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Landecker Himmelsaufseher

Fliegerabwehr-Panzer in der Pontlatzkaserne – 24-Millionen-Umbau ab Herbst

Mehr als 20 Millionen Euro sollen ab Herbst in die Pontlatzkaserne investiert werden. Dort stationiert werden neuartige Fliegerabwehr-Radpanzer.
17. Feber 2026 | von Daniel Haueis
Landecker Himmelsaufseher
Neun Pandur-Panzer mit SkyRanger-Aufbau werden in Landeck stationiert. Foto: Bundesheer/Daniel Trippold
Der Ukraine-Krieg hat auch im neutralen Österreich einiges in Bewegung gesetzt – etwa den Bundesheer-Aufbauplan „ÖBH 2032+“. Ein Teil dessen ist die „Mission Vorwärts“, in der die Umwandlung der 1. Jägerkompanie in Landeck in eine Fliegerabwehrbatterie vorgesehen war – und inzwischen vollzogen ist: Die Land­ecker Jägerkompanie wurde Anfang des Jahres der 6. Gebirgsbrigade zugeordnet und soll nach Eintreffen von neun „Skyranger“-Fliegerabwehrpanzern den Schutz von Bodenkräften vor Bedrohungen aus der Luft, insbesondere Luftfahrzeugen und Drohnen, übernehmen. Montiert wird die Neuentwicklung von Rheinmetall Air Defence nun erstmals auf einem leichten Fahrzeug, dem Pandur 6x6. Der Turm vereint eine Kanone, die programmierbare Granaten abfeuern kann, die Lenkwaffe „Mistral“ und Sensorik. Für den Betrieb samt Fliegerabwehr sorgt eine vierköpfige Besatzung. Die „Skyranger“ sind Teil eines Investitionspaketes von 1,8 Milliarden Euro, das 225 Radpanzer Pandur Evolution 2, Ersatzteile, Schulungen und Spezialwerkzeug umfasst. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner war bereits bei der Präsentation begeistert: „Mit dem ‚Skyranger‘ sind wir künftig in der Lage, Fähigkeitslücken in der mobilen Luftverteidigung zu schließen. Österreich erhält als erstes Land Europas die neuen Fliegerabwehrsysteme und übernimmt damit eine einzigartige Pionierrolle in der bodengebundenen Luftverteidigung. Damit gehen wir einen weiteren Schritt für den Erhalt der Sicherheit Österreichs!“

INVESTITIONEN IN DIE PONTLATZKASERNE. Derzeit laufen die Planungen für den neuen Garagen- und Lagerbezirk in der Pontlatzkaserne für den „Skyranger“. Geplant ist zudem der Neubau eines Wirtschaftsgebäudes, der eine Truppenküche, einen Speisesaal, Kanzleien, Betreuungseinrichtungen für Kadersoldaten und Grundwehrdiener sowie Mehrzweckräume beinhalten soll; die Mehrzweckräume u.a. für die Einsatzführung bei Katastrophenhilfseinsätzen oder die jährliche Luftraumsicherungsoperation Daedalus. Im Keller finden Magazine und Technikräume Platz. Gleichzeitig sollen auch die Kasernenzufahrt und Wache verlegt werden. „Wir rechnen mit Kos­ten in der Höhe von ca. 20 Millionen Euro und hoffen auf einen Baubeginn mit Herbst 2026“, sagt Presseoffizier Major Mag.(FH) Christoph Seidner. Weitere 4 Millionen Euro wird die Umstellung der Wärmeversorgung der Kaserne auf Erdwärme und Photovoltaik kosten.
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Die Pontlatzkaserne wird um rund 24 Millionen Euro umgebaut und saniert – Start soll im Herbst sein. Foto: BMLV/Vzlt Martin Hörl

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