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Lichter für die Heilmachenden

Nacht der 1.000 Lichter im Bezirk Landeck

Als Kontrapunkt zum vor allem bei der Jugend populären Halloween-Fest wird von der Katholischen Kirche, im Speziellen der Katholischen Jugend, das Fest der 1.000 Lichter gefeiert. Die RUNDSCHAU besuchte heuer die Feiern in Kaltenbrunn, Fließ-Urgen und Kauns. 
4. November 2025 | von Alois Pircher
Lichter für die Heilmachenden
Die Gnadenkapelle in Kaltenbrunn RS-Foto: Pircher
Bei der Nacht der 1.000 Lichter gedenkt man am Vorabend zu Allerheiligen all jener Menschen, die ein heiliges (heilmachendes) Leben lebten oder leben und (noch) nicht in den Stand der Heiligkeit erhoben wurden. Die vielen tausend Lichter (Kerzen und Feuer), die die Kirchen erhellen, sollen sinnbildlich für all diese heilbringenden Menschen stehen. Untermalt werden diese Feiern häufig von Musik, Gedichten und Gebeten.

KALTENBRUNN. In der weithin bekannten Wallfahrtskirche Kaltenbrunn gestaltete der Jugendchor „Bergklang“ aus dem Kaunertal mit Gedichten und Liedern die Feier. Der barocke Prachtbau war voll mit Gläubigen, die Atmosphäre aufgrund des großartigen Chors einfach stimmig.

KAUNS. Den besinnlichen Abend in Kauns gestaltete der Chor „Klangwelle“. Hervorragende Chormusik wechselte mit stimmungsvoller Prosa. In Kauns wurden für das neue Nachbarschaftsprojekt „Kauns mit Herz“ freiwillige Spenden gesammelt. Thema des Abends war „Traum – Mensch – L(i)eben“.

URGEN. „Bauen wir eine Kirche“ war das Thema in Urgen, eine Aufforderung, sich aktiv in der Kirche und in der Nachfolge Jesu einzubringen. Anhand von Schautafeln wurden Möglichkeiten zum konkreten Handeln angeboten. Zudem unterhielt Johannes Gitterle mit wunderschöner Musik an der Orgel. Veranstalter in Urgen waren die Ministranten, die auch den Erlös von Speis und Trank erhielten. Mit den Einnahmen werden Ausflüge und sonstige Aktivitäten der Ministranten finanziert. Immerhin zählt die Ministrantengruppe in der kleinen Gemeinde 17 Mitglieder, wie die Leiterin Alexandra Marth stolz feststellte. In allen drei Kirchen war es ein gelungener Auftakt zu den Gedenktagen Allerheiligen und Allerseelen.


Die Bedeutung von Halloween

(ap) Halloween hat ursprünglich zwei Bedeutungen. Eine Bedeutung stammt von der christlichen Feier am Vorabend zu Allerheiligen. „All Hallows Eve“ bedeutet auf Deutsch „der Abend vor Allerheiligen“ und bei dieser Feier gedachte man der Verstorbenen. Aber schon in vorchristlichen Zeiten feierten die Kelten am 31. Oktober den Beginn der dunklen Jahreszeit. An diesem Tag war ihrem Glauben nach die Grenze zu den Toten durchlässig. Dieser besondere Tag wurde bei den Kelten „Samhain“ genannt. Man verkleidete sich, um von den Geistern nicht erkannt zu werden, und entzündete große Feuer zum Schutz vor den Geistern aus der Unterwelt. Aus der Verbindung des christlichen Namens „All Hallows Eve“ und dem vorchristlichen „Samhain“-Brauch entstand das neuzeitliche Halloween, das über die irische Gemeinschaft in den USA seinen Siegeszug um die ganze Welt antrat.
Lichter für die Heilmachenden
Ein Lichterstern in Urgen RS-Foto: Pircher
Lichter für die Heilmachenden
Tragt die Botschaft des göttlichen Lichts in die Welt (Kauns) RS-Foto: Pircher
Lichter für die Heilmachenden
Das Motto der Nacht – mit Kerzen im Mittelgang dargestellt (Kauns) RS-Foto: Pircher

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