Kampf ums Wasser in Ried
Gemeinde Ried und GKI verhandeln weiter über Wasserversorgung
28. Oktober 2025 | von
Herbert Tiefenbacher
Zugeknöpft in der Stellungnahme: Bgm. Daniel Patscheider über die laufenden Verhandlungen RS-Foto: Archiv
Während der Tunnelbauarbeiten 2018/19 trockneten in zwei Weilern plötzlich die Quellen aus: In Freitzberg versiegte das Wasser im August 2018, in Hohlenegg im Jänner 2019. Laut der GKI GmbH, an der die Tiwag zu 86 Prozent beteiligt ist, wurde umgehend reagiert: Tankwagen versorgten die betroffenen Weiler mit Trink- und Nutzwasser. Um eine dauerhafte Lösung zu schaffen, wurden beide Weiler über neue Leitungen an das öffentliche Wassernetz der Gemeinde angeschlossen. Seit Dezember 2020 fließt in Hohlenegg wieder Wasser, in Freitzberg seit März 2021. Die Anlagen gehören der Gemeinde, die Kosten für Bau und Betrieb trägt jedoch die GKI GmbH.
WEITERE QUELLEN WEG. Ende 2022 meldete die Gemeinde Ried das Versiegen weiterer acht Quellen – vor allem Tränkequellen, die im Sommer von Landwirten genutzt werden. Eine Beweissicherung war nicht möglich, da die Quellen bislang weder lokalisiert noch genehmigt waren, bestätigte die GKI GmbH auf Anfrage der RUNDSCHAU. „Wir kämpfen um eine Lösung – nicht nur für die Landwirtschaft“, sagte Bgm. Daniel Patscheider damals gegenüber Medien. Auch das Rieder Wassernetz sei durch den Ausfall zusätzlich belastet. „Das ist ein großer Schaden. Unsere Forderung ist klar: Wir wollen unser Wasser zurück – unverzüglich und ehestmöglich.“
RIED PRÜFT ANSPRÜCHE. Wie das Gemeinderatsprotokoll vom 30. November 2023 zeigt, befasste sich der Rieder Gemeinderat mit der Gesamtwasserversorgung der Gemeinde. Unter Tagesordnungspunkt 7 beschloss das Gremium einstimmig (13:0), einen „juristisch versierten Wasserrechtsexperten“ hinzuzuziehen, um mögliche Ansprüche gegenüber der GKI prüfen zu lassen. Damit machte der Gemeinderat deutlich, dass das Thema auf kommunalpolitischer Ebene höchste Priorität hat.
VERHANDLUNGEN LAUFEN. Die GKI GmbH weist darauf hin, dass in Abstimmung mit der Gemeinde ein Projekt erarbeitet wurde, das die Tränkewasserversorgung deutlich verbessern soll. Die Kosten für Errichtung und Betrieb übernimmt das Unternehmen. Das Projekt kann nach der noch ausstehenden Zustimmung der Gemeinde zeitnah umgesetzt werden. Darüber hinaus unterstützt die GKI GmbH die Gemeinde Ried bei der langfristigen Absicherung der Trinkwasserversorgung. Entsprechende Konzepte werden derzeit gemeinsam ausgearbeitet. Nach Angaben von GKI-Geschäftsführer Thomas Höckner wurden bisher rund 600.000 Euro in Ersatzwasserversorgungen investiert. „Wir haben umgehend reagiert und Ersatzlösungen geschaffen“, betont er. Ein konkreter Zeitplan oder eine endgültige Vereinbarung zwischen Gemeinde und GKI liegt bislang noch nicht vor; beide Seiten verhandeln weiterhin über Details. Die Grund- und Quellwasserstände werden regelmäßig überwacht, die Daten sind bei den Behörden einsehbar. Man hoffe, dass sich die Situation des Bergwassers in den kommenden Jahren stabilisiere.
ZAHLUNG HEIKEL. In Kreisen des Tiwag-Aufsichtsrates sei zu hören, dass eine Zahlung ohne klar nachgewiesene Ursache für das Versiegen der Quellen problematisch wäre. Verantwortliche müssten eine solche Entscheidung nachvollziehbar begründen, um rechtliche Konsequenzen auszuschließen.
