Rück- und Neubau besiegelt
Kappl: Tennisplatz soll gleich, Fußballplatz später verlegt werden
Die jahrelangen Diskussionen über die Sportanlage in Kappl dürften ein Ende finden: Der Kappler Gemeinderat hat beschlossen, dass Tennisplatz und Klubhaus jetzt rückgebaut werden. Ein neuer Tennisplatz soll so schnell wie möglich errichtet werden, der Fußballplatz bleibt vorerst am alten Standort, dürfte aber wohl in fünf Jahren wie die Tennisanlage bei Volks- und Mittelschule neu gebaut werden.
1. September 2026
Tennisplätze und Klubhaus müssen gleich weichen, der Fußballplatz wird wohl in fünf Jahren verlegt. Foto: RS-Archiv
Zwei Tennisplätze, einen Fußballplatz und ein gemeinsames Klubhaus der beiden Vereine gibt es in der Brandau in Kappl. Dass die Anlagen auf Grundflächen von drei verschiedenen Besitzern stehen, war nicht zum Vorteil: Mit zweien konnte heuer die Verlängerung des Pachtvertrages vereinbart werden (weshalb der Fußballplatz noch dort verbleiben kann), mit einem Grundbesitzer aber nicht mehr (weshalb Tennisplätze und Klubhaus rückgebaut werden müssen). Nun hat der Gemeinderat beschlossen, dass bis Ende Oktober das Gebäude und die Tennisplätze dem Erdboden gleichgemacht sind und die Fläche dann auch wieder renaturiert wird. Für den Fußballplatz konnte eine Verpachtung um weitere fünf Jahre vereinbart werden.
NEUER STANDORT. Eine Arbeitsgruppe soll sich nun mit offenen Fragen der Verlegung der Sportanlage beschäftigen – Kostenschätzung z.B. gibt es noch keine, klar hingegen ist bereits, wo sie hinkommen soll: zur Volks- und Mittelschule rund 300 Meter weiter taleinwärts, also auch näher zu den Kindern hin. Es gebe die Zusage einer Kappler Interessentschaft, dass dort eine Verpachtung auf 30 Jahre möglich sei, weiß Bgm Helmut Ladner. Der Fußballplatz werde regelkonform errichtet (Mindestgröße u.ä.), die Tennisanlage muss verkleinert werden: Es geht sich nur mehr ein Platz (bisher zwei) aus, es kann aber wohl zusätzlich eine Ballwand o.ä. errichtet werden. Und beim Tennisplatz muss es eben schneller gehen als bei den Kickern – wie schnell, wird sich zeigen: Es sind Gefahrenzonen, Naturschutz- und Wasserrecht, Raumordnung u.ä. zu beachten und behördlich abzuhandeln. Bgm. Ladner will „schauen, was man tun kann“.
TENNIS AB WANN? „Meine Befürchtung ist, dass man mindestens ein Jahr nicht Tennis spielen kann“, sagt TC-Obmann und Gemeindevorstand Egon Jäger, der es für „ein kleines Wunder“ hält, falls noch heuer mit dem Bau der neuen Anlage begonnen werden kann. Der alten Anlage muss er auch nachtrauern, weil das Gebäude von Tennisclub und FC Kappl errichtet worden sei, auch die Pacht für die Tennisplätze habe der TC bezahlt bzw. an die Gemeinde refundiert. Dass keine Pachtverlängerung am alten Standort gelungen ist, nennt er „eine traurige Geschichte“. Von Vorteil wird am neuen Standort allerdings sein, dass ein Red-Court errichtet wird – diese Art des Bodenbelags ist früher und länger im Jahr bespielbar, zudem ist man nach einem Regen wieder schneller auf dem Platz, da er schneller auftrocknet. Jäger ist jedenfalls froh, dass das Geld für eine neue Sportanlage zur Verfügung steht.
