazu ein, weiterhin nach Landeck und Zams zu kommen“, so LG-Obmann Gabriel Winkler.
RUSH-HOUR SOLLTE MÖGLICHST VERMIEDEN WERDEN. Die Verkehrsdaten der Asfinag zeigen eine den Erwartungen entsprechende, sehr ausgeprägte Morgenspitze zwischen 7 und 8 Uhr (von Landeck aus gesehen mehr in Richtung Zams). Die Abendspitze zwischen 16.30 und 17 Uhr (mehr in Richtung Oberes Gericht) ist laut den Daten ähnlich stark. Auch die Prognose der Asfinag, zehn bis 15 Minuten mehr Fahrtzeit einzuplanen, trifft zumeist zu. Zum Vergleich: Laut dem „TomTom Traffic Index 2025“ verlieren Menschen in Mexiko-Stadt jährlich aufgrund der „Rush Hour“ 184 Stunden. Pro Arbeitstag bedeutet das im Schnitt knapp 50 Minuten im Stau zu stehen – und das das ganze Jahr über. Das kommt auf die Landecker nicht zu: Der Tunnel soll nach acht Wochen (voraussichtlich am 7. Dezember, 6 Uhr) wieder öffnen. Die nächste Sperre soll dann nach Ostern von 5. April bis 4. Mai 2027 erfolgen.
HOTSPOTS IN DER LANDECKER INNENSTADT. In Landeck staut es sich hauptsächlich bei den beiden Kreisverkehren der Innenstadt, bei der Jöchlerkurve oder bei der Kurve im Bereich der Bezirkshauptmannschaft und beim Schwarzen Adler. Solche Hotspots gibt es in Zams eher nicht: Dort ist zwar zähflüssiger, aber meistens kein gestauter Kolonnenverkehr angesagt. Der Landecker Bürgermeister Herbert Mayer zieht bisher ein positives Resümee: „Es funktioniert derzeit besser als erwartet.“ Die gesetzten Maßnahmen seien die richtigen, Beschwerden habe es bei ihm bisher keine gegeben. Auch Bgm. Benedikt Lentsch (Zams) zeigt sich bisher zufrieden: „Der große Verkehrskollaps blieb bisher aus. Wir sind gut durch die erste Woche gekommen.“ Am Donnerstag gibt es laut dem Bürgermeister einen Termin mit der BH und der Asfinag, um etwaige weitere Maßnahmen zu besprechen.
APPELL DER LEISTUNGSGEMEINSCHAFT. Die Leistungsgemeinschaft Landeck-Zams meint, dass die Verkehrsplanung der Asfinag gut funktioniert, und weist darauf hin, dass die Erreichbarkeit der Betriebe im Talkessel weiterhin sichergestellt ist: „Auch während der Tunnelsperre können unsere Geschäfte, Gastronomiebetriebe, Dienstleister und Unternehmen erreicht werden. Wir laden alle Einheimischen sowie Besucherinnen und Besucher aus den umliegenden Regionen ausdrücklich dazu ein, weiterhin nach Landeck und Zams zu kommen“, so LG-Obmann Gabriel Winkler.
Attila Haidegger 





