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„Reden wir darüber“

Psychosoziale Zentren Tirol: Beratungsstelle nun auch in Landeck

„Ich habe schon seit einiger Zeit Probleme. Dazu kam auch noch ein psychisches Tief. Lange habe ich nicht den Mut gefunden, mir Hilfe zu holen“, berichtet eine Frau, die schluss­endlich den Weg in eines der Psychosozialen Zentren gefunden hat. Nun findet man diese Unterstützung auch direkt in Landeck – und kann danach vielleicht mit dieser Betroffenen sagen: „Der Besuch der Beratungsstelle hat mir sehr geholfen und mir Wege aus meinem Tief gezeigt.“

17. Juni 2025
„Reden wir darüber“
Thomas Linser, Julia Striebel-Thurner, Katrin Lechleitner und Gerhard Wolf (v. l.) – sie begleiten Landecker bzw. Oberländer auf ihrem Weg aus der Krise. Foto: PSZ Tirol
­Niemand soll mit seinen Problemen alleingelassen werden und lange auf Hilfe warten müssen – deshalb bieten die Psychosozialen Zentren Tirol Menschen in Belastungssituationen und deren Angehörigen kostenlose, niederschwellige und schnell erreichbare Beratung und Unterstützung. War bisher in Imst ein Oberland-Zentrum eingerichtet, gibt’s das Angebot nun auch direkt in Landeck, in der Schrofensteinstraße 14 in Perjen. Der Bedarf direkt in Landeck ist gegeben: Seit Eröffnung der ers­ten Beratungsstelle in Innsbruck im April 2022 wurden in den Zentren 20.360 Gespräche geführt, mehr als 7.300 Menschen konnten unterstützt und begleitet werden. Allein im PSZ Oberland in Imst (zuständig für die Bezirke Imst, Reutte, Landeck) konnten bisher 1.397 Menschen unterstützt werden – davon 317 Klienten aus dem Bezirk Landeck.


FRÜHZEITIG HELFEN. „Es freut uns sehr, dass wir mit dem neuen Standort und den zwei zusätzlichen Beratungstagen nun auch wohnortnahe und niederschwellige Unterstützung in Landeck anbieten und für die Menschen in Landeck da sein können“, erklärt Michael Wolf, fachlicher Geschäftsführer der PSZ. Die Belas­tungen, mit denen die Menschen in die PSZ kommen, sind vielfältig und betreffen alle Lebensbereiche und Altersgruppen: „Allen gemeinsam ist, dass sie zeitnah eine kompetente Beratung und Entlastung benötigen, um chronischen Erkrankungsverläufen oder weiteren sozialen Problemen entgegenwirken zu können“, so Wolf. Frühzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen, kann entscheidend sein, damit Probleme nicht über den Kopf wachsen: „Wir begleiten Menschen auf ihrem Weg aus der Krise und merken jeden Tag, wie wichtig es für die Menschen ist, jemanden an ihrer Seite zu haben“, unterstreicht Julia Striebel-Thurner, Standortleiterin des PSZ Oberland, die Bedeutung der Erst­anlaufstellen.

LANDECKER TEAM. In der Erstanlaufstelle in Landeck sind die PSZ mit zwei zusätzlichen Beratungstagen für Belastete da. Hilfe finden auch hier Menschen mit akuten Symp­tomen wie auch Angehörige, die auf der Suche nach adäquaten Angeboten für die betroffene Person und Entlas­tung für sich selbst sind. Kostenfreie Termine können telefonisch unter 050500 von Montag bis Freitag von 9 bis 14 Uhr oder auf www.psz.tirol vereinbart werden. Das Motto der Psychosozialen Zentren lautet „Reden wir darüber – Vertraulich. Kompetent. Zeitnah. Kostenlos“ – gelebt wird es in Landeck von Katrin Lechleitner (Psychosoziale Beratung & Klinische Psychologin und Gesundheitspsychologin), Thomas Linser (Psychosozialer Berater) und Gerhard Wolf (Psychosozialer Berater & Psychologe).



Dem Land sei Dank

2022 im Auftrag des Landes Tirol gegründet, leisten die PSZ-Erstanalaufstellen einen wichtigen Beitrag zur psychosozialen Versorgung – finanziert vom Land Tirol, über eine Förderung des Bundes und einen Finanzierungszuschuss der Sozialversicherungsträger. Die Beratungsstellen wurden kontinuierlich und bedarfsgerecht weiterentwickelt und sind von einem Zentrum auf acht Erstanlaufstellen gewachsen. Unter den 42 Mitarbeitern sind auch fünf Konsiliarärzte. „Derzeit können ca. 270 neue Klient*innen pro Monat neu aufgenommen werden. Es gibt eine selbstverständliche und sehr gute Zusammenarbeit mit vielen Vernetzungs- und Systempartner*innen aus Beratung, Therapie und Behandlung. Das kollektive Wissen der Psychosozialen Zentren hat sich gesteigert. Dadurch kann die große Vielfalt an Themen, die Klient*innen mitbringen, gemeinsam sehr gut bewältigt werden“, beschreibt Michael Wolf die Entwicklung der PSZ.

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