KICKER OHNE DUSCHEN. „Die Situation selber ist äußerst bitter“, sagt auch FC-Kappl-Obmann Simon Pfeifer, das Klubhaus wurde ja von den Vereinen gebaut. Nun müsse man aber „das Beste daraus machen“. Dank Container sollte im kommenden Jahr zumindest eine Unterstellmöglichkeit am bestehenden Standort geschaffen werden – Kiosk, Umkleiden, Duschen u.a.m. gibt’s freilich nicht mehr für die 14 Mannschaften von der U7 bis zur Kampfmannschaft, allein 100 Kappler Kinder sind wöchentlich (mitunter mehrmals) am Platz. Über den geplanten neuen Rasenplatz (in fünf Jahren) kann man sich in Kappl aber wohl auch freuen, denn: Im Paznaun gibt’s kaum ebene Flächen, und die sind dann noch in privater Hand. Auch Simon Pfeifer hofft auf die neue Anlage bei Volks- und Mittelschule.
NEUER STANDORT. Eine Arbeitsgruppe soll sich nun mit offenen Fragen der Verlegung der Sportanlage beschäftigen – Kostenschätzung z.B. gibt es noch keine, klar hingegen ist bereits, wo sie hinkommen soll: zur Volks- und Mittelschule rund 300 Meter weiter taleinwärts, also auch näher zu den Kindern hin. Es gebe die Zusage einer Kappler Interessentschaft, dass dort eine Verpachtung auf 30 Jahre möglich sei, weiß Bgm Helmut Ladner. Der Fußballplatz werde regelkonform errichtet (Mindestgröße u.ä.), die Tennisanlage muss verkleinert werden: Es geht sich nur mehr ein Platz (bisher zwei) aus, es kann aber wohl zusätzlich eine Ballwand o.ä. errichtet werden. Und beim Tennisplatz muss es eben schneller gehen als bei den Kickern – wie schnell, wird sich zeigen: Es sind Gefahrenzonen, Naturschutz- und Wasserrecht, Raumordnung u.ä. zu beachten und behördlich abzuhandeln. Bgm. Ladner will „schauen, was man tun kann“.
TENNIS AB WANN? „Meine Befürchtung ist, dass man mindestens ein Jahr nicht Tennis spielen kann“, sagt TC-Obmann und Gemeindevorstand Egon Jäger, der es für „ein kleines Wunder“ hält, falls noch heuer mit dem Bau der neuen Anlage begonnen werden kann. Der alten Anlage muss er auch nachtrauern, weil das Gebäude von Tennisclub und FC Kappl errichtet worden sei, auch die Pacht für die Tennisplätze habe der TC bezahlt bzw. an die Gemeinde refundiert. Dass keine Pachtverlängerung am alten Standort gelungen ist, nennt er „eine traurige Geschichte“. Von Vorteil wird am neuen Standort allerdings sein, dass ein Red-Court errichtet wird – diese Art des Bodenbelags ist früher und länger im Jahr bespielbar, zudem ist man nach einem Regen wieder schneller auf dem Platz, da er schneller auftrocknet. Jäger ist jedenfalls froh, dass das Geld für eine neue Sportanlage zur Verfügung steht.
KICKER OHNE DUSCHEN. „Die Situation selber ist äußerst bitter“, sagt auch FC-Kappl-Obmann Simon Pfeifer, das Klubhaus wurde ja von den Vereinen gebaut. Nun müsse man aber „das Beste daraus machen“. Dank Container sollte im kommenden Jahr zumindest eine Unterstellmöglichkeit am bestehenden Standort geschaffen werden – Kiosk, Umkleiden, Duschen u.a.m. gibt’s freilich nicht mehr für die 14 Mannschaften von der U7 bis zur Kampfmannschaft, allein 100 Kappler Kinder sind wöchentlich (mitunter mehrmals) am Platz. Über den geplanten neuen Rasenplatz (in fünf Jahren) kann man sich in Kappl aber wohl auch freuen, denn: Im Paznaun gibt’s kaum ebene Flächen, und die sind dann noch in privater Hand. Auch Simon Pfeifer hofft auf die neue Anlage bei Volks- und Mittelschule.
Daniel Haueis





