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Mehr, teils geplant

Krankenhaus St. Vinzenz wird laut Regionalem Strukturplan Gesundheit aufgewertet

Der Regionale Strukturplan Gesundheit bis 2030 wurde beschlossen. Demnach macht das Krankenhaus in Zams bis 2030 im psychiatrischen, neurologischen und pädiatrischen Bereich neue Angebote. Primärversorgungseinheit ist zumindest eine im Bezirk geplant.
18. November 2025 | von Daniel Haueis
Mehr, teils geplant
Das Krankenhaus St. Vinzenz in Zams erhält u. a. drei Überwachungsbetten in der Neonatologie/Pädiatrie, eine Neurologie mit 26 Betten sowie mehr tages­ambulante psychiatrische Plätze, darunter fünf für die Kinder- und Jugendpsychiatrie. RS-Foto: Archiv
Tirol will laut Regionalem Strukturplan Gesundheit 2030 alle zehn öffentlichen Krankenanstalten erhalten. Während manches Krankenhaus Betten reduzieren muss, kann man sich im Krankenhaus St. Vinzenz in Zams über ein geplantes erweitertes Angebot freuen – anders gesagt: Den Oberländern wird mehr Medizin geboten. Was Eltern junger Kinder freuen wird: Es kommen etwa drei Überwachungsbetten in der Neonatologie/Pädiatrie hinzu. Gleich bleibt die Zahl der Intensivbetten in „Zams“: Zehn plus vier Überwachungsbetten soll es auch künftig geben. Kommen wird die Abteilung für Neurologie mit 26 Betten, darunter zwei „Stroke-Betten“ für Schlaganfallpatienten. Die Psychiatrie wird deutlich ausgebaut: Die Zahl der tagesambulanten Plätze wird auf zwölf verdoppelt, und es wird fünf tagesambulante Plätze für die Kinder- und Jugendpsychiatrie geben.

KRANKENHAUSPERSONAL. Im Krankenhaus St. Vinzenz sind 161 Ärzte angestellt (Vollzeitäquivalente), zudem 381 Pflegekräfte und 81 weitere Fachleute aus dem Gesundheitsbereich. Damit kommt in „Zams“ durchschnittlich ein Arzt auf zwei Betten. Relativ mehr Ärzte gibt es nur in Reutte, Kufstein und an den Universitätskliniken (dort ist’s sogar gut ein Arzt pro Bett). Die Pflegekräfte liegen in „St. Vinzenz“ mit rund 1,2 pro Pflegebett etwa im Schnitt (auch hier ist die Uni-Klinik eine eigene Kategorie: 2,2 pro Bett).

HUBSCHRAUBER UND PVE. Notarzthubschrauber sind in Tirol bis zu 16 im Einsatz (acht nur in der Wintersaison) – der Bezirk Landeck mit drei (Zams, Ischgl, St. Anton) ist diesbezüglich versorgt. Bei der ambulanten Versorgung könnte es besser ausschauen: Primärversorgungseinheiten gibt’s bislang erst in Innsbruck und Fulpmes, demnächst auch in Telfs und Wörgl – es sind allerdings 14 weitere in allen Tiroler Bezirken geplant (bis 2030). Zudem sollen zusätzliche 30 Kassenstellen geschaffen werden (vor allem Allgemeinmedizin, 10, Augenheilkunde, 4, sowie Gynäkologie und Psychiatrie, je 3).
„Der RSG 2030 ist ein Versprechen an die Menschen in Tirol. Er bringt Gesundheitsversorgung dorthin, wo sie gebraucht wird. Direkt zu den Menschen, in ihre Regionen, in ihren Alltag. Besonders im ländlichen Raum schaffen wir damit wohnortnahe Angebote auf höchstem medizinischem Niveau“, betont Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele. Dipl.-KH-Bw. Bernhard Guggenbichler scheint zufrieden: Der Regionale Strukturplan Gesundheit decke sich „mit unseren Erfordernissen und den Vorstellungen des Landes“.


„Digital vor ambulant vor stationär“
 In der Tiroler Gesundheitspolitik heißt der Grundsatz „Digital vor ambulant vor stationär“. Tirol setzt also auf verschiedene integrierte Versorgungsprogramme, um vor allem Spitals­ambulanzen zu entlasten. Erfolgreiche Beispiele gibt’s: Tele-Dermatologie oder den Schlaganfallpfad Tirol und HerzMobil Tirol, ein österreichweites Vorzeigeprojekt für Patienten mit Herzschwäche außerhalb von Krankenhäusern.
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LR Cornelia Hagele: „Besonders im ländlichen Raum schaffen wir wohnortnahe Angebote auf höchstem medizinischem Niveau.“ RS-Foto: Archiv
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Dipl.-KH-Bw. Bernhard Guggenbichler: „Der RSG wurde in zwei Gesprächsrunden von uns gemeinsam mit dem Land abgestimmt.“ RS-Foto: Archiv

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