Pflegeangebot wird erweitert
In Zams entsteht ein Projekt für „Betreutes Wohnen“
„Betreutes Wohnen“ gibt es für ältere Menschen bald auch in Zams. Die Gemeindevertretung hat nun den Bebauungsplan für das „Betreute Wohnen Zams“ beschlossen.
Herbert Tiefenbacher
4. Feber 2025
Das Architekturmodell des Bauvorhabens „Betreutes Wohnen Zams“. Foto: Gemeinde Zams
Seit der Strukturplan Pflege 2023–2033 des Landes Tirol in Kraft ist, wird insbesondere das Angebot der Tagespflege und des Betreuten Wohnens forciert. Diese Kursänderung soll den Pflegeheimen Entlastung bringen und gleichzeitig sollen dadurch aber auch zusätzliche Betreuungsplätze geschaffen werden. Auch in Zams soll Betreutes Wohnen für ältere Menschen Realität werden. Das Land Tirol (Abteilung Soziales) hat nach eingehenden Vorarbeiten und zahlreichen Abstimmungsgesprächen die Errichtung von 34 Plätzen für Betreutes Wohnen in Zams genehmigt. Der Zammer Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig den Bebauungsplan beschlossen. Dieses Projekt stelle einen bedeutenden Schritt in der Erweiterung des Pflege- und Betreuungsangebots für ältere Mitbürger dar, so Bürgermeister und LA Benedikt Lentsch bei der Gemeinderatssitzung: „Mit diesem Projekt wird insbesondere der teilstationäre Pflegebereich des Seniorenzentrums erweitert, wodurch eine noch bessere Versorgung und Betreuung der älteren Bevölkerung gewährleistet wird. Das Projekt wird einen wesentlichen Beitrag zur sozialen Infrastruktur in Zams leisten und den Bedürfnissen der älteren Generation in besonderem Maße gerecht. Ich bin sehr froh, dass wir nun in die Umsetzung kommen.“ In den nächsten Wochen wird die Einreichung erfolgen. Der Baustart ist im heurigen Jahr angedacht. 2027 soll alles fertig sein.
BAUVORHABEN. Das Bauvorhaben wird auf dem Grundstück der Familie Kecht (1.500 m²) direkt neben dem bestehenden Seniorenzentrum Zams-Schönwies (Richtung ehemalige Bahntrasse) realisiert. Bei dem Projekt gibt es 18 Einzelzimmer-Appartements und acht Zwei-Zimmer-Appartements. „Es wird ein sehr modernes und den Anforderungen für ältere Bevölkerung entsprechendes Gebäude entstehen. Das Betreute Wohnen ermöglicht den älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern eine selbstständige Lebensführung in vertrauter Umgebung so lange wie möglich aufrechtzuerhalten“, erklärte Bgm. Lentsch. Die Planung erfolgte durch den Landecker Architekten Harald Kröpfl gemeinsam mit dem Projektentwickler Stefan Krismer (Wohnbau West) und sieht einen kompakten Baukörper mit drei oberirdischen Geschoßen und eine Tiefgarage mit 29 Stellplätzen vor. Die Einzelzimmer-Appartements haben eine Wohnfläche von 39 m² und die Doppelzimmer-Appartements haben eine Größe von 46 bis 50 m².
KÜMMERER IM HAUS. Den Bewohnern steht ein Kümmerer (Kümmerer-Büro im Haus) zur Seite, der eine wichtige Vermittlerrolle spielt: Er stellt beispielsweise Kontakte zu Ärzten, Therapeuten sowie Behörden her. Er unterstützt auch bei der Organisation von Pflege- und Betreuungsleistungen sowie administrativen Aufgaben, beispielsweise bei der Antragstellung von Förderansuchen. Ins „Betreute Wohnen Zams“ werden Personen aufgenommen, die einen Betreuungsbedarf bis zur Pflegestufe 3 haben. Die Vergabe der Appartements erfolgt durch die Gemeinde Zams und den Sozial- und Gesundheitssprengel Landeck-Zams-Fließ-Schönwies. Es stehen eine gemeinsame Rasenfläche und eine Gartenanlage zur Verfügung. In jedem Stock gibt es einen Gemeinschaftsraum.
