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Neustart verschoben

Erst Herbst 2027: Wetterradar „Valluga“ verzögert sich

Ursprünglich hätte das Wetterradar „Valluga“ in St. Anton im Jahr 2026 wieder in Betrieb gehen sollen. Nun soll die Errichtung laut dem Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF) erst im Herbst 2027 erfolgen. Für das Land Tirol ist eine schnellstmögliche Errichtung wesentlich.

27. Oktober 2026
Neustart verschoben
Nach einem Blitzschlag 2017 soll die Wetterradaranlage ab Herbst 2027 wieder wichtige Wetterdaten liefern können. Foto: Arlberger Bergbahnen AG/Patrick Bätz
Grund für die Verzögerung sind laut dem BMFWF finale Abstimmungen: „GeoSphere Austria verfolgt weiterhin das Ziel, die offenen Vertragspunkte zeitnah zu bereinigen und eine tragfähige vertragliche Lösung mit der ACG (Austro Control GmbH, Anm. d. Red.) zu erreichen. Nach aktuellem Planungsstand ist die Errichtung und Inbetriebnahme des Wetterradars Valluga für den Herbst 2027 vorgesehen“, teilt das Bundesministerium auf Anfrage der RUNDSCHAU mit.

„GUT INVESTIERTES GELD“. Ein Blitzschlag im Jahr 2017 setzte das Wetterradar außer Gefecht. Nach längerem Hickhack über die Zuständigkeit beschlossen Finanz- und Wissenschaftsministerium sowie die Länder Tirol und Vorarlberg im Februar 2024 die Wiederinbetriebnahme. Die damals geschätzten Inves­titionskosten: 3,77 Millionen Euro, wovon 900.000 Euro das Land Tirol übernimmt (Vorarlberg: 600.000 Euro). Im Gegenzug sollen die Länder die Wetterdaten zehn Jahre lang kostenlos erhalten. Gut investiertes Geld, findet SPÖ-Sicherheitssprecher im Tiroler Landtag Benedikt Lentsch: „Das Wetterradar Valluga wird ein wichtiger Faktor zur Früherkennung von Naturgefahren sein – für Tirol und insbesondere den Bezirk Land­eck und genauso für Vorarlberg und das Südtiroler Vinschgau.“

LANDESBEITRAG BLEIBT UNVERÄNDERT. Ob die Verzögerung Auswirkungen auf die Investitionssumme haben könnte, wurde weder vom Land noch vom Bundesminis­terium bestätigt. Finanziell habe die Verzögerung für das Land Tirol keine Auswirkung: „Es gilt nach wie vor: Die beiden Bundesländer zahlen einen fixen Betrag als Investitionskos­tenzuschuss und keinen Prozentsatz an den Errichtungskosten.“ Auch für das Land Tirol ist eine Wiedererrichtung wesentlich. Aufgrund der Topografie Tirols mit seinen engen Tälern sei eine Ergänzung der bestehenden Radarsysteme für eine rechtzeitige genaue Prognose von Niederschlagsereignissen notwendig. Das Wetterradar auf der Valluga könne dafür wertvolle Daten für den westlichen Teil Tirols sowie für Vorarlberg liefern, mit denen Wetterentwicklungen noch präziser vorhergesagt werden könnten.

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