DORFCHEF SCHWEIGT. Zugeknöpft appellierte Bgm. Patscheider auf Nachfrage an die RUNDSCHAU: „Die Verhandlungen sind weit fortgeschritten. Eine aktuelle Berichterstattung in den Medien würde die laufenden Gespräche und die Position der Gemeinde beeinträchtigen. Ergebnisse werden zeitgerecht bekanntgegeben. Daher bitte ich, vorerst von weiterer Berichterstattung über dieses sensible Thema abzusehen.“
SENSIBLES THEMA BLEIBT. Bis konkrete Ergebnisse vorliegen, bleibt die Wasserversorgung ein sensibles Thema im Oberinntal – und ein Beispiel dafür, wie eng Energiegewinnung und Umweltfolgen auch auf regionaler Ebene miteinander verflochten sind.
WEITERE QUELLEN WEG. Ende 2022 meldete die Gemeinde Ried das Versiegen weiterer acht Quellen – vor allem Tränkequellen, die im Sommer von Landwirten genutzt werden. Eine Beweissicherung war nicht möglich, da die Quellen bislang weder lokalisiert noch genehmigt waren, bestätigte die GKI GmbH auf Anfrage der RUNDSCHAU. „Wir kämpfen um eine Lösung – nicht nur für die Landwirtschaft“, sagte Bgm. Daniel Patscheider damals gegenüber Medien. Auch das Rieder Wassernetz sei durch den Ausfall zusätzlich belastet. „Das ist ein großer Schaden. Unsere Forderung ist klar: Wir wollen unser Wasser zurück – unverzüglich und ehestmöglich.“
RIED PRÜFT ANSPRÜCHE. Wie das Gemeinderatsprotokoll vom 30. November 2023 zeigt, befasste sich der Rieder Gemeinderat mit der Gesamtwasserversorgung der Gemeinde. Unter Tagesordnungspunkt 7 beschloss das Gremium einstimmig (13:0), einen „juristisch versierten Wasserrechtsexperten“ hinzuzuziehen, um mögliche Ansprüche gegenüber der GKI prüfen zu lassen. Damit machte der Gemeinderat deutlich, dass das Thema auf kommunalpolitischer Ebene höchste Priorität hat.
VERHANDLUNGEN LAUFEN. Die GKI GmbH weist darauf hin, dass in Abstimmung mit der Gemeinde ein Projekt erarbeitet wurde, das die Tränkewasserversorgung deutlich verbessern soll. Die Kosten für Errichtung und Betrieb übernimmt das Unternehmen. Das Projekt kann nach der noch ausstehenden Zustimmung der Gemeinde zeitnah umgesetzt werden. Darüber hinaus unterstützt die GKI GmbH die Gemeinde Ried bei der langfristigen Absicherung der Trinkwasserversorgung. Entsprechende Konzepte werden derzeit gemeinsam ausgearbeitet. Nach Angaben von GKI-Geschäftsführer Thomas Höckner wurden bisher rund 600.000 Euro in Ersatzwasserversorgungen investiert. „Wir haben umgehend reagiert und Ersatzlösungen geschaffen“, betont er. Ein konkreter Zeitplan oder eine endgültige Vereinbarung zwischen Gemeinde und GKI liegt bislang noch nicht vor; beide Seiten verhandeln weiterhin über Details. Die Grund- und Quellwasserstände werden regelmäßig überwacht, die Daten sind bei den Behörden einsehbar. Man hoffe, dass sich die Situation des Bergwassers in den kommenden Jahren stabilisiere.
ZAHLUNG HEIKEL. In Kreisen des Tiwag-Aufsichtsrates sei zu hören, dass eine Zahlung ohne klar nachgewiesene Ursache für das Versiegen der Quellen problematisch wäre. Verantwortliche müssten eine solche Entscheidung nachvollziehbar begründen, um rechtliche Konsequenzen auszuschließen.
DORFCHEF SCHWEIGT. Zugeknöpft appellierte Bgm. Patscheider auf Nachfrage an die RUNDSCHAU: „Die Verhandlungen sind weit fortgeschritten. Eine aktuelle Berichterstattung in den Medien würde die laufenden Gespräche und die Position der Gemeinde beeinträchtigen. Ergebnisse werden zeitgerecht bekanntgegeben. Daher bitte ich, vorerst von weiterer Berichterstattung über dieses sensible Thema abzusehen.“
SENSIBLES THEMA BLEIBT. Bis konkrete Ergebnisse vorliegen, bleibt die Wasserversorgung ein sensibles Thema im Oberinntal – und ein Beispiel dafür, wie eng Energiegewinnung und Umweltfolgen auch auf regionaler Ebene miteinander verflochten sind.