„In der Regel lösbar“
Auswirkungen der Medikamentenknappheit im Bezirk
17. März 2026 | von
Daniel Haueis
Apotheker Martin Hochstöger: „Die Apotheke findet in Absprache mit dem Arzt einen anderen Weg.“ Foto: RS-Archiv
Laut Verband der Arzneimittel-Vollgroßhändler Phago gibt es in Österreich derzeit bei 1.300 Medikamenten Probleme mit dem Nachschub. Die aktuelle Versorgungslage sei je nach Produktgruppe unterschiedlich: Die Lage bei Psychopharmaka bleibt unter Beobachtung, antibiotische Augentropfen weisen nach wie vor zahlreiche Ausfälle auf, Lieferschwierigkeiten und Kontingentierung betreffen Antidiabetika. Der österreichische Vollgroßhandel versucht durch Lagerhaltung, Sortimentsbreite und mehrmals tägliche Auslieferungen zur Stabilisierung kurzfristiger Marktschwankungen beizutragen und so eine Pufferfunktion zwischen Industrie und Apotheken einzunehmen. Die Probleme sind aber „mehr oder weniger ein Dauerzustand“, sagt Apotheker Dr. Martin Hochstöger aus Landeck, „die Gesamtsituation in Europa ist unerfreulich.“ Das „vielschichtige Problem“ bestehe seit etwa 20 Jahren. Faktoren sind die Abwanderung der Pharmaindustrie aus Europa in Länder mit billigerer Produktion, aber auch der Umstand, dass Österreich ein kleines Land und eigentlich ein „Arzneimittel-Billigland“ ist. Also: In der relativ reichen Alpenrepublik sind Medikamente mitunter nur zu einem schlechteren Preis zu verkaufen als in anderen Ländern – und das reduziert Gewinnmargen der Hersteller.
LÖSUNGSWEGE. Martin Hochstöger fasst die Situation für Patienten und Apotheker zusammen: „Das ist nicht erfreulich, kostet Zeit, aber in der Regel ist es lösbar.“ Nicht lieferbare Medikamente seien in der Regel ersetzbar – durch Produkte anderer Hersteller oder einen anderen Arzneistoff derselben Wirkstoffgruppe. In Notsituationen kommt es auch schon vor, dass der Apotheker den Wirkstoff erhält und dann z.B. die Impfung selbst herstellt. Hochstöger: „Die Apotheke findet in Absprache mit dem Arzt einen anderen Weg.“ Es kostet halt Zeit – den Apotheker jedenfalls, mitunter auch den Patienten, wenn in kritischen Fällen ein nochmaliger Arztbesuch nötig wird.
LÖSUNGSWEGE. Martin Hochstöger fasst die Situation für Patienten und Apotheker zusammen: „Das ist nicht erfreulich, kostet Zeit, aber in der Regel ist es lösbar.“ Nicht lieferbare Medikamente seien in der Regel ersetzbar – durch Produkte anderer Hersteller oder einen anderen Arzneistoff derselben Wirkstoffgruppe. In Notsituationen kommt es auch schon vor, dass der Apotheker den Wirkstoff erhält und dann z.B. die Impfung selbst herstellt. Hochstöger: „Die Apotheke findet in Absprache mit dem Arzt einen anderen Weg.“ Es kostet halt Zeit – den Apotheker jedenfalls, mitunter auch den Patienten, wenn in kritischen Fällen ein nochmaliger Arztbesuch nötig wird.
