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„Noch nicht entschieden“

US-Skipassanbieter haben am Arlberg Interesse

Amerikanische Skipassanbieter würden den Arlberg gerne in ihr Angebot inkludieren. Zweifacher Besuch aus den USA hat bisher aber lediglich zu Gerüchten in St. Anton geführt, aber noch nicht zu einer Entscheidung von Arlberger-Bergbahnen-Chef Dkfm. Mario Stedile-Foradori.
26. Mai 2026 | von Daniel Haueis
„Noch nicht entschieden“
Arlberger-Bergbahnen-Vorstand Mario Stedile-Foradori: „Sie haben ein Rieseninteresse.“ Foto: RS-Archiv
Die Arlberger Bergbahnen stehen nicht zum Verkauf. „Da ist nichts dahinter“, sagt Arlberger-Bergbahnen-Vorstand Dkfm. Mario Stedile-Foradori zu einem Gerücht. Dazu dürfte es gekommen sein, weil er zweifachen Besuch aus den USA erhalten hat. Einerseits gibt’s dort den „Ikon Pass“, der Pässe in 70 Skigebieten in Amerika, Europa, Australien, Neu­seeland und Japan inkludiert, darunter die Silvretta Arena Ischgl/Samnaun, wo man mit der teuersten Variante dieses Skipasses um 1.449 US-Dollar sieben Tage lang wedeln kann. Andererseits gibt’s auch den „epic Pass“, von dessen Verantwortlichen Mario Stedile-Foradori ebenfalls Besuch bekommen hat: Dieser Skipass wirbt mit dem Zugang zu mehr als 90 Skigebieten, wenn man 1.089 Euro ausgibt. Unter den 36 europäischen Partner-Ressorts finden sich auch Ski Arlberg, Silvretta Montafon oder Sölden. „Beide wollen den Arlberg“, berichtet Stedile-Foradori – deshalb der Besuch.

ATTRAKTIVER ARLBERG. Das Interesse der US-Amerikaner ist leicht erklärt: Der Arlberg ist für US-Amerikaner eine Topdestination in Österreich. Anders gesagt: Der Arlberg ist sehr attraktiv, zieht Übersee-Winterurlauber regelrecht an. Laut einem profil-Artikel haben sich die Nächtigungen von US-Amerikanern am Arlberg im letzten Jahrzehnt auf mehr als 47.000 mehr als verdreifacht und die der Kanadier auf knapp 9.000 mehr als verdoppelt. Laut F.act gab’s in Tirol allein im Winter 2022/23 ein Plus von 144,2 Prozent auf 171.000 Übernachtungen amerikanischer Gäste (im Vergleich zum Vorjahr) – und davon wurden die zweitmeisten Nächtigungen (nach Innsbruck) im TVB St. Anton gezählt, nämlich 17 Prozent. „Sie haben ein Rieseninteresse“, sagt daher Mario Stedile-Foradori über die beiden amerikanischen Skipassanbieter, die ihre Partnerschaften mit europäischen Skigebieten offensichtlich ausbauen wollen. Und der Arlberg hat schon jetzt viele Nächtigungen regulärer US-Gäste (also noch ohne internationalen Skipass), denn: Es sei günstiger, nach Europa zu fliegen und hier zu winterurlauben, als mit einem im Verhältnis zu Europa viel teureren Skipass in den USA zu wedeln, wie ein US-Bürger erst kürzlich dem Arlberger-Bergbahnen-Chef erklärt hat. Schon im Vorjahr titelte snowbrains.com: „Österreich erfreut sich bei US-Besuchern in der Wintersaison 2024/25 zunehmender Beliebtheit“ (Übersetzung).

MAL SCHAUEN. Dkfm. Mario Stedile-Foradori weiß aber noch nicht, wem die Arlberger Bergbahnen die Hand zur Kooperation reichen: „Ikon“ oder „epic“, mit denen es in St. Anton bereits eine Form der Kooperation gibt, allerdings nicht über die Bergbahn, sondern mit Betrieben. „Ich habe mich noch nicht entschieden“, sagt Mario Stedile-Foradori.
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Arlberger-Bergbahnen-Vorstand Mario Stedile-Foradori: „Sie haben ein Rieseninteresse.“ Foto: RS-Archiv

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