„Nicht sexy“
Diskussion über sogenannte Investorenmodelle
Investorenmodelle freuen die Liste Fritz nicht, weil sie „Tirol mehr schaden als nutzen“. Und die Dorfchefs auch nicht unbedingt, weil sie die Einhaltung der Bestimmungen zu kontrollieren haben. Und das ist „ein zweischneidiges Schwert“, wie auch Bgm. Hans-Georg Pittl aus Ladis weiß.
7. Juli 2026
Bgm. Hans-Georg Pittl: Kontrollen sind ein zweischneidiges Schwert (RS-Foto: Archiv). LA Markus Sint: „Investorenmodelle sind Gift für den wirklichen Tourismus.“ (Foto: Liste Fritz)
Laut Liste-Fritz-Klubobmann Markus Sint wird in Ladis an „einem Appartementhaus mit 27 exklusiven Wohnungen“ gebaut. „Wohin dort die Reise geht, zeigt ein Blick ins Grundbuch. Die bisher verkauften Appartements sind von Privatleuten und Gesellschaften aus Deutschland, Holland, Polen und der Schweiz gekauft worden. Angesichts von Quadratmeterpreisen über 8.500 Euro stellt sich die berechtigte Frage, ob diese Appartements jemals zu touristischen Zwecken vermietet werden oder ob sie als Ferienappartements für die jeweiligen Käufer dienen sollen. Dann sind illegale Freizeitwohnsitze zu befürchten“, sagt Markus Sint. Die Pflicht zur Kontrolle liegt beim Bürgermeister. In Ladis ist dies Hans-Georg Pittl, und er findet die Situation „nicht sexy“. Er hat zu kontrollieren, ob ein Appartementbesitzer im Appartementhaus wohnt, und zwar genau in seinem Appartement – das ist nämlich verboten (nicht aber, wenn er in einem anderen Appartement im selben Haus wohnt). Er werde seiner Funktion als Meldebehörde nachkommen, sagt Pittl, aber dabei kann man auch an Grenzen stoßen: Anscheinend wurde ein Dorfchef, der seiner Kontrollpflicht nachgekommen ist, schon wegen Stalkings angezeigt. „Es ist ein zweischneidiges Schwert“, sagt der Lader Bürgermeister. Markus Sint gibt Pittl recht: Es sei sehr schwer, solche Investorenhäuser zu kontrollieren.
SCHADEN. Markus Sint fügt an: „Wir haben seit Jahren von der ÖVP-dominierten Landesregierung verlangt, diese Investorenmodelle abzudrehen, weil sie Tirol mehr schaden als nutzen.“ Hans-Georg Pittl hätte nichts dagegen, meint aber: „Es wird schwierig sein, das anders zu regeln“ – denn es gebe auch EU-Recht, und danach seien auch die Verkäufe der Appartements in Ladis legitim. Markus Sint setzt nach: „Investorenmodelle sind Gift für den wirklichen Tourismus. Statt Urlauber nach Tirol zu holen, ermöglichen sie illegale Freizeitwohnsitze … Wer einen funktionierenden Tourismus in Tirol will, sollte nicht auf Investorenmodelle setzen“, zeigt Sint auf.
SCHADEN. Markus Sint fügt an: „Wir haben seit Jahren von der ÖVP-dominierten Landesregierung verlangt, diese Investorenmodelle abzudrehen, weil sie Tirol mehr schaden als nutzen.“ Hans-Georg Pittl hätte nichts dagegen, meint aber: „Es wird schwierig sein, das anders zu regeln“ – denn es gebe auch EU-Recht, und danach seien auch die Verkäufe der Appartements in Ladis legitim. Markus Sint setzt nach: „Investorenmodelle sind Gift für den wirklichen Tourismus. Statt Urlauber nach Tirol zu holen, ermöglichen sie illegale Freizeitwohnsitze … Wer einen funktionierenden Tourismus in Tirol will, sollte nicht auf Investorenmodelle setzen“, zeigt Sint auf.
Daniel Haueis 




