Landeskommandant Major Thomas Saurer: „Die Mehrheit entscheidet.“ Foto: BTSK
Der Grundsatzbeschluss ist gefasst – die Frage: „Soll im Bund der Tiroler Schützenkompanien die Möglichkeit geschaffen werden, dass künftig Frauen bei Ausrückungen auch als Gewehrschützinnen teilnehmen und militärische Ränge bekleiden?“ wurde klar beantwortet: 86,96 Prozent sind für die Beibehaltung des Ist-Zustandes. Und das heißt: Frauen können Marketenderinnen oder Vereinsfunktionärinnen sein, nicht aber Gewehrschützinnen. In einer Briefwahl abgestimmt haben die Mitglieder des Bundes der Tiroler Schützenkompanien, also Mitgliedskompanien, Mitglieder des Bundesausschusess und die BTSK-Ehrenoffiziere. Landeskommandant Major Thomas Saurer kommentiert das Nein so: „Das ist ein klarer demokratischer Auftrag, unsere gewachsenen Traditionen beizubehalten … Die Mehrheit entscheidet. Jetzt gilt: Weitergehen. Zusammenstehen.“ Befragte hochrangige Vertreter der beiden Kompanien aus dem Bezirk Landeck, die das Ansinnen an den Bund der Tiroler Schützenkompanien herangetragen haben, wollen keinen Kommentar zum Ausgang der Abstimmung abgeben.
Kein landesüblicher Empfang mehr?
(dgh) Grünen-Landessprecher Gebi Mair räumt ein, dass die Schützen ihre Regeln selbst festlegen können: „Dann müssen die Schützen künftig aber auch respektieren, dass das Land Tirol Gleichstellung als Voraussetzung für öffentliche Repräsentation sieht“, stellt er ein Aussetzen des landesüblichen Empfangs zur Debatte. Solange Frauen nicht gleichberechtigt sind, sei nicht einzusehen, dass die Schützen bei offiziellen Anlässen der Landespolitik aufmarschieren und eine Ehrensalve abfeuern. „Wir werden dazu im kommenden Landtag einen dringlichen Antrag einbringen“, kündigt Mair an. Die Replik der Schützen: „Politische Parteien haben sich aus Verbandsangelegenheiten herauszuhalten“, sagt Landeskommandant Major Thomas Saurer.
Traditionell diskriminiert – Unterschriftenaktion gegen Subventionen für Schützen
Magdalena Kurz aus Kappl hat eine Petition beim Tiroler Landtag eingebracht, in der gefordert wird, dass öffentliche Gelder nur an Vereine vergeben werden, die Frauen nicht ausschließen. „Es geht dabei um Gleichstellung und faire Kriterien bei der Vergabe von Steuergeld“, sagt Kurz, die damit die Tiroler Schützen ins Auge fasst. In der Petition (https://mein.aufstehn.at/petitions/keine-offentlichen-gelder-fur-schutzenvereine-die-frauen-ausschliessen) heißt es: „Tiroler Schützenkompanien erhalten Förderungen und Unterstützungsleistungen von Gemeinden und vom Land Tirol. Gleichzeitig werden Frauen weiterhin von zentralen Funktionen ausgeschlossen. Auch wenn es sich formal um private Vereine handelt, gilt: Öffentliche Gelder sind an öffentliche Werte gebunden. Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein Grundprinzip, zu dem sich Land und Gemeinden ausdrücklich bekennen.“ Im Jahr 2025 habe das Land Tirol 300.000 Euro an Förderungen für Heimat- und Brauchtum ausgegeben, davon eine wesentliche Summe für das Schützenwesen. Magdalena Kurz und die Unterzeichner (434 waren es am 24. Jänner) fordern, dass öffentliche Förderungen, Subventionen und Sachleistungen ausgesetzt werden, solange Frauen von gleichwertiger Teilnahme ausgeschlossen sind. „Tradition rechtfertigt keine Diskriminierung“, so die Kapplerin, die in keiner Schützenkompanie aktiv, aber bei der Musikkapelle Ischgl ist.
Kein landesüblicher Empfang mehr?
(dgh) Grünen-Landessprecher Gebi Mair räumt ein, dass die Schützen ihre Regeln selbst festlegen können: „Dann müssen die Schützen künftig aber auch respektieren, dass das Land Tirol Gleichstellung als Voraussetzung für öffentliche Repräsentation sieht“, stellt er ein Aussetzen des landesüblichen Empfangs zur Debatte. Solange Frauen nicht gleichberechtigt sind, sei nicht einzusehen, dass die Schützen bei offiziellen Anlässen der Landespolitik aufmarschieren und eine Ehrensalve abfeuern. „Wir werden dazu im kommenden Landtag einen dringlichen Antrag einbringen“, kündigt Mair an. Die Replik der Schützen: „Politische Parteien haben sich aus Verbandsangelegenheiten herauszuhalten“, sagt Landeskommandant Major Thomas Saurer.
Traditionell diskriminiert – Unterschriftenaktion gegen Subventionen für Schützen
Magdalena Kurz aus Kappl hat eine Petition beim Tiroler Landtag eingebracht, in der gefordert wird, dass öffentliche Gelder nur an Vereine vergeben werden, die Frauen nicht ausschließen. „Es geht dabei um Gleichstellung und faire Kriterien bei der Vergabe von Steuergeld“, sagt Kurz, die damit die Tiroler Schützen ins Auge fasst. In der Petition (https://mein.aufstehn.at/petitions/keine-offentlichen-gelder-fur-schutzenvereine-die-frauen-ausschliessen) heißt es: „Tiroler Schützenkompanien erhalten Förderungen und Unterstützungsleistungen von Gemeinden und vom Land Tirol. Gleichzeitig werden Frauen weiterhin von zentralen Funktionen ausgeschlossen. Auch wenn es sich formal um private Vereine handelt, gilt: Öffentliche Gelder sind an öffentliche Werte gebunden. Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein Grundprinzip, zu dem sich Land und Gemeinden ausdrücklich bekennen.“ Im Jahr 2025 habe das Land Tirol 300.000 Euro an Förderungen für Heimat- und Brauchtum ausgegeben, davon eine wesentliche Summe für das Schützenwesen. Magdalena Kurz und die Unterzeichner (434 waren es am 24. Jänner) fordern, dass öffentliche Förderungen, Subventionen und Sachleistungen ausgesetzt werden, solange Frauen von gleichwertiger Teilnahme ausgeschlossen sind. „Tradition rechtfertigt keine Diskriminierung“, so die Kapplerin, die in keiner Schützenkompanie aktiv, aber bei der Musikkapelle Ischgl ist.