SANIERUNG SENIORENZENTRUM. Im Anschluss an den Bau des „Betreuten Wohnens“ soll in einer zweiten Phase das bestehende Seniorenzentrum saniert und erweitert werden. Dazu regte GR Theresia Schönherr in ihrer Wortmeldung in der Gemeinderatssitzung an, dass so schnell wie möglich geplant werde, wie es mit dem Altbestand weiter geht, so dass das Endresultat eine runde Sache werde. Daraufhin antwortete Bgm. Lentsch, dass man diesbezüglich schon aktiv sei: „Es ist mit der Abteilung Soziales des Landes bereits abgesprochen, dass der Neubau als Ersatzunterkunft für Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenzentrums während der Bauarbeiten für die Sanierung und Erweiterung benutzt werden kann.“ Gemeindevorstand und LA Dominik Traxl fand lobende Worte: „Es ist ein gutes Projekt. Gut ist, dass ein Kümmerer da ist.“
Weitere Pflegethemen
Weitere wichtige Themen im Bereich der Pflege sind neben der Tagespflege und dem Betreuten Wohnen die Schwerpunkt- und Kurzzeitpflege (Übergangspflege). An entsprechenden Plänen arbeitet die Landes- und Regionalpolitik schon seit einigen Jahren. Auf Initiative des Gemeindeverbandes Krankenhaus St. Vinzenz Zams, der sich aus 54 Gemeinden der Bezirke Landeck und Imst zusammensetzt, hat man sich entschieden, in Zams 24 stationäre Plätze für Schwerpunktpflege und 20 Kurzzeit- bzw. Übergangspflegeplätze für die Bezirke Imst und Landeck zu errichten. Der Orden der Barmherzigen Schwestern Zams stellte dafür ein Grundstück in direkter Angrenzung zum Krankenhaus Zams zur Verfügung. Darauf soll ein Neubau errichtet werden. Dieser umfasst neben der Schwerpunkt- und Kurzzeitpflege und einer Tiefgarage auch einen Bereich mit Labor und Büros für das Krankenhaus.
UMSETZUNG. Mit der Umsetzung soll es jetzt vorangehen. Man ist vergangene Woche in die Realisierungsphase gestartet. Der Zammer Gemeinderat hat einstimmig den Bebauungsplan für das Bauvorhaben beschlossen. Das ursprüngliche Ziel ist es, im Jahr 2027 die Schwerpunkt- und Kurzzeitpflege in Betrieb zu nehmen. Finanziert wird das Projekt von den 54 Verbandsgemeinden. Das Projekt wird vonseiten des Landes Tirol mit Förderungen unterstützt.
DEFINITION. Kurzzeitpflege kann beispielsweise notwendig werden, wenn eine Überbrückung zwischen einem Krankenhausaufenthalt und der Wiederaufnahme der eigenständigen Haushaltsführung erforderlich ist, oder wenn pflegende Angehörige auf Urlaub fahren möchten, selber krank sind, oder einfach eine Auszeit von der Pflegetätigkeit nehmen möchten. Mit den 24 Schwerpunktpflege-Plätzen will man die Landes-Pflegeklinik nachhaltig entlasten und weitere wohnortnahe Pflegeplätze für Personen mit erhöhtem Pflegebedarf schaffen.
BAUVORHABEN. Das Bauvorhaben wird auf dem Grundstück der Familie Kecht (1.500 m²) direkt neben dem bestehenden Seniorenzentrum Zams-Schönwies (Richtung ehemalige Bahntrasse) realisiert. Bei dem Projekt gibt es 18 Einzelzimmer-Appartements und acht Zwei-Zimmer-Appartements. „Es wird ein sehr modernes und den Anforderungen für ältere Bevölkerung entsprechendes Gebäude entstehen. Das Betreute Wohnen ermöglicht den älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern eine selbstständige Lebensführung in vertrauter Umgebung so lange wie möglich aufrechtzuerhalten“, erklärte Bgm. Lentsch. Die Planung erfolgte durch den Landecker Architekten Harald Kröpfl gemeinsam mit dem Projektentwickler Stefan Krismer (Wohnbau West) und sieht einen kompakten Baukörper mit drei oberirdischen Geschoßen und eine Tiefgarage mit 29 Stellplätzen vor. Die Einzelzimmer-Appartements haben eine Wohnfläche von 39 m² und die Doppelzimmer-Appartements haben eine Größe von 46 bis 50 m².
