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Konzentrierte Betreuung

Stanzertaler Kinderkrippe in Schnann geplant

Im Stanzertal soll eine regionale Kinderkrippe entstehen. Sie wird in der derzeitigen Schnanner Volksschule eingerichtet.
19. Mai 2026 | von Daniel Haueis
Konzentrierte Betreuung
Die Volksschule in Schnann soll als Kinderkrippe für das Stanzertal adaptiert werden – in gut zwei Jahren könnte sie in Betrieb gehen. Foto: Daniel Haueis
Eine regionale Kinderkrippe im Stanzertal dürfte nötig werden: Besonders im oberen Stanzertal ist in den nächsten Jahren ein steigender Bedarf zu erwarten, wie die Auswertungen des Landes nahelegen. In Diskussion war etwa eine in Flirsch im Rahmen des dort künftig vorgesehenen Betreuten Wohnens im Bereich des alten Doktorhauses (Neubau nötig) oder eine in Strengen am Standort des Gemeindebauhofes (nur eingruppig, vorherige Verlegung des Gemeindebauhofes nötig). Es wird aber eine Lösung in Schnann geben: Die Kindergärten und Volksschulen Schnann und Pettneu sollen am Standort Pettneu zusammengelegt werden (siehe Artikel „Zusammenlegung“). Das freiwerdende Schulgebäude in Schnann könnte dann ohne größeren Aufwand in eine Kleinkindbetreuung umgebaut werden. Die Kinderkrippe könnte zweigruppig ausgeführt werden, was 24 Plätze bedeutet und erfahrungsgemäß bei einer Doppelbelegung somit Platz für ca. 48 Kinder bieten würde.

KOSTENGÜNSTIG UND SCHNELL UMSETZBAR. „Aufgrund dieser Voraussetzungen wird seitens der Landesrätin die Lösung in der Gemeinde Pettneu bevorzugt, zumal dort auf eine bestehende Immobilie zurückgegriffen werden kann und diese Lösung somit am kostengünstigsten und am schnellsten umgesetzt werden kann“, berichtet Bgm. Harald Sieß aus Strengen nach Gesprächen der Stanzertaler Bürgermeister mit LR Cornelia Hagele. Bgm. Roland Wechner berichtete im Gemeinderat zufrieden: „Mit dem Projekt in Schnann könnte der Bedarf an Kinderkrippenplätzen für die Gemeinden Strengen, Flirsch sowie Pettneu ausreichend abgedeckt werden.“ Die Inbetriebnahme der Kinderkrippe in Schnann wäre für das Betreuungsjahr 2028/29 angedacht. In Pettneu wurden entsprechende Beschlüsse bereits gefasst, auch die „Errichtung einer Kinderkrippe in Zusammenarbeit mit den Gemeinden St. Anton am Arlberg, Flirsch und Strengen am derzeitigen Schulstandort in Schnann“. Bgm. Roland Wechner aus Flirsch begrüßt das Vorhaben: „Dann haben wir ein gutes Angebot für unsere Bewohner.“ Seine Gemeinde nimmt Kinder bereits ab 2 Jahren im Kindergarten auf und hat sich in Pians Kinderkrippen-Plätze gesichert – ein paar davon werde man auch für jene Eltern behalten, die talauswärts fahren und ihre Kinder so „unterwegs“ abgeben können.



Zusammenlegung

Volksschulen und Kindergärten in Pettneu und Schnann
Konzentrierte Betreuung
Die Volksschulen und die Kindergärten von Schnann und Pettneu (Foto) werden zusammengelegt – in Pettneu, Kindergartenneubau inklusive. Foto: Daniel Haueis
Die Kindergärten und Volksschulen von Schnann und Pettneu sollen in Pettneu zusammengelegt werden – dadurch wird das Volksschulgebäude in Schnann für die geplante Kinderkrippe frei. Der Pettneuer Gemeinderat hat mit 12:1 Stimmen dafür gestimmt, in Pettneu einen neuen Kindergarten mit Turnsaal und Mittagstisch, die gemeinsam mit der Volksschule genutzt werden sollen, zu errichten. Nach Errichtung des Kindergartens werden der Kindergarten Schnann und der Kindergarten Pettneu am neuen Standort in Pettneu zusammengelegt. Gleichzeitig werden auch die Volksschule Schnann und die Volksschule Pettneu am Standort in Pettneu zusammengelegt. Bgm. Patrik Wolf wurde ermächtigt, die Schließung der Volksschule Schnann beim Land Tirol zu beantragen und der Landesregierung die Stilllegung des Kindergartens Schnann mitzuteilen. Beschlossen wurde auch die Abhaltung eines Architekturwettbewerbs für den Neubau des Kindergartens unter Einbeziehung des gesamten Areals (Volksschule Pettneu, Kindergarten Pettneu und Haus Nr. 131) und die Verkehrsplanung in Zusammenarbeit mit der Landesabteilung Dorferneuerung.
 

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