„Mit großer Sorge“
Widerstand gegen Fernpass-Paket im Vinschgau
Das Fernpass-Paket bringt negative Auswirkungen auch für den Vinschgau und ganz Südtirol (damit natürlich auch für Landeck), befürchtet die Umweltschutzgruppe Vinschgau. Sie fordert eine grenzüberschreitende Verkehrsprognose, denn „Fernpass und Reschenpass müssen gemeinsam betrachtet werden“.
8. September 2026
Fernpass-Demo mit Vinschger Beteiligung, wo man sich angesichts des Fernpass-Pakets um den Vinschgau und auch den Bezirk Landeck sorgt. Foto: Umweltschutzgruppe Vinschgau
Die geplanten Maßnahmen am Fernpass werden von der Umweltschutzgruppe Vinschgau (https://umweltvinschgau.wpcomstaging.com) mit großer Sorge betrachtet. Eine leistungsfähigere Fernpassverbindung ende nämlich nicht am Fernpass, sondern schaffe eine durchgängige Verkehrsachse vom deutschen Raum über den Fernpass und das Inntal bis in den Vinschgau und weiter durch Südtirol bis in den Süden. Die Auswirkungen des Fernpass-Pakets müssten also für dieses gesamte zusammenhängende Verkehrssystem untersucht werden.
„KAPAZITÄTSSTEIGERUNG VORPROGRAMMIERT“. Die Umweltschutzgruppe Vinschgau hat sich an der Protestaktion im August am Fernpass beteiligt und unterstützt die lokalen Bürgerinitiativen: „Die Region um den Fernpass leidet heute schon mit durchschnittlich fast 15.000 Fahrzeugen pro Tag massiv am Verkehr. Mit der Umsetzung des Fernpass-Pakets ist eine weitere Kapazitätssteigerung vorprogrammiert“, sagt Karl Zerzer, stellvertretender Vorsitzender der Umweltschutzgruppe Vinschgau. Zudem werden zwischen Landeck und dem Reschenpass immer wieder Abschnitte ausgebaut und die Strecke damit insgesamt attraktiver für den Transitverkehr, u.a. auch für den Güterverkehr, gemacht, denkt er auch an Landeck. Seine Befürchtung: Der Vinschgau (und damit auch Landeck) könnte damit die Folgen einer Verkehrspolitik zu spüren bekommen, über die in Tirol entschieden wird. Gefordert wird deshalb eine grenzüberschreitende Verkehrsmodellierung, die die Auswirkungen möglicher Infrastrukturmaßnahmen auf den gesamten Korridor bis zum Reschenpass und in den Vinschgau untersucht – und ein offener Dialog mit den zuständigen Behörden in Tirol und Südtirol sowie eine gemeinsame Verkehrsplanung. Dieser Forderung schließt sich der Dachverband für Natur- und Umweltschutz an: „Wir fordern bereits seit Jahren eine alpenweit abgestimmte, gemeinsame Mobilitätspolitik. Projekte wie das Fernpass-Paket zeigen deutlich, warum dies notwendig ist“, so Elisabeth Ladinser, Vorsitzende des Dachverbands.
Fast nur im Plus
„KAPAZITÄTSSTEIGERUNG VORPROGRAMMIERT“. Die Umweltschutzgruppe Vinschgau hat sich an der Protestaktion im August am Fernpass beteiligt und unterstützt die lokalen Bürgerinitiativen: „Die Region um den Fernpass leidet heute schon mit durchschnittlich fast 15.000 Fahrzeugen pro Tag massiv am Verkehr. Mit der Umsetzung des Fernpass-Pakets ist eine weitere Kapazitätssteigerung vorprogrammiert“, sagt Karl Zerzer, stellvertretender Vorsitzender der Umweltschutzgruppe Vinschgau. Zudem werden zwischen Landeck und dem Reschenpass immer wieder Abschnitte ausgebaut und die Strecke damit insgesamt attraktiver für den Transitverkehr, u.a. auch für den Güterverkehr, gemacht, denkt er auch an Landeck. Seine Befürchtung: Der Vinschgau (und damit auch Landeck) könnte damit die Folgen einer Verkehrspolitik zu spüren bekommen, über die in Tirol entschieden wird. Gefordert wird deshalb eine grenzüberschreitende Verkehrsmodellierung, die die Auswirkungen möglicher Infrastrukturmaßnahmen auf den gesamten Korridor bis zum Reschenpass und in den Vinschgau untersucht – und ein offener Dialog mit den zuständigen Behörden in Tirol und Südtirol sowie eine gemeinsame Verkehrsplanung. Dieser Forderung schließt sich der Dachverband für Natur- und Umweltschutz an: „Wir fordern bereits seit Jahren eine alpenweit abgestimmte, gemeinsame Mobilitätspolitik. Projekte wie das Fernpass-Paket zeigen deutlich, warum dies notwendig ist“, so Elisabeth Ladinser, Vorsitzende des Dachverbands.
Daniel Haueis 