KÜMMERER IM HAUS. Den Bewohnern steht ein Kümmerer (Kümmerer-Büro im Haus) zur Seite, der eine wichtige Vermittlerrolle spielt: Er stellt beispielsweise Kontakte zu Ärzten, Therapeuten sowie Behörden her. Er unterstützt auch bei der Organisation von Pflege- und Betreuungsleistungen sowie administrativen Aufgaben, beispielsweise bei der Antragstellung von Förderansuchen. Ins „Betreute Wohnen Zams“ werden Personen aufgenommen, die einen Betreuungsbedarf bis zur Pflegestufe 3 haben. Die Vergabe der Appartements erfolgt durch die Gemeinde Zams und den Sozial- und Gesundheitssprengel Landeck-Zams-Fließ-Schönwies. Es stehen eine gemeinsame Rasenfläche und eine Gartenanlage zur Verfügung. In jedem Stock gibt es einen Gemeinschaftsraum.
SANIERUNG SENIORENZENTRUM. Im Anschluss an den Bau des „Betreuten Wohnens“ soll in einer zweiten Phase das bestehende Seniorenzentrum saniert und erweitert werden. Dazu regte GR Theresia Schönherr in ihrer Wortmeldung in der Gemeinderatssitzung an, dass so schnell wie möglich geplant werde, wie es mit dem Altbestand weiter geht, so dass das Endresultat eine runde Sache werde. Daraufhin antwortete Bgm. Lentsch, dass man diesbezüglich schon aktiv sei: „Es ist mit der Abteilung Soziales des Landes bereits abgesprochen, dass der Neubau als Ersatzunterkunft für Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenzentrums während der Bauarbeiten für die Sanierung und Erweiterung benutzt werden kann.“ Gemeindevorstand und LA Dominik Traxl fand lobende Worte: „Es ist ein gutes Projekt. Gut ist, dass ein Kümmerer da ist.“
Weitere Pflegethemen
Weitere wichtige Themen im Bereich der Pflege sind neben der Tagespflege und dem Betreuten Wohnen die Schwerpunkt- und Kurzzeitpflege (Übergangspflege). An entsprechenden Plänen arbeitet die Landes- und Regionalpolitik schon seit einigen Jahren. Auf Initiative des Gemeindeverbandes Krankenhaus St. Vinzenz Zams, der sich aus 54 Gemeinden der Bezirke Landeck und Imst zusammensetzt, hat man sich entschieden, in Zams 24 stationäre Plätze für Schwerpunktpflege und 20 Kurzzeit- bzw. Übergangspflegeplätze für die Bezirke Imst und Landeck zu errichten. Der Orden der Barmherzigen Schwestern Zams stellte dafür ein Grundstück in direkter Angrenzung zum Krankenhaus Zams zur Verfügung. Darauf soll ein Neubau errichtet werden. Dieser umfasst neben der Schwerpunkt- und Kurzzeitpflege und einer Tiefgarage auch einen Bereich mit Labor und Büros für das Krankenhaus.
UMSETZUNG. Mit der Umsetzung soll es jetzt vorangehen. Man ist vergangene Woche in die Realisierungsphase gestartet. Der Zammer Gemeinderat hat einstimmig den Bebauungsplan für das Bauvorhaben beschlossen. Das ursprüngliche Ziel ist es, im Jahr 2027 die Schwerpunkt- und Kurzzeitpflege in Betrieb zu nehmen. Finanziert wird das Projekt von den 54 Verbandsgemeinden. Das Projekt wird vonseiten des Landes Tirol mit Förderungen unterstützt.
DEFINITION. Kurzzeitpflege kann beispielsweise notwendig werden, wenn eine Überbrückung zwischen einem Krankenhausaufenthalt und der Wiederaufnahme der eigenständigen Haushaltsführung erforderlich ist, oder wenn pflegende Angehörige auf Urlaub fahren möchten, selber krank sind, oder einfach eine Auszeit von der Pflegetätigkeit nehmen möchten. Mit den 24 Schwerpunktpflege-Plätzen will man die Landes-Pflegeklinik nachhaltig entlasten und weitere wohnortnahe Pflegeplätze für Personen mit erhöhtem Pflegebedarf schaffen.






